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13. Januar 2013 7 13 /01 /Januar /2013 17:54

Höhenunterschied: 900 m bergab, 200 m bergauf

Höchster Punkt: 2.679 m

Länge: 13 km

Dauer: 4 h 20 bei gemächlichem bis zügigem Tempo

Orientierung: einfach, beschildert

Schwierigkeit: mittel schwer.

Wanderführer: keiner

Karte: IGN 3335 ET: Le Bourg-d’Oisans L’Alpe d’Huez

 

Das Wetter ist heute Morgen ausgezeichnet. Ich möchte eine Tour machen, mit der ich auf 2700 m mit der Seilbahn hinauffahre und von dort aus wieder nach Alpe d’Huez zurücklaufe. Ich gehe dazu zur Talstation des Lifts zum Pic Blanc.

Ein Tagesliftpass kostet 15 €. Ich fahre zuerst die komplette Strecke zum Pic Blanc hoch. Es gibt insgesamt 3 Seilbahnabschnitte bis man beim Gipfel ist. Auf 3330 m bietet sich eine schöne Aussicht. Es gibt mehrere Aussichtspunkte hier oben. Angeblich soll man hier auf 20 % von Frankreich sehen können. Die Aussicht ist zwar gut, aber das mit den 20 % erscheint mir etwas übertrieben.

 

2012-08-08 Pic Blanc 1

Auf der Schotterpiste im Vordergrund geht die Abfahrt der Megavalanche hinuter

 

2012-08-08 Pic Blanc 2

2012-08-08 Pic Blanc 3

2012-08-08 Pic Blanc 4

Am Pic Blanc mit der Aussicht auf 20 % Frankreichs

 

Hier oben ist es relativ frisch. Das Thermometer an der Bergstation der Seilbahn zeigt 6°C im Schatten an. An der Sonne auf der Aussichtsplattform sind die Temperaturen allerdings ganz erträglich. Ich ziehe mir lediglich ein Fleece Shirt über. Die Luft ist hier ziemlich dünn, der Luftdruck beträgt lediglich 690 hPa.

Hier oben startet die Megavalanche: man kann hier bis 720 m ins Tal mit dem Mountainbike hinabfahren. Die Fahrer, die hier oben abfahren haben in der Regel spezielle Downhillräder, ein normales Mountainbike dürfte für die schwere Piste kaum ausreichen. Nachdem ich mir die Aussicht hier oben gegönnt habe, fahre ich wieder einen Abschnitt mit der Seilbahn nach unten auf eine Höhe von etwa 2620 m.

 

2012-08-08 Lac Blanc

Lac Blanc


Von der Seilbahnstation geht es erst einmal ein Stück bergauf in Richtung Lac de la Fare. Der Weg dorthin ist ausgeschildert. Zuerst kommt man zum Lac du Milieu auf 2679 m. Danach geht ohne große Höhenunterschiede weiter zum Lac de la Fare (2641 m). Am Ende des Sees steht ein Unterstand. Ich bin zwar erst etwa eine Stunde gewandert, es ist aber schon 14:30, so dass ich in der Nähe des Unterstands meine Mittagspause mache.

 

2012-08-08 Lac de la Fare

Mittagspause am Lac de la Fare


Gegen 15 Uhr gehe ich weiter. Es geht bergab zum Refuge de la Fare auf 2300 m. Der Weg ist am Unterstand ausgeschildert. Am Anfang geht der Weg noch relativ flach wird dann aber steiler. Es geht teilweise am Fels entlang mit Drahtseilen zum Festhalten, aber alles meist relativ harmlos. Rechts kann man einen schönen Wasserfall erkennen.

 

2012-08-08 DSC04174

2012-08-08 DSC04172

 

Am Refuge de la Fare gibt es eine florierende, bewirtete Alm an der eine breite Auswahl an Getränken angeboten wird. Das Geschirr wird im Freien am laufenden Gebirgswasser gewaschen. Es ist hier einiges los.

 

2012-08-08 Refuge Alpette

Refuge de la Fare


Vom Refuge de la Fare geht es nach l’Alpette bergab. Der Weg ist teilweise mit großen Steinbrocken übersäht, für den routinierten Wanderer ist das aber kein Problem, mir ist es auf jeden Fall lieber als steile Wege mit Geröll herunterzulaufen, hier hat man immerhin einen soliden Gripp.

Bei l’Alpette treffen insgesamt 3 Seilbahnen zusammen. Ich gehe in Richtung der Seilbahn mit den kleinen Kabinen, die nach Oz-Station herunterfährt. Unmittelbar an der Seilbahnstation ist der Lac Carrelet. Ich gehe rechts an dem See vorbei, dem GR 549 folgend.

