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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 21:04

Höhenunterschied: 100 m

Höchster Punkt: 628 m

Dauer: 2 h.

Orientierung: einfach, in der Schlucht gibt es keinen anderen Weg

Karte: IGN 3442 OT: Gorges du Verdon

Schwierigkeit: einfach, dunkle Tunnel, Taschenlampe erforderlich

 

Heute war ein ereignisreicher Tag. Laut Wetterbericht sollte es morgens schön sein, gegen Nachmittag gab es ein gewisses Gewitterrisiko. Ich bin deshalb früh aufgestanden und auch schon früh abgefahren. Um 7 h 50 war ich bereits auf dem Weg in die Gorges du Verdon.

Auf einmal ist der rechte, hintere Reifen geplatzt. Nachdem ich gemerkt habe, was passiert ist, habe ich erst einmal 2 km fahren müssen, um überhaupt einen Platz zum Anhalten zu finden. Das Wechseln des völlig zerfetzten Reifens gestaltet sich nicht besonders kompliziert, nimmt aber Zeit in Anspruch. Der Schaden hält sich im Grunde in Grenzen da der Reifen sowieso schon 55000 km gelaufen ist. Die Zeit zum Auswechseln war sowieso gekommen. Es kommen einem aber ständig irgendwelche Gedanken in den Kopf: Soll ich nach Digne-les-Bains fahren und mir neue Reifen kaufen? Passt der Reifendruck im Ersatzrad? Was ist mit den anderen Reifen, die ja auch schon  ihre besten Tage hinter sich haben? Ich höre auf alle Geräusche des Wagens viel aufmerksamer und höre sprichwörtlich die Flöhe husten.

Als ich die Panne behoben habe, fahre ich über La Palud-sur-Verdon weiter zum Parking der Maireste, schließlich will ich mir von einer Panne nicht die gute Laune verderben lassen. Von dort gehe ich erstmal zum dortigen Aussichtspunkt.

 

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Die Schlucht

 

Anschließend wandere ich auf dem Sentier du Bastidon etwa 45 Minuten oberhalb des Verdons entlang und gehe dann anschließend denselben Weg zurück. Der Weg ist recht schön, entspricht aber trotzdem nicht meinen Wünschen. Ich würde gerne näher am Fluss laufen. Die Aussicht auf die Verdonschlucht von oben habe ich schon hundertmal gesehen. Ursprünglich wollte ich den Sentier du pêcheur laufen. Allerdings habe ich den Eingang nicht gefunden und bin deshalb in irgendwelchen Schluchten herum geklettert. Als ich dann wieder vom Sentier de Bastidon am Parkplatz zurück bin, sehe ich schließlich ein Hinweisschild nachdem der Sentier du pêcheur erst nach 800 m entlang der Straße Richtung Moustiers-Sainte-Marie anfängt. Schon blöd, wenn man blind ist ...

 

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In der Pampa

 

Auf der Rückfahrt halte ich am Pointe Sublime. Eigentlich möchte ich gerne einen Teil des Sentier Martel machen. Es gibt zwar viele Wege auf denen eine Aussicht auf den Verdon besteht, aber nur wenige, die den Verdon nicht nur von der Höhe sehen, sondern aus der Nähe. Der Sentier Martel dürfte hierbei der spektakulärste sein.

Vom Pointe Sublime genieße ich den Ausblick auf die Verdonschlucht und entschließe mich aber nicht von hier loszugehen, sondern über die D 23 B an den darunter liegenden Parkplatz zu fahren, nachdem ich von oben die Lage gecheckt habe. Dort unten fließt direkt der Verdon mit seinem grünen Wasser. Am Ende der D 23 B ist ein Wendeplatz. Ich wende und fahre zurück um an der Straße wie die andern Autos zu parken. Ich laufe zum Wendeplatz, wo der Einstieg in den Sentier Martel ist. Unterwegs begegne ich einem Hund, der auf der Straße im Schatten unter einem Auto liegt. Dem Hund ist es wohl heute zu heiß, um Unternehmungen zu machen. Er ist ziemlich zahm und offensichtlich ist es dermaßen brav, dass sein Herrchen ihn hier zurücklassen konnte, ohne sich Sorgen machen zu müssen. Der Hund ist auch bestens versorgt: Am Nachbarauto steht ein voller Fressnapf.

 

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Ein Hundewetter!


Vom Endpunkt der Straße geht es auf dem GR 49 über Treppen und eine Brücke zum Fluss hinab. Nach kurzer Wanderung komme ich zum ersten Tunnel. Für die Wanderung ist eine Taschenlampe erforderlich. Der Grund ist dabei nicht nur die Orientierung. Natürlich sind die Tunnel dunkel und bei den gebogenen Tunnel dringt kein Licht von der Gegenseite herein. Aber ein weiterer Grund, weshalb eine Taschenlampe erforderlich ist, sind die vielen Pfützen.

 

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Ganz schön schattig

 

Teilweise dehnt sich das Wasser über die gesamte Breite des Tunnels aus, so dass es teilweise nicht sehr einfach ist trockenen Fußes durch die Tunnel zu kommen. Möglicherweise hat der Regen der Vortage die Pfützenbildung begünstigt. Es kann von Vorteil sein, an Tagen zu gehen, bei denen es vorher nicht geregnet hat. Möglicherweise hilft das trotzdem nicht, wenn das Wasser Grundwasser ist. Außerdem besteht meist gar keine Möglichkeit so lange zu warten.

Ich habe es zwar geschafft halbwegs trocken durch die Tunnels zu kommen, aber eine andere Strategie könnte es sein mit Wandersandalen durch die Tunnel zu laufen. Dort fließt zwar das Wasser rein, aber ebenso schnell auch wieder heraus. Ich selbst bin mit mittelhohen Wanderschuhen gelaufen, die halbwegs dicht waren, obwohl ich mehrere Male mitten in eine Pfütze eingetaucht bin. Lediglich die Hosenbeine sind unten feucht geworden, aber nachher schnell an der Sonne wieder abgetrocknet.


Für die Tunnelpartien verwende ich eine Taschenlampe, die ich erst die Woche davor bei Lidl erstanden haben, ich habe eine solches Modell bei Decathlon ebenfalls gesehen. Die Taschenlampe ist ziemlich kompakt (7 cm * 4 cm * 4 cm) und besitzt eine Kurbel. Durch das Kurbeln wird der Akku der Lampe aufgeladen. Mit Hilfe der 3 LEDs der Lampe kann ich zwar nicht den Tunnel taghell ausleuchten, um aber den Pfützen auszuweichen ist das Gerät vollkommen ausreichend.

Die Stimmung in den Tunneln erinnert mich an ein Buch, dass ich gerade die Woche vor dem Urlaub ausgelesen hatte: Metro 2033. Wer wissen möchte, was Dunkelheit ist, ist auf der Wanderung genau richtig.

 

Exkurs: Metro 2033 ist ein Bestsellerroman von Dimitry Gluhkovsky und spielt in der Moskauer U-Bahn. In die Metro haben sich die letzten Überlebenden des letzten Weltkriegs zurückgezogen, der die Welt zerstört und die Oberfläche verstrahlt hat. Artjom, der Held der Geschichte bekommt eines Tages von einem Bekannten seines Stiefvaters den Auftrag die Bedrohung von den „Schwarzen“ abzuwenden, indem er zur „Polis“ geht um dort Hilfe zu erhalten. Die „Schwarzen“ sind aus Sicht der Bewohner der U-Bahn eine Bedrohung von der Oberfläche, die durch ein von Artjom offen gelassenes Tor in die U-Bahn einströmen und die es zu bekämpfen gilt. Artjom macht um Zuge seiner Mission eine recht abenteuerliche Reise. Am Ende der Geschichte stellt er jedoch fest, dass die „Schwarzen“ nicht die Bedrohung, sondern die Rettung gewesen wären, da es menschliche Mutanten sind, die durch ihre Mutationen in der Lage sind an der Oberfläche zu leben. Im Augenblick dieser Erkenntnis muss er mit ansehen, wie die „Schwarzen“ durch einen von ihm mitiniziierten Raketenangriff vernichtet werden.

