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21. Februar 2012 2 21 /02 /Februar /2012 21:31

Höhenunterschied: ca. 900 m Anstiege

Höchster Punkt: 2749 m

Dauer: 6 h

Orientierung: die Orientierung ist unproblematisch, teilweise stehen sogar Wegweiser.

Karte: IGN 3437 ET: Orcières-Merlette

Schwierigkeit: lange Wanderung mit großen Höhenunterschied, ansonsten gibt es aber keine schwierigen Passagen.

 

Die Berge gegenüber der Station sind nur im Dunst wahrzunehmen. Der Himmel ist bewölkt. Laut Wetterbericht von gestern Abend soll es aber noch schön bleiben. Ich werde heute mit der Seilbahn bergauf fahren und dann oben entscheiden, was ich mache. Es bietet sich an, heute noch einmal die Seilbahn zu benutzen, da sie am Donnerstagmorgen nicht in Betrieb ist. Vom Apartment ist die Spitze des Berges leider nicht zu erkennen. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten. Ich kann von dort auf die Pendine steigen. Möglicherweise kann ich über den Col de Bal über das Vallée des Narreyroux wieder zur Station zurücklaufen. Eventuell steige ich von der Bergstation direkt in das Tal des Narreyroux ab und laufe so zur Station zurück.

Um 10:00 fahre ich mit dem Sessellift nach oben. Dort angekommen entschließe ich mich die Tour über die Pendine, den Col du Bal und über das Narreyrouxtal zu machen. Zwar sind an der Pendine noch dichte Wolken, ich denke mir aber, da ich einige Zeit brauchen werde, um dort anzukommen, sich das Wetter sowieso geändert haben wird. Dann hängen die Wolken an einem Gipfel, der jetzt noch frei ist.

 

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Von der Endstation des Sessellifts gehe ich eine Schotterpiste den Berg hinauf. Trotz der Bewölkung bieten sich nach wie vor interessante Ausblicke. Der Weg über die staubige Piste ist allerdings als wenig romantisch einzustufen. Gelegentlich kreuzen Skilifte den Weg. In 2500 m Höhe hebt ein Bagger einen Graben aus. Am Ende der Schotterpiste sind ebenfalls Bauarbeiten am Gange. Kurz bevor ich den Gipfel der Pendine erreiche, hört die Schotterpiste auf und ein Weg zweigt ab. In 2749 m Höhe erreiche ich endlich den Gipfel. Die Luft ist hier ziemlich dünn, auf meiner Höhenmesseruhr gibt es auch eine Druckanzeige und die zeigt gerade mal 736 hPa an. Zum Vergleich: im Apartment auf 1700 m Höhe herrscht ein Luftdruck von ca. 835 hPa, was auch schon für ein Höhentraining geeignet ist.

 

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Bei der Pendine bietet sich ein schöner Rundblick. Der Weg auf dem ich gekommen bin, führt jetzt weiter in Richtung Col du Bal. Die Gratwanderung bietet aber keine übermäßigen Schwierigkeiten. Nach einer halben Stunde gemütlicher Wanderung erreiche ich den Col du Bal auf 2601 m. Ein paar Wanderer halten hier Rast.

 

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Von hier aus steige ich gleich wieder ins Tal ab. Über einen gemütlichen Wanderweg geht es über Serpentinen ins Tal des Narreyroux. Beim Bach angekommen, stürzt dieser sich in einem Wasserfall den Berg hinab ins Tal.

 

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Ich steige weiter ins Tal ab und treffe bei 1900 m auf einen Abzweig, der wieder nach Puy-St-Vincent zurückführt. Auf der Karte ist zu sehen, dass dieser Weg wieder ansteigt. Außerdem ist es schon fast 14:00 so dass ich beschließe mich erst einmal zu stärken. Ich gehe zum Bach hinab, setze mich auf einen Felsen und mache erst einmal Brotzeit. Die Technik, das Hemd bei der Pause trocknen zu lassen, die ich bereits bei den vorherigen Wanderungen mit Erfolg angewandt habe, kommt auch hier zum Einsatz. Das Wetter ist zwar teilweise immer noch schattig, die Sonne lässt sich aber immer öfter blicken.