 

2012-08-08 DSC04177

 

Es stehen hier bereits Schilder, die den Weg nach Alpe d’Huez zeigen. Der Weg führt weiter zum Lac Faucille und kommt dann am Lac Besson an.

 

2012-08-08 DSC04181

 

Hier ist ein großer Parkplatz, der sich am Ende einer Straße aus Alpe d’Huez befindet.

Der GR führt parallel aber in einigem Abstand zur Zufahrtsstraße weiter. Ich gehe dann schließlich entlang einer Mountainbike Abfahrt wieder zur Talstation der Seilbahn zurück.

Auf dem Weg nach Hause geht es noch beim spar zum Einkaufen. Gegen 18:30 bin ich wieder zurück an der Residence.

 

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12. Januar 2013 6 12 /01 /Januar /2013 21:26

Heute Morgen ist das Wetter phantastisch, so wie es im Urlaub sein soll! Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und vom Wohnzimmer des Apartments gibt es eine herrliche Aussicht auf das Gebirge.

 

2012-08-07 Blick aus Appt 1

2012-08-07 Blick aus Appt 2

Blick vom Balkon des Appartments


Am Morgen steht der Klettersteig von Alpe d’Huez auf dem Programm. Ich habe bereits beim vorherigen Urlaub beim Decathlon das nötige Equipment eingekauft.

Eine Woche vor der Abfahrt in den Urlaub habe ich am Rocher de Dade in Morez meine Klettersteigausrüstung ausprobiert. Der Klettersteig hat das Niveau D (difficile), ist also für Anfänger nicht immer ganz einfach zu bewältigen. Insbesondere hat er eine 30 m hohe senkrechte Wand, wo doch der eine oder andere Tropfen Angstschweiß fließt. Insgesamt war dieser Klettersteig für mich aber machbar.

Um zum Klettersteig Les Gorges de la Sarenne zu kommen, laufe ich etwas oberhalb des Apartments in östlicher Richtung nacheinander am Golfplatz, Flughafen, Wohnmobilplatz, dem Tontaubenschießverein und einer archäologischen Ausgrabungsstätte vorbei, um dann auf die Straße zu kommen, die zum Col de la Sarenne führt. Dort befindet sich ein Parkplatz. Auf der Straße ist nicht viel Verkehr, sie ist außerdem auf eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h begrenzt.

 

2012-08-07 Schafe

2012-08-07 Schafe 2

Unterwegs geht es an einer Schafherde vorbei


Nachdem ich etwa 500 m auf der Straße weitergelaufen bin, kommt der Parkplatz des Via Ferrata. Hier oben ist das Ziel des Klettersteigs. Um zum Ausgangspunkt zu kommen, führt zunächst ein Weg ins Tal. Man stößt auf den GR 54 und geht dann rechts. Kurz darauf kommt der Aufstieg zum Via Ferrata. Von hier geht es etwa 10 Minuten bergan, bis der Klettersteig beginnt.

 

2012-08-07 DSC04124

Auf dieser Strasse kommt man zum Via Ferrata

 

2012-08-07 Schafe 3

Am Zielpunkt des Via Ferrata weiden die Schafe

 

2012-08-07 DSC04122

Schöne Aussicht


Es gibt 2 Routen, die man hier steigen kann, eine einfachere Variante „decouverte“ und die schwierige Variante „sportive“. Die sportliche Route geht erst einmal 50 m senkrecht den Berg hinauf. Ich als Anfänger bevorzuge die Variante decouverte. Der erst Abschnitt erscheint mir allerdings auch etwas schwierig. Vor mir ist ein junges Paar, die nur sehr langsam vorankommen, weil sie wahrscheinlich über jeden Tritt philosophieren. Gelegentlich muss ich deshalb warten oder lege Pausen ein.

 

2012-08-07 Klettersteig 1

2012-08-07 Klettersteig 2

Zum Glück gesichert


2012-08-07 Klettersteig 3

Auf dem Klettersteig

 

Letztlich dauert der Aufstieg mit den Pausen und Verzögerungen über 1:30. Am Klettersteig gibt es immer wieder ein paar Stellen, wo man sich problemlos hinstellen kann und das Panorama genießen kann. Oben angekommen, ist ein kleines Plateau. Beim Weg zurück zur Straße kreuze ich eine ziemlich große Schafherde.

 

2012-08-07 Schafe 4

Wieder zurück bei den Schafen 

 

Ich gehe dann zum Apartment wieder zurück so wie ich am Vormittag gekommen war.