 

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Die Verdon-Schlucht von unten


Nachdem die Tunnel vorbei sind, gehe ich weiter auf dem Sentier Martel am Verdon entlang. Eine Stunde vom Ausgangspunkt entfernt kehre ich wieder um. Diese mal strenge ich mich auf dem Weg durch die Tunnel besonders an. Mit der Taschenlampe leuchte ich genau den Boden und die Pfützen ab, um den besten Weg zu finden. Bei den Pfützen, welche die komplette Tunnelbreite abdecken, gehe ich auf Felsstücken, die jemand in die Pfützen geworfen hat und stütze mich an der Tunnelwand ab. Durch diese Technik und durch die Erfahrungen aus dem Hinweg komme ich heil durch die Tunnel.

 

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So sehen die Tunnel mit Licht aus


Als ich wieder zum Auto zurückgehe, liegt der Hund immer noch da, er hat sich aber jetzt mitten auf die Fahrbahn in die Sonne gelegt. Ein faules Leben! Er hebt müde seinen Kopf als ich vorbeigehe und ein Foto mache, und schläft dann weiter. Hoffentlich überfährt ihn niemand.

 

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Als ich wieder zurück nach Castellane fahre, wollen ein paar Anhalter mitgenommen werden. Die Wanderung in der Verdon-Schlucht ist eigentlich als Wanderung vom Chalet de la Maline zu dem Parkplatz vorgesehen. Die Wanderer müssen also wieder zum Chalet de la Maline zurückkommen. Da ich aber in die entgegengesetzte Richtung fahre, kann ich sie leider nicht mitnehmen.

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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 21:04

Am Morgen hängen schon dichte Wolken am Himmel. Es sieht leider nicht sehr gut aus. Gegen 10 h kommt es tatsächlich zum Regnen. Zwischenzeitlich scheint wieder die Sonne und der blaue Himmel ist zu sehen. Gegen Mittag verdunkelt es sich allerdings wieder und es fängt wieder an zu regnen. Ich lege deshalb heute einen Ruhetag ein.

Der Ruhetag eignet sich gut zum Wäschewaschen. Ich bin dabei mir eine Strategie zu erarbeiten, wie ich unterwegs möglichst wenig Wäsche brauche. Weniger Wäsche bedeutet weniger zu packen und auch einfacher Umzug von einem Campingplatz zum nächstes. Weniger Wäsche bedeutet weniger Platzbedarf im Auto und im Mobilhome. Generell ist deshalb mein Bestreben, möglichst wenig mitzunehmen. Oftmals gibt es Sachen, die ich den ganzen Urlaub nicht benutzt habe. Das lässt sich leider manchmal nicht vermeiden. Wenn ich im Urlaub Wäsche wasche, dann kann ich doch zumindest die Zahl der Wäschestücke reduzieren, die ich mitnehmen muss. Der Einspareffekt ist natürlich bei einer einwöchigen Reise minimal. Bei einer zweiwöchigen Reise macht es sich aber schon bemerkbar. Ich habe zwar genug zum Anziehen dabei, möchte aber trotzdem testen, wie das Waschen unterwegs klappt. Grundsätzlich funktioniert das schon. Es ist allerdings zu beachten, dass die Trockenkapazität je nach Lokalität eingeschränkt ist, sofern es sich aber immer nur um ein paar Kleidungsstücke handelt, ist das aber problemlos. Ich denke es ist möglich mit maximal 4 Kleidungsstücken pro Art auszukommen. Ein Hemd dient zum Wandern, ein Hemd ziehe ich im Mobilhome an, eines wird trocknet und ein weiteres dient als Reserve. Jedes Hemd verfolgt dabei einen Zyklus. Am Anfang dient es als Mobilhome-Hemd, dann als Wanderhemd, dann wird es gewaschen und ist dann erst einmal das Reservehemd.

Ich habe auch viel zu viele Bücher mitgenommen. Zum Lesen komme ich kaum. Neben den Wanderungen muss ich noch Kochen und gelegentlich Einkaufen. Danach mache ich mein Gehirn-Jogging auf der Nintendo DS gefolgt von ein oder zwei Sudoku. Ferner surfe ich im Internet und schreibe mein Reisetagebuch. Viel Zeit zum Lesen bleibt dann leider nicht mehr.

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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 20:57

Höchster Punkt: 1511 m

Dauer: 4 h 30 min.

Orientierung: einfach, beschildert, anfangs gelb-roter Markierung folgen, dann der gelbem und schließlich wieder der gelb roten Markierung

Karte: IGN 3441 OT: Barrême, Die Karte deckt die Wanderung nicht 100 % ig ab. Besser ist wahrscheinlich die Karte 3440 ET Digne-les-Bains, aber die Karte hatte ich nicht.

Schwierigkeit: lange Wanderung mit großen Höhenunterschied, ansonsten einfach.

 

Die Hinfahrt nach Entrages, dem heutigen Ausgangspunkt der Wanderung, gestaltet sich sehr abenteuerlich. Ich fahre zuerst von Castellane über die D 955 und die N 202 nach St.André-les-Alpes. Von dort geht in Richtung Digne-les-Bains über Barrême nach Chaudon-Norante. Dies ist zwar ein Umweg im Vergleich zur direkten Strecke, aber ich will etwas abwechseln, da ich bei der Rückfahrt bereits die direkte Strecke wähle.

In Chaudon-Norante zweigt die D 20 nach Digne-les-Bains ab. Auf der Straßenkarte ist die Straße als einspurig ausgewiesen. Manchmal hat das aber nichts zu bedeuten, dann heißt das einfach nur, dass die Straße etwas schmaler ist, vielfach kommen aber 2 Autos problemlos aneinander vorbei. Diese Strecke ist wirklich einspurig und leider ist sie auch nicht immer gut einzusehen, Ausweichstellen gibt es auch nicht viele. Bis zum Örtchen Chaudon kommt mir zum Glück  niemand entgegen. Ab dann wird die Straße wieder etwas breiter und deshalb komfortabler zu fahren. Schließlich geht es links auf die D 120 nach Entrages. Die Strecke ist ähnlich schmal wie die D 20 zu Beginn. Oben im Ort ist eine Baustelle mit einem Bagger und einem Lastwagen, wie die wohl die enge Straße hier hinaufgekommen sein mögen? Die Ortsdurchfahrt ist nämlich noch schmaler als die Zufahrtsstraße.

Endlich im Ort Entrages angekommen, geht es durch den Ort durch und hinter der Kirche befindet sich ein Parkplatz. Direkt neben dem Parkplatz ist eine Weide auf der gleich zwei Esel herankommen. Etwas weiter weg stehen noch zwei Pferde und ein schwarzes und ein braunes Alpaka auf derselben Weide. Auf einer benachbarten Weide steht etwas weiter weg eine Schafherde. Der Ort ist an einen kleinen Hügel angelehnt, vom Parkplatz sieht man schön auf die Häuser am Hügel.