 

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An der Abzweigung gehe ich jetzt in Richtung Station 2000. Im Grunde führt dieser Weg zur Bergstation des Sessellifts, mit dem ich heute Morgen angekommen bin. Der Weg steigt kontinuierlich an, bis er an einer Skipiste ankommt. Anstatt weiter anzusteigen, gehe ich durch den Wald und treffe auf einen anderen Weg, der die Skipiste etwa 70 m unterhalb kreuzt.

Anstatt direkt zum Apartment zurückzugehen, beschließe ich die Wanderung noch etwas auszudehnen. Trotz der langen Wanderung, der vielen Höhenmeter und der dünnen Luft, fühle ich mich eigentlich noch frisch, ein wenig zu laufen.

Ich gehe auf dem Weg, der ohne größere Höhenunterschiede den Hang entlang führt, immer weiter nach Osten. Der Weg kreuzt den Sessellift Bergerie. Hier befindet sich eine Kreuzung. Ich laufe auf einem etwas versteckten Weg weiter, der relativ eben führt und mich schließlich zur Schotterpiste führt, über die die Baumaschinen und das Baumaterial zu den Baustellen am Berg gekarrt wird. Ich gehe weiter bis ich am Lac de Hermes ankomme.

 

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Vom Lac des Hermes gehe ich dann auf einem gemütlichen Pfad nach Tournoux. Der Weg führt auf einem sehr schönen und aussichtsreichen Wiesenpfad bis zur Hütte. Die Zeitangaben auf den Wegweisern sind allerdings etwas pessimistisch. Dort steht, dass man in 40 Minuten vom Lac des Hermes bis nach Tournoux braucht. In Wirklichkeit benötigt man bei normaler Gehweise maximal die Hälfte der Zeit. Über die Forststraße wandere ich weiter bergab. In einer Haarnadel zweige ich links ab auf einen Weg, der mich wieder zur Station zurückführt.

 

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Nachdem ich über 6 Stunden gelaufen bin, komme ich gegen 16:45 wieder zu Hause an. Eigentlich fühle ich mich trotz der langen Wanderung noch relativ frisch. Wahrscheinlich zeigt das Fitnessprogramm, das ich seit dem letzten Urlaub Ende Juni während des Monats Juli durchgezogen habe, erste Früchte. Immerhin habe ich 42 Runden Vitaparcours (à 2,5 km) absolviert und ca. 5000 Kalorien mit dem Active Personal Trainer auf der WII abtrainiert.

Am Nachmittag möchte ich noch ein paar Runden rodeln. Ich bin zwar später dran als sonst, aber es sollte trotzdem noch für einige Abfahrten reichen. Eine halbe Stunde zuvor war noch strahlender Sonnenschein, jetzt ist es ganz schön dunkel geworden. Es sieht fast so aus als könnte es bald regnen.

 

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Als ich dann endlich mit dem Sessellift auf dem Weg nach oben bin, fängt es auf der Hälfte der Strecke an zu tröpfeln. Während ich oben warten muss, bis neue Rodel ankommen, setzt leichter Regen ein und das ist auch schon das Ende der Rodelpartie. Es werden jetzt auch keine neuen Fahrgäste mehr nach oben transportiert. Die Rodler, die noch oben stehen, dürfen noch abfahren. Die Fahrt ist allerdings nicht ganz ungefährlich. Obwohl die Bahn noch nicht besonders feucht ist, entwickelt sich das Bremsen zur Glückssache. An einigen Stellen der Bahn besonders auf den Geraden fühlt sich das Bremsen an, wie wenn man auf Schmierseife fährt, in den Kurven hingegen ist eher noch Grip vorhanden. Eine vorsichtige Fahrweise ist demnach angesagt.

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