Am Nachmittag beschließe ich den Klettersteig nochmal zu machen, Übung macht schließlich den Meister. Ich gehe diesmal aber anders an und kombiniere den Anmarsch mit einer kleinen Wanderung. Dazu laufe ich nach Alpe d’Huez hinein und benutze die Seilbahn Télévillage, um mich nach Huez abzuseilen. Da ich mir keine Premiumkarte gekauft habe, kostet mich die Fahrt 2,50 €. Bergab ist am Nachmittag auf dieser Bergbahn nicht viel los. Als ich an der Talstation ankomme, hat sich hingegen für die Bergfahrt ein kleiner Stau gebildet. Die Bahn wird hier von Mountainbikern benutzt, die wieder auf die Alpe zurückfahren wollen, und sich die mühsame Fahrt bergauf sparen wollen.

Von Huez geht es auf dem GR 54 in das Tal der Sarenne.

 

2012-08-07 La Sarenne

Tal der Sarenne

 

2012-08-07 Skistation

Skilift mitten im Wald

 

Im zügigen Marsch komme ich nach etwa 45 Minuten wieder am Ausgangspunkt des Klettersteigs an. Von unten sieht der Fels schon beeindruckend aus: eine fast senkrechte Wand, bei der man sich gar nicht richtig vorstellen kann, wie man als Kletteramateur überhaupt raufkommen soll. Am Vormittag war mir das gar nicht so bewusst geworden.

 

2012-08-07 Die Wand

Die Wand

 

Ich nehme dieses Mal die gleiche Route wie am Vormittag. Es ist alles frei und ich kann ungestört durchlaufen, so dass ich nach 45 Minuten bereits oben ankomme.

 

2012-08-07 Klettersteig 4

2012-08-07 Klettersteig 5

2012-08-07 Klettersteig

Impressionen vom Klettersteig

 

Die Schafherde vom Vormittag ist mittlerweile weitergezogen. Da ich keine Lust habe, den Klettersteig noch einmal zu machen, gehe ich wieder über die Straße nach Alpe d’Huez zurück.

 

2012-08-07 DSC04150

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12. Januar 2013 6 12 /01 /Januar /2013 21:23

Während das Wetter gestern durch einige schlechte Überraschungen geprägt war, geht heute gar nichts. Es regnet den ganzen Tag kontinuierlich vor sich hin. Für den Dienstag ist allerdings wieder schönes Wetter vorhergesagt.

Ich nutze den Tag, um etwas einzukaufen. Der nächste Laden ist ein Urlaubsort-Intermarché, der in unmittelbarer Nähe des Parkplatzes ist. Als ich gegen 14:00 dort ankomme, hat der Laden geschlossen, abends hat er nur von 16:00 bis 19:00 geöffnet. Ich gehe als weiter in den Ort hinein und gehe zum Office de Tourisme. Etwas oberhalb befindet sich ein Petit Casino. Dieser Laden hat geöffnet. Der Laden ist größer als er von außen aussieht, allerdings hat er trotz seiner relativen Größe irgendwie nicht viel zu bieten. Ich finde trotzdem etwas für das Mittagessen, viel mehr kaufe ich aber dann auch nicht. Nach dem Mittagessen gehe ich noch einmal zum Intermarché. Der Laden scheint mir etwas besser zu sein, eine Erleuchtung ist das Angebot in dem Laden auch nicht. In beiden Läden sind die Preise auch zum Teil ganz schön gesalzen. Die Alternative wäre natürlich zum Casino in Bourg d’Oisans zu fahren, dafür müsste man erst mal die Alpe wieder runterfahren und dann die über 1.000 Höhenmeter wieder hochfahren.

 

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12. Januar 2013 6 12 /01 /Januar /2013 21:21

Höhenunterschied: 200 m

Höchster Punkt: 1.972 m

Länge: 8,6 km

Dauer: 2 h 30 gemütlichem Tempo

Orientierung: einfach, teilweise beschildert

Schwierigkeit: einfach.

Wanderführer: P’tit crapahut: Autour de Grenoble, Wanderung 47: Le Bras

Karte: IGN 3335 ET: Le Bourg-d’Oisans L’Alpe d’Huez

 

Die ganze Nacht über hat es geregnet, gedonnert und geblitzt. Am Tag ist das Wetter sehr wechselhaft. Vormittags gehe ich in den Ort und dort zum Office de Tourisme. Hier hängt ein Wetterbericht. Für Sonntag und Montag ist kein besonders gutes Wetter angesagt. Als ich im Office de Tourisme bin fängt es mal wieder wie aus allen Kübeln zu schütten an. Nach 5 Minuten ist der Schauer wieder vorbei.