 

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In guter Gesellschaft


Nach der relativ langen Fahrt von Castellane geht es um 10 h 50 endlich los. Zuerst geht es einen gelb-rot markierten Weg Richtung Westen und dann links den Berg hinauf. Der Wanderweg zieht sich langsam den Berg hinauf bis zum Pas d'Entrages. Dort geht es dann links auf dem gelb markierten Pfad nach St-Michel de Cousson. Es ist mittlerweile ziemlich heiß geworden und die Anstrengung vom Vortag steckt mir noch immer in den Beinen, so dass der Anstieg unerwartet anstrengend wird. Ich glaube ich muss im Sommer ein wenig für meine Fitness tun. Einige Runden auf dem Vitaparcours sollten es schon sein. Ferner nehme ich mir vor ein paar Berge mit einem Höhenunterschied von mindestens 1200 m in diesem Sommer zu besteigen. Die gegenüberliegende Seite des Genfer Sees und der Wallis bieten hier ein reichhaltiges Angebot.

 

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Kapelle St-Michel der Cousson


Schließlich erreiche ich die Kapelle St-Michel der Cousson. Sie steht auf einem Fels mitten über dem Abgrund. Von hier bietet sich eine herrliche Aussicht. Ich gehe auf dem Kamm weiter. Vom südlichen Gipfel des Cousson bietet sich ein schöner Panoramablick ins Tal, nach Digne-les-Bains und auf die umliegenden Berge.

 

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Innenansicht der Kapelle

 

Der Abstieg folgt einem Wäldchen, hier gibt es immer wieder schöne Ausblicke auf Digne-les-Bains. Schließlich kommt Hautes Bâties. Hier stehen ein verlassenes Haus und ein Brunnen. Von hier geht es wieder bergauf durch den Wald zum Pas d'Entrages zurück.

Von hier geht es auf dem bereits vom Aufstieg bekannten weg wieder zum Ausgangspunkt zurück. Beim Abstieg hat man einen schönen Ausblick auf den Ort. Die Esel sind immer noch da.

 

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Der Ausgangsort der Wanderung von oben


Zurück fahre ich wieder über die D 120 und die D 20 nach Digne-les-Bains. Es ist wohl zu empfehlen für diese Wanderung von Digne-les-Bains anzufahren, auch wenn die von mir gewählte Anfahrt über Chaudon letztendlich ganz reizvoll war. In Digne-les-Bains gehe ich bei Carrefour günstig tanken. In unmittelbarer Nähe gehe ich dann auch zum Aldi einkaufen (Noblesse oblige). Die Rückfahrt nach Castellane unternehme ich auf dem direkten Weg.

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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 20:54

Höhenunterschied: 630 m

Höchster Punkt: 1161 m

Dauer: 4 h 30 min.

Orientierung:

Karte: IGN 3442 OT: Gorges du Verdon

Schwierigkeit: lange Wanderung mit großem Höhenunterschied

 

 

Zum ersten Mal auf der Reise ist es so warm, dass ich zum Wandern keine Jacke benötige. Der Ausgangsort Trigance ist ein schmuckes Dorf, das an einem Bergrücken liegt. Oberhalb des Ortes liegt eine Burg. Bereits auf der Hinfahrt, konnte ich das schöne Dorf bewundern. Am Ortseingang befindet sich ein Parkplatz. Vom Parkplatz gehe ich durch den romantischen Ort.

 

Trigance

Der Ausgangsort der Wanderung: Trigance


Die Wanderung führt entlang einer Schotterpiste aussichtsreich den Berg hinauf. Direkt oberhalb des Ortes liegt ein kleine Burganlage.

 

 Chateau de Trigance

Château de Trigance


Die Schotterpiste geht ziemlich gegen Ende in einen Waldweg über, der anfangs flach wie ein Balkon oberhalb des Verdon liegt. Auf der anderen Seite am Berg ist der Ort Rougon zu erkennen. Ich folge dem gelb markierten Weg bis zu einer Schranke. Dort geht es zunächst auf dem weiß-rot markierten GR 49 bergabwärts. Als der GR 49 nach einigen hundert Metern nach rechts abbiegt, gehe ich geradeaus weiter in Richtung Bélvèdere de Rancoumas.

 

 

An der Bélvèdere de Rancoumas angekommen, bietet sich ein phantastischer Blick in die Verdonschlucht. Der Aussichtspunkt ist der Höhepunkt der Wanderung. Gegenüber ist eine senkrechte Felswand mit mehreren hundert Metern Höhe. Zwei Kletterer sind gerade dabei sie zu bezwingen. Oberhalb der Schlucht dreht ein Geier seine Kreise und ist auf der Suche nach totem Fleisch. In der Tiefe fließt der Verdon. Etwas erhöht vom Fluß ist tief unten im Tal der Sentier Martel zu erkennen.

 

2010-05-17 Gorges du Verdon a

2010-05-17 Gorges du Verdon b

Gorges du verdon

Die Schlucht


Für den Rückweg gehe ich erst den gleichen Weg bis zur Schranke und und folge dann rechts dem GR 49. Er führt zu der ziemlich abgeschiedenen Siedlung von Entreverges.

 

2010-05-17 Entreverges

Entreverges

 

Ich gehe links weiter auf dem GR 49 zurück Richtung Trigance. Fast am Ausgangspunkt zurück, genieße ich die Aussicht auf Trigance und schlendere noch ein bisschen durch das Dorf.


2010-05-17 Trigance 

Trigance-village

Im Dorf von Trigance


Wieder beim Wagen angekommen, fahre ich auf der D 90 in Richtung D 71 weiter und biege auf die D 71 nach links Richtung Comps-sur-Artuby ab. Nach ca. 3 km kommt rechts ein Parkplatz auf dem ich den Wagen abstelle. Ich gehe dann in Richtung Comps gesehen links eine Forststraße hinauf, bis ich zu einer Pylone komme. Dort ist der Siounet mit einer Höhe von etwa 1046 m und stellt einen schönen Aussichtspunkt dar. Ich gehe wieder zum Parkplatz zurück. Der kleine Abstecher dauert etwa eine halbe Stunde und hat etwa 60 m Höhenunterschied.

Ich fahre dann weiter nach Comps-sur-Artuby und über die D 21 nach Logis-du-Pin und hier über die N 85 / D 4085 wieder nach Castellane zurück.

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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 20:46

Höhenunterschied: 380 m

Höchster Punkt: 1642 m

Dauer: 3 h 30 min.

Orientierung: problemlos; überall gelb markiert; beschildert

Karte: IGN 3542 ET: Haut Estéron

Schwierigkeit: keine

 

Der Wetterbericht kündigt für diesen Morgen schönes Wetter an, am Nachmittag kann es wieder regnen. Im Grunde war der Wetterbericht die letzten drei Tage immer derselbe, und kurz nach 3 Uhr nachmittags hat es dann meist auch mehr oder weniger stark angefangen zu regnen. Es lohnt sich also mal wieder früh unterwegs zu sein.

Von Castellane nehme ich die D4085 (früher N85) Richtung Grasse bis nach Séranon. Von dort fahre ich über Caille nach Andon, wo ich zur Skistation von Audibergue hinauffahre. An der Skistation gibt es einen großen Parkplatz. Die Skistation liegt auf 1341 m Höhe, ich spare mir also eine Menge Höhenmeter im Gegensatz zum Anstieg von Andon und kann bereits jetzt die schöne Aussicht genießen. Das Wetter ist schön, auf der Hinfahrt sah es manchmal etwas bewölkt, zumindest dunstig aus, an der Station angekommen, ist das  Wetter jedoch perfekt.

