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20. Februar 2012 1 20 /02 /Februar /2012 19:53

Höhenunterschied: 685 m

Höchster Punkt: 2289 m

Dauer: 4 h 30 (einschließlich der Pause)

Orientierung: problemlos; überall markiert

Karte: IGN 3535 OT: Névache, Mont Thabor

Schwierigkeit: großer Höhenunterschied, sonst aber eine einfache Wanderung.

 

Die Sonne scheint, es sind zwar einige Wolken aufgezogen, trotzdem ist das Wetter heute Morgen ausgezeichnet. Ich fahre nach Névache, um zum Lac Chavillon zu wandern. Im Wanderführer 30 balades en famille autour de Briancon ist diese Wanderung unter den Top 10 der bevorzugten Wanderungen des Autors die erste. Ich kann also eigentlich nichts falsch machen.

Um 9:00 fahre ich von Puy St. Vincent 1600 ab. Über die D 4 und ab Prelles über die N 94 fahre ich nach Briancon. Der Weg über die D4 ist eine kleine Abkürzung im Vergleich zum Hinweg vom Vortag über l’Argentière-la-Bessée. Von dort fahre ich weiter auf der N 94 in Richtung Montgenèvre. In la Vachette biege ich dann links auf die D 994 G ein und fahre dann nach Richtung Névache. Im Ort Val des Près geht es durch eine enge Ortsdurchfahrt. Hier ist es so eng, dass nur ein Fahrzeug durchkommt. Aus diesem Grund wird der Verkehr wie auf eine Baustelle mit Ampeln und abwechselndem Eine-Richtungs-Verkehr gesteuert. Am Ortseingang von Névache geht es nach rechts auf einer schmalen Straße durch die Ortschaft Sallé, wo ich am Parkplatz des Skilifts meinen Wagen abstelle.

 

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Der Ausgangsort der Wanderung


Ich gehe bergan auf einer Schotterstraße, die zu einem Parkplatz führt. Die Straße führt weiter zu einem Forsthaus.

 

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Dort verlasse ich den Forstweg und gehe auf einem Wanderweg in Richtung Col des Thures in Serpentinen bergan. Der Weg trifft wieder auf den Forstweg und steigt weiter kontinuierlich an. Unterwegs komme ich an einem Felsenmonolith der „Demoiselle“ vorbei.

 

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Nachdem ich kontinuierlich in Kehren bergan gestiegen bin, erreiche ich jetzt eine Hochebene. Nach rechts führt ein Weg in Richtung l’Aiguille Rouge. Einige Wanderer verweilen dort und genießen die Aussicht. Die Bewölkung hat etwas zugenommen, so dass es teilweise schattig ist. Eine Wandergruppe hat einen Esel dabei, der schwer beladen ist.

 

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Chalet des Thures


Auf der Hochebene geht es ziemlich gemütlich bergan. Nach kurzer Wegstrecke kommt das Chalet des Thures. Über das Vallon des Thures geht es schließlich auf dieser Hochebene weiter zum Col de Thures. Ein Jogger dreht hier seine Runden, er begegnet mir insgesamt dreimal, er absolviert hier sein Höhentraining.

 

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Mont Thabor


Der Lac Chavillon liegt direkt hinter dem Col de Thures. Ich mache dort etwa eine halbe Stunde Mittagspause. Ferner nutze ich die Gelegenheit mein verschwitztes Hemd trocknen zu lassen. Die Aussicht ist überwältigend. In der Ferne steht der Mont Thabor. Zur Rechten stehen die Heiligen Drei Könige: Gaspard, Melchior und Balthazar. Am See verrenken sich die Libellen in den scheinbar unnatürlichsten Positionen, um sich zu paaren. Am Col de Thures sind sogar Montainbiker unterwegs.