 

2012-08-05 Alpe Tour

Die Tour ist in Alpe d'Huez omnipräsent


Nach dem Mittagessen sieht das Wetter zwischenzeitlich wieder ganz gut aus. Ich beschließe also noch eine kleine Wanderung zu machen. Ich gehe in Richtung Ort und biege an einem kleinen See nach rechts ab um leicht bergauf steigend zur Talstation der Télécabine des Grandes Rousses. Dort biege ich links auf einen schmalen Weg ab.

 

2012-08-05 Alpe d Huez 2


Ab hier ist auch die Mountainbikestrecke XC9, der ich eine Zeit lang folgen werde. Der Weg steigt gemütlich bergan und kommt nach einiger Zeit zu einer Weggabelung. Das Gelände hier oben ist weitgehend offen, so dass die ganze Strecke eine schöne Aussicht bietet. Die Mountainbikestrecke XC 9 biegt nach rechts ab. Ich gehe links weiter zum Gipfel le Bras. Das Ziel der Wanderung ist bereits von weitem zu erkennen, da hier ein paar Sendemasten stehen.

 

2012-08-05 Alpe d Huez 3

2012-08-05 Alpe d Huez 4

Blick vom Wanderweg zurück auf Alpe d'Huez


Als ich schließlich beim Gipfel ankomme, hat die Bewölkung wieder stark zugenommen, es sieht wieder nach Regen aus. Ich gehe deshalb zügig weiter. Der Weg geht geradeaus weiter und führt wieder bergab. Es fängt an zu tröpfeln und es ist sehr windig. Ich ziehe meine Regenjacke an und laufe zügig weiter, vor allem weil hier oben kaum Schutz vor einem Unwetter geboten ist. Ich laufe weiter und als es etwas heftiger zu regnen anfängt bin ich bei einem kleinen Wäldchen angekommen, das mir Schutz bietet.

Die Wanderung hat eigentlich noch einen Abstecher zu einem Aussichtspunkt vorgesehen. Da das Wetter aber so schlecht ist, lasse ich den Aussichtspunkt aus, sondern sehe, wie ich schnellst möglich nach Alpe d’Huez zurückkomme. Der Regen lässt zwischenzeitlich etwas nach, wird dann aber wieder stärker. Als ich in Alpe d’Huez ankomme, scheint wieder die Sonne. Der Weg geht etwa 150 m unterhalb der Hinstrecke aber ebenfalls ohne große Steigungen. Es stehen gelegentlich Bäume, so dass hier nicht immer eine Aussicht besteht.

 

2012-08-05 Alpe Kehre 0

Kehre 0


Letztendlich komme ich wieder in an der Kehre 0 der Rennradstrecke zur Alpe bei der Route du Signal heraus. Ich gehe in den Ort hinein und am Office de Tourisme vorbei und weiter zum Sessellift der die Sommerrodelbahn bedient. Der Lift ist kostenlos, für die Sommerrodelbahn wird erst oben bezahlt. Da noch alles nass ist, ist die Sommerrodelbahn nicht in Betrieb, der Sessellift geht deshalb auch nicht. Ich gehe also zu Fuß zur Bergstation des Sessellifts parallel zur Sommerrodelbahn bergan.

Die Sommerrodelbahn scheint mir wenig attraktiv zu sein. Sie ist nicht besonders lange. Die Bahn in Puy St. Vincent ist bestimmt 2-3-mal so lang wie diese Bahn. Preislich kosten beide mit 3 € pro Fahrt dasselbe. Allerdings wird diese Bahn günstiger wenn man mehrere Fahrten kauft.

Oben angekommen bietet sich ein guter Ausblick auf die Rennstrecke des Supermotards Rennen.

 

2012-08-05 Supermotards 1

2012-08-05 Supermotards 2

Supermotards Rennen

 

Es findet wohl gerade das letzte Rennen des Wochenendes statt. Im Anschluss daran findet die Siegerehrung statt. Nach dem Rennen gehe ich wieder zum Apartment zurück. Unmittelbar bevor ich dort ankomme steht eine Bank. Ich lasse mich hier nieder und genieße die Aussicht.

 

2012-08-05 DSC04114


 

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12. Januar 2013 6 12 /01 /Januar /2013 21:15

Um 11 Uhr geht es schließlich los. Das erste Ziel ist der Aldi in Rumilly. Ich fahre über die Autobahn nach Genf und weiter über die französische Grenze. Anschließend geht es auf der Landstraße über Viry und Frangy nach Rumilly. Gegen 12:30 bin ich beim Aldi in Rumilly. Dort kaufe ich noch ein bisschen Verpflegung für den Urlaub ein. Da ich noch einige Stunden von meinem Reiseziel entfernt bin, kann ich allerdings kein Fleisch oder Artikel aus der Kühlabteilung einkaufen.