 

Station de l'Audibergue

Ausgangspunkt an der Skistation


Um 9:30 laufe ich los. Ich laufe von der Skistation links den Hang entlang zum Kamm. Es führt hier zum Teil ein Weg, teilweise gehe ich auch Querfeld ein. Es ist hier kein ausgeschilderter Wanderweg, darum ist hier etwas Improvisation angesagt. Das Gelände ist offen, der Kamm ist gar nicht zu verfehlen. Während des Aufstiegs sehe ich zu meiner Linken die schneebedeckten Gipfel der Alpen. Beim Blick zurück sehe ich die Ausläufer von Andon und die Skistation.

 

2010-05-16 Station de l'Audibergue

2010-05-16 Station de l'Audibergue Andon


Auf dem Kamm angekommen, bietet sich eine phantastische Aussicht. War der Aufstieg schon mit schönen Ausblicken mit auf die hinter mir liegenden Berge belohnt, so bietet sich jetzt der Ausblick auf die Côte d'Azur. Vor mir liegt in ca. 30 km Entfernung Cannes, ein wenig zu meiner Rechten liegt St. Raphael. Das Esterel Gebirge sowie der Lac de St. Cassien sind klar zu erkennen. Ich laufe auf dem Grat weiter Richtung Westen, links das Panorama der Cote d'Azur, rechts die schneebedeckten Berge der Alpen.

 

Audibergue - Cannes

Der Aufstieg wird durch die Aussicht belohnt, die bis zu den Filmfestspielen nach Cannes reicht


Unten am Fuß der des steil nach Süden abfallenden Kamms liegt eine Bergerie, aber wo sind die Schafe? Knapp 200 Meter weiter sehe ich sie im Tal stehen, etwa 500 m weiter steht eine weitere Herde.

 

2010-05-16 Schafe

 

Wer nahe genug an den Abgrund herantritt, kann sie unten blöken hören. Am Kamm herrscht eifriges Vogelgezwitscher, aber von den Vögeln ist nichts zu sehen, wahrscheinlich verstecken sie sich in den wenigen Büschen und Bäumen, die hier auf dem Kamm stehen, der ansonsten ziemlich steinig und karg ist. Ich steige zur Audibergue auf, an der zwei Schlepplifte ankommen, und wandere dann weiter den Kamm entlang.

 

2010-05-16 Audibergue Fels 

Audibergue

Auf der Montagne de l'Audibergue


Kurz vor Beendigung der Kammwanderung komme ich zum Sessellift de la Moulière. Zu meinem Erstaunen ist er heute im Betrieb. Ich habe mich schon bewundert, wo die vielen Leute auf der Audibergue herkommen. Normalerweise bin ich gewohnt, dass die Sessellifte an den Skistationen im Sommer höchstens zur Hauptsaison im Juli und August in Betrieb sind. Wie ich später erfahren werde, ist der Lift im Mai, Juni und September am Wochenende von 10 h bis 18 h im Betrieb, im Juli und August sogar die ganze Woche.

Der Lift wird neben einigen Wanderern hauptsächlich von Montainbikern genutzt. Auf dem Berg sind hier einige Strecken ausgewiesen. Ferner geht es in einigen halsbrecherischen Abfahrten durch den Wald steil ins Tal bergab. Da das Wetter schön ist, sind heute viele dieser Radsportler unterwegs.

 

Telesiège Moulière

Ja, wir sind mit'm Radl da


Bevor es wieder ins Tal zurückgeht, lohnt es sich noch einmal die Aussicht zu genießen. Vor mir liegt in virtueller Verlängerung des Kamms die Montagne de Lachens, ein für die folgenden Tage geplantes Wanderziel. Der Berg ist anhand der dort aufgestellten Pylonen einfach zu erkennen. Die  table d'orientation erleichtert ebenfalls die Orientierung.

 

la Moulière

La Moulière

 

Man erkennt recht gut die Montagne de Cheiron, ein Berg, den ich bereits im letzten Jahr bestiegen habe. Es handelt sich ebenfalls um eine Wanderung, die um eine Skistation, nämlich die von Gréolieres-les-Neiges herumführt, allerdings etwas länger ist. In der Ferne ist der Cime de Diable zu erkennen, der noch unter Schnee liegt, und den ich bereits 2003 bestiegen habe. Oberhalb dieses Aussichtspunkts drehen ein paar Greifvögel ihre Kreise. Unten im Tal ist der kleine Weiler la Moulière mit einigen Chalets zu erkennen.

  

Exkurs: Montagne de Cheiron: Der Montagne de Cheiron ist ein Berg, der in der Nähe von Audibergue steht und gewisse Ähnlichkeiten mit der hier beschriebenen Wanderung hat. Er gehört zur Skistation von Gréolières-les-Neiges und bietet einen hervorragenden Ausblick auf die Côte d'Azur. Bereits im Jahre 2003, als ich 2 Wochen in Sospel gezeltet habe, wollte ich diesen Berg besteigen. Dabei ging leider alles schief. Zum einen war ich viel zu spät dran: die Anfahrt über das Hinterland von Nizza dauert doch ziemlich lange, zum anderen habe ich mich verlaufen. Im Juni 2009 habe ich den Berg endlich bezwungen und die Schmach war endgültig beseitigt.

 

Exkurs: Cime du Diable: Diesen Berg habe ich Jahr 2003 relativ spontan bestiegen. Ich hatte von diesem Berg bis dahin weder etwas gehört noch tauchte eine Wanderung dorthin in einem meiner wenigen Wanderführer auf. Vom Col de Turini aus führt eine touristische Straße auf einem Hochplateau im Kreis herum und ist ein Muss für alle Urlauber, die dort vorbeikommen. Als ich dann am Pointe de Trois Communes stand, habe ich den Berg entdeckt. Vom der Pointe de Trois Communes führte offensichtlich ein Wanderweg entlang eines Kamms geradeaus zu diesem Berg. Am nächsten Tag habe ich mir dann eine Karte von diesem Gebiet besorgt und habe dann den Teufelsberg erklommen.

 

Nachdem ich diesen Ausblick genossen habe, gehe ich wieder nach unten ins Tal. Parallel zur Seilbahn führt ein Weg zum Parkplatz am Fuße des Sessellifts. Unterwegs ist Vorsicht geboten, um nicht von einem Radler überfahren zu werden, die sich teilweise mit hoher Geschwindigkeit den Berg hinunter stürzen. Teilweise laufen die Abfahrten mitten durch den Wald und kreuzen den Gehweg, hier ist besondere Vorsicht geboten.

Im Tal angekommen, gehe ich über einen Waldweg zum Ausgangspunkt zurück, wo ich gegen 13 h  ankomme.

Für die Rückfahrt entscheide ich mich etwas anders zu fahren. Zuerst kehre ich wieder nach Andon zurück. Von dort geht es über die D 79 und die D 5 zur D2 unterhalb von Thorenc. Auf der D 5 gibt es in 1248 m Höhe noch einen schönen Aussichtspunkt auf die dort umliegenden Berge.

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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 20:40

Höhenunterschied: 420 m

Höchster Punkt: 1235 m

Dauer: 3 h

Orientierung: problemlos; überall gelb markiert

Karte: IGN 3542 OT: Castellane

Schwierigkeit: relativ einfache Wanderung.

 

Map - Le Pidanoux

Le Pidanoux - Map auf calculitineraires.fr

 

Laut Wetterbericht soll es morgens schön sein, am Nachmittag sind allerdings Regenschauer angekündigt. Ich bin deshalb möglichst früh aufgestanden, um vom schönen Morgenwetter profitieren zu können.

Tatsächlich ist das Wetter an diesem Morgen sehr gut. Oben am Berg hängen zwar vereinzelt ein paar Dunstwolken, ansonsten ist das Wetter aber perfekt. Es ist jedoch noch relativ kühl um diese Uhrzeit.