 

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Die heiligen drei Könige


Nachdem ich meine Mittagspause gemacht habe, beschließe ich zum Lac de Bellety aufzusteigen, der etwa 100 Höhenmeter über dem Lac Chavillon liegt. Die Aussicht von hier rundet das bisher gesehene ab. Um Weg zu sparen, laufe ich Querfeldein in Richtung Chalet des Thures wieder zurück.

 

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Auch ein (Berg-) Rücken kann entzücken


Als ich zum Chalet des Thures zurückkomme, sehe ich zwischen dem Chalet und der kleinen Wasserstelle etwas aus dem Gras herausragen. Als ich näher komme erkenne ich schließlich ein Murmeltier, das sich in diesem Augenblick auch schon in seinen Bau verkriecht. Mitten auf dem Wanderweg befindet sich ein Murmeltierbau. Das Tier hat wohl gerade einmal Ausschau gehalten.

Auf dem Rückweg nehme ich eine Variante, die mich zum Forsthaus zurückführen soll. Zum Teil führt der Weg durch ein ausgetrocknetes Flussbett. Nach rechts zweigt ein anderer Weg nach Névache ab, dem ich folge. Der Weg führt anfänglich durch den Wald und trifft anschließend  auf einen anderen Weg, der mich zurück zum Parkplatz am Skilift führt. Der Pfad führt durch Grasland in dem tausende von Insekten, Grillen etc. einen gigantischen Lärm veranstalten. Am Auto angekommen, fahre ich wieder auf demselben Weg nach Puy-St-Vincent 1600 zurück.

Als ich um 15:30 nach Hause komme, esse ich und mache eine Pause. Eigentlich würde ich noch gerne die Seilbahn Bergerie benützen und damit bergan fahren und wieder hinuntersteigen. Ich bin leider etwas zu spät dran, da die letzte Fahrt schon um 16:30 geht, was ich leider nicht mehr schaffen kann.

Kurz vor 18 Uhr mache ich noch einen kleinen Rundgang. Zuerst gehe ich zur Station und kaufe mir eine Carte Multiactivités. Mit der Karte kann man verschiedene Aktivitäten der Station benutzen, unter anderem die Sessellifte und die Sommerrodelbahn. Es gibt Karten mit unterschiedlichen Guthaben zu erwerben. Die kleinste Karte für 40 € hat 84 Punkte, da ein Punkt 0,50 € wert ist gibt es also 4 Punkte geschenkt. Mit der Punktekarte sind die Aktivitäten etwas billiger als normalerweise. Eine Fahrt mit der Bergbahn Bergerie kostet 10 Punkte (also 5 €), eine Fahrt mit der Rodelbahn wird für 6 Punkte (also 3 €) geboten. Wenn die Karte leer ist kann man sie entweder aufladen oder unter Umständen eine neue kaufen.

 

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Gute Aussichten in Puy St.Vincent


An der Sommerrodelbahn ist noch Betrieb. Ich gehe aber am Luge d’été vorbei und ein Stück weiter unter einem anderen Sessellift durch. Danach gehe ich den Berg hinauf und komme an einer Forststraße an. Etwas weiter entlang der Forststraße erreiche ich einen Abenteuerpark im Wald, den Fôret Sensations. Im Wald ist hier ein Parcours aufgebaut, auf dem man sich über Seilbahnen, balancierend etc. fortbewegen kann. Über der kleinen Ebene ist ein Seil aufgehängt auf dem von Zeit  zu Zeit ein Mutiger oberhalb der Wiese dahingleitet. Neben dem Fôret Sensations befindet sich gleich die Endstation der Seilbahn des Près, die um diese Uhrzeit allerdings nicht mehr in Betrieb ist. Beim Rückweg komme ich am Endpunkt eines anderen Sessellifts an. Hier ist der Startpunkt der Sommerrodelbahn, die allerdings nur bis 18:20 in Betrieb ist und jetzt ihren Betrieb schon eingestellt hat. Ich gehe ein Stück entlang der Sommerrodelbahn bergab und laufe dann wieder nach Hause.

 

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