Nach dem Einkauf geht es weiter zum IKEA nach Grenoble. Da es schon relativ spät ist, fahre ich die gesamte Strecke ab Grésy-sur-Aix über die Autobahn. Gegen 14:30 komme ich beim IKEA an. Die Küche hat bis 15:00 offen so dass es für mich noch einen Hühnerfleisch-Spieß mit Pommes gibt.

Nach der Mittagspause geht es weiter zu Decathlon nach Echirolles. Glücklicherweise muss ich erst gar nicht auf die Autobahn A51 nach Sisteron fahren als die Südumgehung von Grenoble zu Ende ist, sondern kann gleich die erst Ausfahrt nach ein paar hundert Metern herunterfahren. Die Autobahn in Richtung Sisteron ist nämlich völlig dicht. Im Decathlon schaue ich mich um, kaufe dieses Mal aber nichts, schließlich habe ich bei den letzten Urlauben bei Decathlon schon alles gekauft was ich brauche.

Auf der Weiterfahrt vermeide ich es auf der Autobahn zu fahren. Stattdessen fahre ich vom Decathlon in Richtung Süden, überquere nach kurzer Zeit die Autobahn und fahre dann auf die N75. Hier staut es sich allerdings auch. Es geht dann wieder ein Stück ganz gut vorwärts, aber als die Straße aus Richtung Autobahn hinzustößt, staut es wieder. Als die N85 in Richtung Gap abzweigt wird der Verkehr wieder flüssig. Ich fahre auf der N91 nach Bourg d’Oisans, wo ich beim Casino noch ein paar Lebensmittel einkaufe. Das Wetter ist eigentlich ganz akzeptabel. Es ist teilweise etwas bewölkt oder diesig. Immerhin ist es bis zu 32°C warm. Als ich bei strahlendem Sonnenschein mein Auto am Parkplatz abstelle und dann in den Laden gehe, merke ich wie es draußen aus allen Kübeln schüttet. Nach 5 Minuten ist alles wieder vorbei, und als ich am Parkplatz das Auto mit den Einkäufen belade, scheint wieder die Sonne. Anschließend fahre ich auf der mystischen Tour de France-Auffahrt nach Alpe d’Huez hoch.

Vor der Résidence von Franceloc ist ein großer Parkplatz auf dem man kostenlos sein Fahrzeug abstellen kann. Zum Be- und Entladen des Autos kann man sein Auto auch für kurze Zeit unmittelbar vor der Résidence parken. Das Einchecken geht zügig, pro Person sind für eine Woche 7 € Taxe de Séjour zu bezahlen und die Kaution von 200 € ist hier zu hinterlegen.

Das Apartment ist im 1. Stock. Es hat ein Wohnzimmer mit abgetrennter Mini Küche. Die Küche ist mit Mikrowelle und Spülmaschine ausgestattet. Es gibt ferner eine Toilette und ein Badezimmer. Daneben gibt es gleich am Eingang einen Raum mit einem Etagenbett. Vom Wohnzimmer gibt es Zugang auf einen Balkon in schöner Südwestlage.

In Alpe d’Huez wird an diesem Wochenende die Meisterschaft der Supermotards ausgetragen. Man hört den Lärm der Maschinen bis in das Apartment. Ich gehe abends noch zur Rennstrecke und beobachte ein paar der Rennen. Der ganze Ort ist in ein großes Fahrerlager umgewandelt. Die Veranstaltung ist kostenlos und es ist einiges los. Die Rennen gehen bis die Dunkelheit einbricht. Ich gehe anschließend wieder nach Hause und mache noch mein Abendessen.

 

2012-08-05 Alpe d Huez 1


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12. Januar 2013 6 12 /01 /Januar /2013 21:10

Im August ist der beste Zeitpunkt um im Gebirge Urlaub zu machen. Vor 2 Jahren war ich bereits in Puy St. Vincent. Dieses Jahr beschließe ich nach Alpe d’Huez zu fahren. Der Ort liegt auf eine Höhe von 1800 m und ist ein relativ großes Bergdorf. Im Sommer ist die Infrastruktur entsprechend gut. Es sind einige Lifte geöffnet, im Ort gibt es Supermärkte. Außerdem gibt es ein großes Sportzentrum mit allen möglichen Freizeitaktivitäten.