Ich fahre über die D 955 am Ufer des Lac de Castillon nach St-Julien-du-Verdon. Im Ort ist links ein Parkplatz vor dem Hotel de Pidanoux. Gegenüber dem Parkplatz auf der anderen Seite der N 202 höre ich Schafsgeblöke aus einer Scheune kommen. Schafe kann ich aber leider keine sehen.

 

Pidanoux 

Le Pidanoux


Um 9 h gehe ich los. Der erste Teil des Weges geht entlang der N 202 in Richtung St-André-les-Alpes. Dieser Teil der Wanderung ist nicht besonders interessant, aber zum Glück auch nicht besonders lange. Es ist wahrscheinlich möglich in diesem Teil der Strecke über den Ort zu gehen, um den direkten Weg an der Hauptstraße zu meiden. In einer Linksbiegung der N 202 laufe ich geradeaus in eine kleine Straße hinein. Hier ist auch ein Wegweiser zum Pidanoux und die gelbe Markierung, der ich die ganze Wanderung folge. Die Straße geht schließlich in einen Weg über, der kontinuierlich bergan steigt. Oben angekommen macht er eine 180° Kehre in Richtung Barre de Pidanoux.

 

Lac de Castillon

Blick in Richtung St-André-les-Alpes


Auf dem Kamm oben angekommen, bietet sich eine schöne Aussicht in alle Richtungen. Die wenigen Dunstwolken, die vorher am Kamm hingen, haben sich jetzt endgültig verzogen. Ich sehe auf den Lac de Castillon, den Ort St-André-les-Alpes und auf die umliegenden Berge. Im weiteren Verlauf des Kamms taucht dann unten St-Julien-du-Verdon auf, in der Ferne ist das kleine Bergdorf Blaron zu erkennen. Überall auf dem Kammweg duftet es nach Kräutern.

 

 St-Julien-du-Verdon

Blick von oben auf St-Julien-du-Verdon 


Wer macht denn so einen Krach? Ich nähere mich der Felsklippe und sehe im Tal gegenüber dem Parkplatz eine Schafherde. Es handelt sich wohl um die Schafe, die morgens noch ungeduldig in der Scheune geblökt haben und jetzt endlich an die frische Luft gekommen sind.

 

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Am Ende des Kamms angekommen, setze ich die Wanderung auf einer Schotterpiste fort, die mich wieder ins Tal führt. Obwohl es am Vortag heftige Schauer gegeben hat ist der Weg weitgehend trocken, lediglich beim Abstieg haben sich einige Pfützen angesammelt, die ich aber problemlos umgehe. Nach einer Spitzkehre folgt der Weg einem Bach, der lustig vor sich hin plätschert. Von links schießen gelegentlich weitere Bäche den Berg hinunter.

Der letzte Abschnitt geht leider an der N202 entlang. Unterwegs bietet sich links Einblicke in eine Schlucht, rechts gibt es einen Wasserfall, ansonsten ist die Wanderung an der Straße wenig erquickend.

 

2010-05-15 a


Kurz bevor ich den Ausgangspunkt erreiche, treibt der Schäfer seine Schafherde in Richtung See über die Hauptstraße, es ist ein Teil der Schafe, die ich von oben auf der Weide gesehen habe.

 

2010-05-15 Schafe

 

Der Rest der Schafe steht noch auf der Weide neben der Scheune. Der Schäfer ist alleine, nur sein Hund begleitet ihn. Zu zweit haben Sie Mühe die Schafherde voranzutreiben, die sich lieber in eine Seitenstraße verteilt. Außerdem blockiert die Schafherde die ganze D 955 in Richtung Castellane. Wohin genau die Schafe getrieben werden, habe ich leider nicht herausgefunden.

 

St-Julien-du-Verdon2

Zurück im Ort


Zurück am Wagen sehe ich den Rest der Schafe, die morgens schon geblökt haben. Von unten sehe ich noch einmal schön die Barre de Pidanoux. Ich fahre dann über die D 955 nach Castellane zurück. Von der Schafherde ist leider nichts mehr zu sehen.

Wieder am Campingplatz angekommen, scheint immer noch die Sonne, innerhalb einer Stunde verdunkelt sich das Wetter aber zusehends bis irgendwann am Nachmittag der obligatorische Schauer losbricht.

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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 20:18

Höhenunterschied: 450 m

Höchster Punkt: 1600 m

Dauer: 3 h 30 min.

Orientierung: problemlos; überall gelb markiert; beschildert

Karte: IGN 3542 OT: Castellane

Schwierigkeit: Am Anstieg zu den Cadières de Brandis gibt es einige delikate Passagen über Felsen.

 

Map - Cadières de Brandis

Cadières de Brandis - Map auf calculitineraires.fr


Heute musste ich früh aufstehen. Eigentlich sah die Wetterprognose für heute und morgen nur Regen vor. Mittlerweile haben sich die Prognosen geändert, so dass morgens noch mit schönem Wetter zu rechnen ist. Ich fahre deshalb morgens über die N 85 etwa 10 km zum Col de Lèques und wandere schon um 9 Uhr los. Das Wetter ist zu diesem Zeitpunkt noch ganz gut. Am Col des Lèques gibt es hinter einer Imbissbude und der Einfahrt zum Campingplatz einen Parkplatz. Die Strasse am Col ist auch ziemlich breit, so dass bei vollem Parkplatz das Auto auch dort abgestellt werden könnte.

Der Weg läuft die ersten 10 Minuten recht gemächlich auf einer breiten Schotterstraße bis ich bei einer Weggabelung ankomme. Beide Wege sind gelb markiert. Die linke Schotterpiste ist der Weg auf dem im beim Abstieg herunterkommen werde. Ich nehme den rechten Weg der in Richtung Taulanne ausgeschildert ist.

 

Cadières de Brandis

Der Berg ruft ...

 

Nach weiteren 20 Minuten zweigt rechts der Weg nach Taulanne ab, während ich links dem gelb markierten Pfad folge, der den Berg hinauf führt.

 

Taulanne

Schöne Aussicht beim Anstieg durch den Wald, die Häuser gehören zum Weiler Taulanne

 

Der Weg wird immer steiler und schließlich wird ein felsiger Abschnitt erreicht, wo teilweise die Zuhilfenahme der Hände erforderlich ist. Unter einem Felsbogen hindurch geht es dann weiter über Felsen den Berg hinauf.

 

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Enger Felsspalt

Jetzt wird's eng

 

Ein letzter Fetzen Schnee liegt in einer schattigen Ecke. Ich erreiche ein Plateau auf dem ich der gelben Markierung nach links folge. Der Weg unterhalb der Tête de la Pierre de la Sapée verläuft jetzt flacher und es duftet nach allem möglichen Kräutern. Nach etwa 20 Minuten Marsch auf diesem Hochplateau geht es schließlich wieder bergab. Zur rechten sind die Cadières de Brandis zu erkennen, recht interessante Felsmonolithe. Ferner besteht hier eine schöne Aussicht auf die Verdonschlucht.

 

2010-05-14 a

2010-05-14 Gorges du Verdon

 

Der Hang ist hier kahl und ich gehe hinab zu einem Sendemasten. Der Weg führt weiter über eine Forststrasse zur Crête de la Colle Bernaîche.

 

Crête de Colle Bernaiche

Der Ausläufer des Bergrückens ab den Pylonen ist der Crête de la Colle Bernaîche

 

Am Crête de la Colle Bernaîche geht der Wanderweg auf einer Schotterpiste eigentlich links weiter. Trotzdem empfiehlt es sich geradeaus weiter zugehen zum Châlon. Die Orientierung ist nicht immer ganz einfach, im Grunde gehe ich gerade aus bis der Weg zu Ende ist. Am Aussichtspunkt angekommen, bin ich von einer Kräuterduftwolke eingenebelt. Die Brotzeit, die ich dort zu mir nehme wird vom Duft des Thymian gewürzt. Im Tal sehe ich auf Castellane mit dem Roc de Notre- Dame hinunter.

 

Castellane

Castellane von oben


Ich gehe wieder zum Crête de la Colle Bernaîche zurück, wo ich dann auf der Forststraße bergab gehe.

Auf dem Rückweg kurz vor dem Ziel fühle ich Regentropfen, das Wetter bleibt aber stabil. Einen Ausflug zu den Fossiles des maniferes marins (ca. 150 m Höhenunterschied, 45 min.), der am Parkplatz vorgeschlagen wird, mache ich trotzdem nicht mehr. Zurück am Auto fahre ich dann wieder zum Campingplatz. Der Supermarkt in Castellane hat um diese Zeit leider Mittagspause. Der Laden macht um 3 Uhr nachmittags wieder auf. Als ich kurz nach 3 Uhr dann zum Einkaufen fahre, fängt auch prompt das angekündigte Unwetter an.

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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 20:17

Um Maut zu sparen fahre ich größtenteils über Landstraße. Um 10 vor neun geht es bei mir zu Hause los. Von Genf fahre ich über die D 992 nach Frangy und von dort über die D 910 und die N 201 über Rumilly und Aix-les-Bains nach Chambéry. In Chambéry fängt die Autobahn Richtung Grenoble an. Ich fahre die letzte freie Ausfahrt raus (Nr. 20) und von dort über die D 201 nach Les Marches, wo ich auf die N 90 stoße. Dort geht es immer geradeaus bis nach St. Izmir, wo ich wieder auf die Autobahn wechsele. Ab hier ist die Autobahn einschließlich der Umgehung von Grenoble wieder kostenlos. Über die Südumgehung von Grenoble folge ich der Strecke in Richtung Sisteron. Südlich von Grenoble verlasse ich die Autobahn wieder bevor sie mautpflichtig wird und wechsele auf die N 75. Am Ortsausgang von Laragne-Monteglin fahre ich zum Intermarché um dort günstig zu tanken. Der Supermarkt liegt direkt an der Straße ist also nicht zu verfehlen. Ich bin heute schon 320 km gefahren. Der größte Teil der Strecke ist erledigt. Der Intermarché hätte heute (Christi Himmelfahrt) bis 14 h geöffnet gehabt. Als ich dort ankomme, wird der Supermarkt gerade geschlossen.

Um nicht durch Sisteron durchfahren zu müssen, schlägt das Navi eine Fahrt auf der D 4 über Volonne vor. Früher habe ich entweder die Autobahn benutzt oder bin durch Sisteron gefahren. Die Strecke über Volonne ist für PKW Fahrer eine interessante Alternative. Die Straße ist allerdings manchmal recht eng und deshalb nicht unbedingt für Wohnwagenfahrer geeignet. Das Wetter ist sehr wechselhaft. Während in Sisteron noch die Sonne scheint, setzt auf der Strecke nach Volonne starker Regen ein. Anschließend fahre ich über die N 85 weiter zum Camping International in Castellane.

Ich habe mir am Camping International in Castellane über Homair ein Mobilhome gemietet. Das war der einzige Ort an dem ich ein Mobilhome von Christi Himmelfahrt bis zum Pfingstmontag mieten konnte. Es ist zwar noch die Nebensaison, trotzdem werden an Pfingsten viele Mobilhomes nur wochenweise vermietet. Die Franzosen haben diese Zeit mittlerweile für sich als Urlaubszeit entdeckt und an manchen Orten an der Côte d'Azur ist dann fast so viel los wie in der Hauptsaison. 

Mein Mobilhome kostet außerdem nur 350 € für 11 Tage, hat eine schöne Terrasse und einen schönen Ausblick auf den Berg Destourbes. Am Campingplatz gibt es ein gratis WLAN-Netz. Die Steckdosen im Wohnzimmer sind leider etwas idiotisch angeordnet. Unmittelbar in der Nähe des Campingplatzes findet sich ein Casino Supermarkt. In der Nebensaison hat er um die Mittagszeit zwischen 12 h 30 und 15 h geschlossen.

 

Camping - restaurant

Restaurant auf dem Campingplatz


Der Wetterbericht verheißt nichts Gutes: am Freitag und Samstag soll es regnen. Nachts wird es ziemlich kalt. Dieser Mai, obwohl noch lange nicht zu Ende hat schon jetzt den Ruf der kälteste Mai der letzten Jahre zu sein. Im Augenblick wird er diesem Ruf voll gerecht. Das Mobilhome ist nicht besonders gut isoliert. Morgens früh hat es 7° C. Zum Glück gibt es eine Heizung.

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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 18:29

Jeder kauft natürlich da ein wo es ihm Spaß macht, ich wollte trotzdem meinen Senf dazu geben. Als passionierter Aldi-Einkäufer bin ich natürlich etwas vorbelastet.

 

Decathlon

Wenn ich in Frankreich unterwegs bin fahre ich meist bei der Hinfahrt oder der Rückfahrt oder manchmal sogar bei Hin-und Rückfahrt bei Decathlon vorbei. In Gresy-sur Aix (bei Aix-les-Bains) liegt einer direkt an der Autobahnausfahrt. In Grenoble gibt es einen, der auch nicht weit von der Autobahn entfernt ist. In Digne-les-Bains gibt es ebenfalls einen Decathlon in günstiger Lage.

Decathlon muss das beliebteste Sportgeschäft in Frankreich sein, jeder läuft nämlich mit dem Zeug rum. Es gibt da verschiedene Marken: Quechua ist glaube ich die wichtigste Marke, da gibt es Kleidung, Zelte und whatsoever. Die Decathlon Hausmarken sind in der Regel sehr preisgünstig. Markenware gibt es hier allerdings auch.

Lustig ist auch die Jagdabteilung: hier gibt es durchaus auch Sachen, die dem Wanderer gefallen mögen. Besonderes Highlight sind für mich die Klamotten auf denen Bäume und Blätter aufgemalt sind. Warum man auf die orangen Warnjacken aber auch die Waldstruktur hinterlegt hat ist mir allerdings ein Rätsel. Durch die grelle Farbe ist die Tarnung doch eh dahin. Sieht aber irgendwie lustig aus.

Entsprechend der Jahreszeit werden die Märkte natürlich etwas umstrukturiert, so dass es bestimmte Sachen dann logischerweise nicht gibt. Im Sommer Skiklamotten zu kaufen ist halt dann schwer.

Für die sportliche Betätigung habe ich hier auch schon was gekauft. Es gibt hier Laufshirts, Laufhosen etc. Über decathlon.fr kann man sich im Vorfeld schon mal schlau machen, was es so gibt oder ob besondere Aktionen angeboten werden.

 

Aldi

Auch in Frankreich gibt es unseren deutschen Lieblingsdiscounter. Das Filialnetz ist leider noch nicht so dicht wie in Deutschland und auch bezüglich der Aufmachung der Läden und der Motivation des Personals gibt es manchmal noch Optimierungspotential. Über Aldi.fr kann man Filialen suchen, die auf der Strecke sind oder in der Nähe des Urlaubsortes.

 

Lidl

Auch die Nummer 2 der deutschen Discounter gibt es in Frankreich. Die Läden sind meist ganz ordentlich und nicht wie manche der etwas vergammelten Aldi-Filialen. Unter Lidl.fr findet sich sicherlich eine geeignete Filiale. Es gibt sogar so privilegierte Orte die über beide Geschäfte (Aldi+Lidl) verfügen, quasi das el Dorado .