Ich miete mir über Franceloc wieder ein Apartment. In dieser Ecke Frankreichs gibt es sogar 3 Orte mit Angeboten von Franceloc: Oz-en Oisans, Alpe d’Huez und les Deux Alpes. Von den Wandermöglichkeiten und der Infrastruktur scheint mir Alpe d’Huez am besten zu sein. Über Franceloc miete ich mir ein 2 Zimmer Apartment für 4/5 Personen für 299 € die Woche. Ein kleines Studio ist nur unwesentlich günstiger, alles andere ist 2 Wochen vor Urlaubsbeginn bereits ausgebucht. Der Preis ist ganz o.k.. Der einzige Wehrmutstropfen ist, dass am 1. August die verbleibenden Apartments meiner Kategorie für 179 € pro Woche weggehen. Es hätte sich also gelohnt zu warten und zu zocken. Wäre alles dann schon ausgebucht gewesen, hätte ich immer noch auf Oz-en-Oisans wechseln können. Schade…

Ich nehme kein Fahrrad mit, aber Alpe d’Huez bietet sowohl für Mountainbiker wie auch für Rennradfahrer unzählige Möglichkeiten. Eine Attraktion ist natürlich der legendäre Anstieg zur Alpe, die fast jedes Jahr Bestandteil der Tour de France ist. Ferner gibt es im Internet eine Broschüre mit der ein paar interessante Rennradtouren angeboten werden. Highlight ist hier natürlich die Rundfahrt „la Marmotte“ über den Col de la Croix de Fer, den Col de Galibier und dem anschließenden Aufstieg auf die Alpe, die 174 km lang ist und schlappe 5.000 Höhenmeter im Programm hat. Für die Mountainbiker gibt es die Möglichkeit, das Rad mit den Liften zu befördern und dann bergab zu brettern. Es sind auch unzählige Montainbikerouten ausgewiesen.

Für den Ort kann man sich eine Premium Karte kaufen, die die Benutzung aller Aktivitäten erlaubt. Diese Karte gibt es mit oder ohne Liftbenutzung, wobei die Karte ohne Lift nur marginal günstiger ist und bei einer Liftbenutzung, die Mehrkosten für die Premiumkarte mit Seilbahn schon wieder amortisiert sind. Eine Karte für 6 Tage kostet dann 79 €. Ich persönlich habe mir keine Karte gekauft, aber es kann sich durchaus lohnen.

 

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12. Januar 2013 6 12 /01 /Januar /2013 20:29

Höhenunterschied: 400 m

Höchster Punkt: 1.430 m

Länge: 9,5 km

Dauer: 2 h 30 (ohne Mittagspause) bei zügigem Tempo (Regengefahr)

Orientierung: gut beschildert

Schwierigkeit: einfache Wanderung

Wanderführer: Balades en Isère: Le Trièves

Karte: Balades en Isère: Le Trièves, IGN 3236 OT: Villard-de-Lans

 

Die Rückfahrt nach Hause ist nicht besonders weit, deshalb kann ich nachdem ich morgens aus der Résidence ausgecheckt habe noch eine kleine Wanderung machen. Das Auto lasse ich am Parkplatz stehen und gehe direkt von dort los. Das Wetter ist leider nicht besonders gut. Es ist ziemlich wolkig und es besteht Regengefahr. Es ist allerdings trocken und für die Dauer der Wanderung bleibt es auch trocken.

 

DSC04074

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Gegen 10 Uhr laufe ich los. Vom Croix de Serre Monet geht es nach les Petits Deux und zum Col des Deux. Hier zweigt eine Forststrasse von der D242 ab, die stetig bergan führt. In Le Playnet zweigt ein Pfad zu einem Klettersteig ab. Ich bleibe aber auf der Forststrasse und gehe weiter bergauf in Richtung le Ménil. Oben gibt es ein paar Bänke, ich gehe aber zügig weiter und auf der anderen Seite des Berges wieder ins Tal bergab, weil ich immer noch Angst habe, es könnte zu regnen anfangen. Auf einem Pfad geht es bergab nach les Fraisses, das auf der Hauptstrasse von Gresse-en-Vercors nach Monetier de Clermont liegt. Über Frutière gehe ich wieder zum Croix de Serre Monet zurück.

Wieder am Auto angekommen, mache ich mich an die Rückfahrt. Es geht über die üblich Route nach Vif und die Südumfahrung von Grenoble auf der Landstraße Richtung Chambery. Über die Autobahn fahre ich dann nach Gresy sur Aix und halte dort beim Decathlon. Ich kaufe mir hier noch die letzten Ausrüstungsgegenstände für meine Klettersteigausrüstung, die ich im August in Alpe d’Huez ausprobieren möchte. Über den Aldi Rumilly und Frangy und Chancy geht es wieder nach Hause zurück.