 

Französische Supermärkte

Das schlimmste Geschäft ist eigentlich ein originaler Hypermarché von Carrefour. Mittlerweile wurde das Filialnetz erweitert und Carrefour bietet unter Carrefour Market auch Supermärkte normaler Größe an. Aber ursprünglich waren Carrefour nur gigantische Einkaufsmärkte. Ich hatte früher öfter die Begegnung mit dem Carrefour in Ecully bei Lyon. Der Markt ist so gigantisch, dass man sich während des Einkaufs die Sohlen ablatschen kann . Wer da in unter 2h wieder rausfindet, ist reif für eine Medaille. Der Laden ist noch nicht mal billiger als die normalen Supermärkte.

 

Wein

Ich habe keine Ahnung von Wein, trinke auch so gut wie keinen. Bin auch sonst dem Alkohol nicht zugetan, so dass ich keinerlei Ratschläge geben kann, sorry.

 

Casino Restaurants

Ich war da noch nie, kann also keine qualifiziert Meinung darüber abgeben ob es da schmeckt. Ich werde es sicher mal ausprobieren, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

 

IKEA Restaurant

Unterwegs preiswert essen kann man bei IKEA. Wer mag sie nicht, die leckeren schwedischen Fleischbällchen?  Der einzige günstige IKEA den ich kenne liegt in Grenoble an der Südumfahrung, man kommt also automatisch daran vorbei. Es gibt meines Wissens im Bereich von Toulon auch irgendwo einen IKEA, den kenne ich aber nicht und kann mich auch nicht erinnern da schon einmal vorbeigefahren zu sein.

 

Tanken

Ich tanke eigentlich immer beim Supermarkt. Dort ist der Sprit immer teilweise bis zu 10 cent günstiger als bei einer normalen Tankstelle. Wahrscheinlich ist der Sprit verschnitten, bisher konnte ich aber von Supermarktbenzin nicht Negatives berichten. Die Supermarkttankstellen arbeiten meist nach dem folgenden Prinzip: es gibt parallel mehrere Säulen, bei der Ausfahrt verengt sich alles auf eine Spur, dort ist dann ein Kassenhäuschen an  dem man zahlt. Es gibt an diesen Tankstellen manchmal zwei Bereiche, einen mit der Kasse und einen mit Kartenzahlung an der Säule. Außerhalb der Öffnungszeiten des Marktes ist die Tankstelle meist geschlossen, die Säulen werden dann aber oft auf Kartenzahlung umgestellt. Um dann zu Tanken braucht es etwas Glück und die richtige Karte. Mit meinem Kartenmaterial bocken die meisten Automaten leider.

Lustig ist bei meinem Navi die Suche nach Supermärkten: über point of interest sucht man nicht nach Einkaufsmöglichkeiten sondern nach Tanken: da tauchen sie dann meist auf die Intermarchés, Casinos, Leclercs und wie die Supermärkte heißen mögen alle auf. Es soll aber auch Geschäfte geben, die man tatsächlich über Einkaufsmöglichkeiten findet.

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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 18:13

Ein paar Worte zur Ausrüstung. Ausrüstung hört sich etwas hochtrabend an, ist es auch, aber mir fiel gerade nichts Besseres ein.

 

Navi I: Garmin Nüvi 250W

Ein Navi für die Autofahrt ist heute eigentlich unerlässlich. Vor allem als Einzelreisender kann ich ja nicht immer auf die Karte gucken oder übersehe leicht Straßenschilder, weil ich mich auf den Verkehr konzentrieren muss. Die Geräte werden einem heute regelrecht nachgeworfen, so dass eigentlich jeder eines haben dürfte. Für den Frankreichreisenden ist es natürlich wichtig, dass auch Frankreichkarten dabei sind. Beim Kauf ist deshalb auf die Karten zu achten. Wo kommt eigentlich der Regenwurm her, der gerade über den Boden des Mobilhomes kriecht???

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Navis einen auch mal gerne in die Pampa schicken wollen. Laut Navikarte ist es dann am günstigsten über irgendwelche verschlungenen Forstwege zu fahren, was natürlich völliger Blödsinn ist. Vor der Fahrt überprüfe ich deshalb meist die Fahrtroute die das Navi vorschlägt.

 

Navi II:  Wandernavi Garmin E-trex Vista HCx

Das Garmin e-trex ist das zweite von drei Navigationsprodukten aus dem Hause Garmin (das dritte ist der Garmin Forerunner 305 fürs Laufen).

Das Problem bei einem solchen Gerät ist dass man eine Karte haben sollte. Ansonsten ist die Nutzung doch stark eingeschränkt. Es ist leider nicht so ganz einfach an vernünftige Karten zu kommen, besonders wenn man nix dafür bezahlen will. Für Frankreich habe ich eine open street map, für die Wanderplanung ist die Karte aber fast nicht zu gebrauchen, da leider nirgends Wanderwege auf der Karte sind.

Ohne richtige digitale Karte ist es sehr aufwendig eine Wanderroute zu planen. Ich habe das Gerät auch deshalb nicht sehr häufig benutzt. Immerhin könnte ich das Gerät dazu benutzen um die Tracks aufzuzeichnen und sie auf diesem Blog zur Verfügung zu stellen.

 

Es gibt allerdings mehrere Internetseiten, auf denen man sehr gut Wanderrouten planen kann oder auch fertige Tracks oder Routen, die dort veröffentlicht wurden herunterladen kann. Dank dieser Hilfsmittel wird die Routenplanung für das Wandernavi deutlich vereinfacht. Durch die Möglichkeit die angebotenen Routen herunterzuladen gibt es außerdem zusätzliche Wandermöglichkeiten, die sich erschließen, die in den Wanderführern nicht auftauchen.

Es gibt folgende Communities die für die Routenplanung nützlich sein können:

www.gpsies.com

http://connect.garmin.com/

www.calculitineraires.fr

Das Garmin E-trex Vista HCx ist insgesamt ein empfehlenswertes Produkt. Besonders dank der Downloadmöglichkeiten für Tracks und Routen. Aktuell (April 2012) kostet ein solches Gerät 156 € (www.amazon.de). In der Schweiz wird das E-trex Vista HCx bei www.microspot.ch für knapp 200 CHF angeboten.

 

Navi III: Garmin Forerunner 305

Als drittes Garmin Gerät besitze ich einen Forerunner 305. Diese GPS Uhr ist in erster Linie für Sportler konzipiert. Man kann als Läufer während eines Laufes zurückgelegte Strecke, die Laufzeit, die Pulsfrequenz und die Pace messen. Ferner besitzt diese GPS-Uhr auch eine Trackaufzeichnung und die Tracks können dann auf den PC überspielt werden. Für einen Nicht-Sportler macht es wahrscheinlich keinen Sinn sich eine solche Uhr zu besorgen, da ich sie aber sowieso habe, kann ich sie auch mitnehmen. Die Uhr hilft mit die Länge der Wanderung zu messen, außerdem kann ich anschließend die Tracks ins Internet zur allgemeinen Verfügung stellen. Das Garmin E-trex Vista HCx bietet allerdings ebenfalls die Möglichkeit der Trackaufzeichnung.

Mittlerweile wurde wohl der Garmin Forerunner 305 durch ein anderes Gerät ersetzt.


Höhenmesser

Für Wanderungen im Gebirge finde ich einen Höhenmesser immer ganz praktisch. Er zeigt an wie viel man schon geschafft hat, außerdem hilft er auch bei der Orientierung. Ich habe mir eine Armbanduhr von Aldi mit Höhenmesserfunktion gekauft und das Gerät tut seine treuen Dienste. Die Messung ist nicht immer genau, da der Höhenmesser mit dem Luftdruck arbeitet und dieser sich nicht notwendigerweise nur mit der Höhe ändert. Für meine Zwecke ist die Präzision des Geräts aber vollkommen in Ordnung.