 

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12. Januar 2013 6 12 /01 /Januar /2013 20:25

Höhenunterschied: 500 m

Höchster Punkt: 1.250 m

Länge: 12 km

Dauer: 4 h (ohne Mittagspause) bei gemütlichem Tempo

Orientierung: gut beschildert

Schwierigkeit: einfache Wanderung

Wanderführer: Balades en Isère: Le Trièves

Karte: Balades en Isère: Le Trièves, IGN 3236 OT: Villard-de-Lans

 

Das schöne Wetter ist leider vorbei. Über den Bergen hängen Wolken, zum Glück regnet es nicht. Eine Bergtour brauche ich heute nicht machen, aber eine Wanderung um die Dörfer, bei der es nicht zu hoch hinausgeht ist schon drin. Ab etwa 1500 Metern Höhe wird es nebelig.

Ich hatte mir am Vortag eine Wanderung um St. Andéol herausgesucht und angesichts der Wetterbedingungen ist diese Wanderung heute genau das richtige. Um 10 Uhr sind die morgendlichen Wolken wieder verzogen, umso besser. Es kommt jetzt sogar die Sonne raus. Die Wanderung, die ich heute gehe, steht auf der Vercors Wanderkarte le Trièves unter Saint-Andéol. Wie ich im Laufe der Wanderung erfahre sind die Angaben bezüglich der Höhenmeter deutlich geschönt. Dort steht ein Höhenunterschied von 140 m, der aber in Wirklichkeit eher 500 m beträgt. Der Fehler kommt dadurch zustande, dass jemand einfach die Höhenunterschiede der einzelnen Wegpunkte addiert hat, aber vernachlässigt hat, dass zusätzliche Höhenmeter entstehen, wenn man zwischen zwei Punkten in ein Flusstal hinabsteigt und deshalb deutlich mehr Höhenmeter im Anstieg bewältigen muss. Insgesamt kommt das 2-mal vor. Es ist also etwas Vorsicht geboten, wenn man Wanderungen anhand dieser Wanderkarte wählt.

 

DSC04061


Ich fahre mit dem Auto zuerst in Richtung Monestier de Clermont, um einige Kilometer vor dem Ort links abzubiegen, Ich fahre über St. Guillaume und die D 242 nach St. Andéol. Direkt am Ortseingang befindet sich ein kleiner Parkplatz, an dem ich den Wagen abstelle.

 

DSC04062


Ich gehe in den Ort hinein. Der Weg entfernt sich ein wenig von der Straße und geht an einem Ferienzentrum vorbei nach les Charreyres. Ich gehe in Richtung Clos de Ménil. Es geht zuerst bergab auf etwa 900 m in das Tal des Rau de Berrièves, um dann wieder auf 1075 m anzusteigen. Ich bin also auf diesem Stück bereits 175 Höhenmeter angestiegen und die Wanderung ist noch lange nicht vorbei.

 

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In Clos de Ménil zweige ich nach rechts ab, um in Richtung Serre de la Terre zu gehen. Der Weg geht wieder bergab um erneut in das Tal des Rau de Berrièves hinabzusteigen. Unterwegs komme ich an einer Schafherde vorbei, die sich in den Büschen eingenistet hat.

 

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Kurz darauf kreuzt der Weg die D 242. Diese Straße ist eigentlich der direkte Weg von Gresse-en-Vercors nach St. Andéol. Auf der Hinfahrt habe ich einen kleinen Umweg gemacht. Auf der Straßenkarte ist die Straße als sehr schmal eingezeichnet, was potentiell ein paar Überraschungen bereithalten kann. Die Straße sieht aber ganz ok aus, so dass ich beschließe, sie für die Rückfahrt zu verwenden.

 

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Nachdem ich die Straße überquert habe geht es wieder bergauf nach Serre de la Terre. Hier sind schon wieder mindestens 200 m die die Wanderbeschreibung bei den Höhenmetern unterschlagen hat. Über Les Petits Clots, Creuzara, Grandes Tartices, Petites Tartices und Ruisseau Rafin geht es wieder nach St. Andél zurück.

 

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Direkt vom Parkplatz gehe ich dann anschließend noch zum Merlé weiter und wieder zurück. Der Ausflug zum Merlé nimmt kaum mehr als eine halbe Stunde bei zügigem Marsch in Anspruch. Der zu bewältigende Höhenunterschied beträgt etwa 80 m. Es gibt hier einen Aussichtspunkt.

 

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Für die Rückfahrt wähle ich die direkte Route über die D 242, die ich während der Wanderung gekreuzt habe. Die Straße ist nicht sehr breit, aber trotzdem ganz gut zu fahren, bei Gegenverkehr gibt es eigentlich keine Probleme beim Ausweichen.

Zurück am Apartment geht es an die Reinigung für die morgige Abfahrt.

 

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2. September 2012 7 02 /09 /September /2012 19:48

Höhenunterschied: 590 m

Höchster Punkt: 1.625 m

Länge: 15,8 km

Dauer: 5 h (ohne Mittagspause) bei gemütlichem Tempo

Orientierung: gut beschildert, leider habe ich den Abzweig Serre Giradet nicht gefunden

Schwierigkeit: mittelschwere Wanderung.