 

Kartenmaterial

Für die Wanderungen in Frankreich ist es unerlässlich sich die IGN Wanderkarten im Maßstab 1:25.000 zu kaufen. Die Karten sind sehr gut und sehr detailliert, es ist da wirklich alles eingezeichnet. In manchen Regionen von Frankreich ist auch die Beschilderung und Markierung von Wanderwegen nicht besonders gut, auch wenn ich den Eindruck habe, dass es in den letzten 15 Jahren hier Fortschritte gibt. Die Karten gibt es in lokalen Zeitschriftengeschäften zu kaufen, auch die Supermärkte haben sie in der Regel. Wenn man schon mal da ist kann man sich gleich auch nach Wanderführern umsehen. Es gibt auch die Möglichkeit die Karten auf der Internetseite des IGN (www.ign.fr) zu bestellen.

 

Kompass: Silva Eclipse 97 Grip

Einen Kompass benutze ich eigentlich selten. Den Silva Kompass Eclipse 97 Grip habe ich mir in erster Linie deshalb gekauft, weil ich auch an Orientierungsläufen teilnehmen wollte. Das Gerät ist ok, war ganz günstig, da das angeblich so innovative Konzept des Geräts wohl letztendlich doch niemand vom Hocker gerissen hat (anstatt einer Nadel hat das Gerät eine Scheibe die sich nach Norden dreht). Zum Wandern benutze ich es eigentlich sehr selten, gelegentlich mache ich ein paar Orientierungsübungen oder versuche die Position zu bestimmen. Wirklich notwendig ist ein Kompass nicht.

 

PC: Asus EEE-PC 1000H

Ein kleines tragbares Notebook ist schon sehr praktisch für die Reise. Nach Abschluss der Wanderung kann ich dort meine Reiseberichte verfassen, habe eine Menge Dokumente dabei, kann Spiele spielen, bei entsprechender Infrastruktur im Internet surfen, kann die Fotos vom Tage nochmal ansehen, arbeiten etc.

Ich habe mir ein Netbook von Asus gekauft. Zu Weihnachten 2008 habe ich mir für 400 € selbst eins geschenkt, die schönsten Geschenke macht man sich halt noch selbst . Der Atom Prozessor reißt nicht gerade die Wurst vom Brot, aber im Urlaub ist die Performance völlig ausreichend. Standardmäßig wurde der EEE-PC 1000H mit Windows XP geliefert, hat 1 GB Arbeitsspeicher und eine 160 GB Festplatte. Das Gerät verfügt über einen 10 Zoll Bildschirm. Ich habe mir gleich eine Speichererweiterung auf 2 GB dazu bestellt. Von Microsoft habe ich mir auch noch eine kleine Maus gekauft, da ich kein großer Freund von Touchpads bin. Da ich die Möglichkeit habe über meinen Arbeitgeber günstig Programme von Microsoft zu besorgen, habe ich mir 2010 noch Microsoft Office 2010 Professional geholt. Für knapp 15 Euro braucht man sich nicht mit Staroffice rumärgern. Das ist leider schon das einzige, was man aus dem Corporate Discount Programm brauchen kann und nicht nur von Amerikanern genutzt werden kann.

Mittlerweile gibt es solche Netbooks von allen möglichen Herstellern zu günstigen Preisen. Ich kann den Kauf eines solchen Geräts wirklich empfehlen. Im Vergleich zu einem normalen Laptop nimmt der EEE-PC auch wirklich nicht viel Platz weg.

 

Trekkinghose

Beim Wandern habe ich eigentlich immer eine Trekkinghose an. Wichtig beim Kauf einer solchen Hose ist, dass sie Seitentaschen hat, da kann man Wanderführer hineinstecken und hat sie immer griffbereit. Eine verschließbare Gesäßtasche sollte eine solche Hose auch haben.

 

Ich habe seit 2008 immer eine Digitalkamera dabei. Als Kriterium hatte ich beim Kauf festgelegt, dass die Kamera klein und leicht sein sollte und ausserdem sollte sie einen Sucher habe. Eine Kamera mit Sucher war mir wichtig, da ich das so gewöhnt bin. Kameraaufnahmen über einen Monitor zu machen erscheint mir irgendwie suspekt, ich frage mich auch ob man bei ungünstiger Lichteinstrahlung auf den Bildschirm überhaupt sinnvoll sehen kann, was man gerade fotografiert. Ferner würde ich behaupten, dass so eine Technik das Verwackeln der Bilder geradezu heraufbeschwört. Auf dem Markt dürfte es aber nicht viele Kompaktkameras mit Sucher geben. Objektivtechnisch reicht mir ein 3-fach Zoom vollkommen aus, und im Zweifel lieber mehr Weitwinkel als Tele. In der Vergangenheit hatte ich Teleobjektive selten benutzt. Die Perspektive ist nicht gerade besonders und bei einer Digitalkamera mit geringer Lichtstärke dürften viele Fotos eh nur verwackeln. Letztlich habe ich mir eine Sony DSC-W35 gekauft und bin auch sehr zufrieden mit dem Gerät. Ich habe sie um den Hals hängen und stecke sie in die Hemdtasche, so bin ich jederzeit schnell feuerbereit.

 

Handy

Wer ein Handy hat, sollte es durchaus mitnehmen. Man weiß ja nie. Ich selbst besitze ein Nokia 2730 mit einer Prepaid Karte. Mein berufliches Handy Modell Marke „Brombeere“ schleppe ich dann auch noch mit. Ich checke da gelegentlich was für mehr oder minder schlaue emails da so ankommen.

 

 

Auto

Wie viele andere fahre ich mit dem Auto nach Frankreich. Auch wenn es in den letzten Jahren einige Investitionen gibt, ist Frankreich nicht gerade das Land des öffentlichen Nahverkehrs. Zu diesem Zweck habe ich mir 2005 einen gebrauchten BMW 528 aus dem Jahr 2000 zugelegt. Ich bin eigentlich kein besonders anspruchsvoller Mensch, wollte mir aber ein solides Auto kaufen, nachdem ich mit meinem vorherigen Opel Vectra nur Ärger hatte. Nachdem die Marke mit dem Blitz das solide Qualitätsimage, das sie noch in den 80er Jahren gehabt haben mag, zielgerichtet vernichtet hat, wollte ich mir einen BMW kaufen. Ein 3er BMW wäre doch eigentlich ein schönes Gefährt. Nachdem ich die Sache genauer studiert habe und unter Beratung meines Kollegen Frank, ist mir aber dann eingeleuchtet, dass ein 5er BMW doch das bessere Modell ist. Unter den etwa 5 jährigen Autos kostet ein 5er nicht einen Franken mehr als ein 3er und zwischen den 5er Modellen 520, 523 und 528 gibt es keine nennenswerten Preisunterschied, mit dem Unterschied, dass die höhermotorisierten Modelle in der Regel auch besser ausgestattet sind. Und so ist es halt ein 528er geworden, mit schöner Lederausstattung, Automatik und Xenon Funzeln. Gegenüber dem 75 PS Vectra schluckt der Wagen schon mehr Sprit, aber das ist auch schon der einzige Nachteil.

 

 

Französisch

Es hilft schon, wenn man ein bisschen Französisch kann. Selbst wenn man nicht mit den Eingeborenen sprechen will, so will man doch in der Lage sein eine Wanderbeschreibung zumindest grob verstehen. Mit der Kenntnis an Fremdsprachen ist es beim Durchschnittsfranzosen meist nicht weit her.

 



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