Wanderführer: keiner

Karte: Balades en Isère: Le Trièves, IGN 3236 OT: Villard-de-Lans

 

Das Wetter ist heute Morgen schön. Im Gegensatz zu Beginn der Woche ist die Temperatur morgens auch schon angenehmer. Heute möchte ich auf den Crête du Brisou steigen. Dieser Berg liegt direkt vor meinen Augen, wenn ich aus dem Fenster sehe.

 

2012-07-19 Gresse


Ich gehe zuerst über Croix de Serre Monet wieder nach Gresse en Vercors hinein. Kurz bevor der Weg auf die Hauptstraße geht kommt mir eine Katze entgegen, die eine Maus im Mund trägt. Als ich komme lässt die Katze die Maus los. Die Katze will dann noch etwas kuscheln, bevor sie sich wieder ihrer Maus widmet. Ich gehe dann mal wieder weiter.

 

2012-07-19 Katz und Maus

Katz und Maus Spiel

 

2012-07-19 Gresse-en-Vercors

Downtowm Gresse-en-Vercors


Im Ort schaue ich mir den letzten Wetterbericht an und gehe dann an der Kirche rechts in Richtung Pas du Bru. Dort angekommen muss ich weiter zum Col de l’Allimas. Anstatt auf dem direkten Weg gehe ich über Uclaire.

 

2012-07-19 Col de l Allimas

2012-07-19 Col de l Allimas 2

Auf dem Weg zum Col de l'Allimas


Am Col de l’Allimas folge ich der Beschilderung in Richtung Serre Giradet und Crête de Brisou. Es kommt aber irgendwie kein Abzweig, noch kommt ein Posten Serre Giradet. Ich gehe ein ganzes Stück, deutlich mehr als die 700 m die auf der Karte eingezeichnet sind, es kommt aber nirgends der Aufstieg zum Gipfel. Ich gehe wieder zurück zum Col de l’Allimas, insgesamt war ich etwa 1,3 km gelaufen, sehe aber immer noch nirgends einen abzweigenden Weg. Keine Ahnung, was ich falsch mache.

Da ich offensichtlich nicht den richtigen Weg finden kann, gehe ich um den Berg herum, um von der anderen Seite aufzusteigen. Über Combe Rouge und Aux Fayolles und nachdem ich der Forstrasse ein paar hundert Meter gefolgt bin, kommt ein Skilift und ich gehe entlang des Skilifts bergauf zum Crete de Brisou. Der Aufstieg ist ziemlich anstrengend und leider nicht besonders attraktiv, die Aussicht vom Gipfel ist aber umwerfend.

 

2012-07-19 Crete du Brisou 1

Aufstieg entlang der Skipiste: Blick zurück auf Gresse-en-Vercors

 

2012-07-19 Crete du Brisou 2

2012-07-19 Crete du Brisou 3

Am Gipfel

 

2012-07-19 Mont Aiguille

Dieser Gipfel ist uns noch vom Vortag bekannt

 

2012-07-19 Crete du Brisou 4

Auf dem Weg zurück


Der Weg zurück nach Gresse en Vercors führt nunmehr nicht entlang des Lifts sondern seitlich davon auf einer Art Kamm ins Tal hinab. Ich komme en einem andern Skilift heraus und gehe nach Champ de l’Herse bergab. Ich kürze über ein Feld ab und komme auf die Straße, die mich zurück zu Residence  führt.

 

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31. August 2012 5 31 /08 /August /2012 16:15

Höhenunterschied: 1.050 m

Höchster Punkt: 1.700 m

Länge: 18 km

Dauer: 5 h 45 (ohne Mittagspause) bei gemütlichem Tempo

Orientierung: gut beschildert, die Wege sind in der Regel gelb grün oder gelb markiert

Schwierigkeit: schwere Wanderung aufgrund der Länge und des Höhenunterschieds. Allerdings gibt es keinerlei technische Schwierigkeiten, der größte Anstieg ist der Aufstieg zum Col de l’Aupet, dieser ist aber auch nach 3 h Anmarsch noch gut zu bewältigen, da sich die Steigung in Grenzen hält.

Wanderführer:

Karte: Balades en Isère: Le Trièves, IGN 3236 OT: Villard-de-Lans

 

Nachdem ich mich langsam gesteigert habe, geht es heute an die Königsetappe um den Mont Aiguille. Der Mont Aiguille ist eines der 7 Weltwunder der Dauphiné. Auf der Fahrt Richtung Süden konnte ich den Berg früher schön öfter bewundern. Der Wanderweg führt in über 6 Stunden um den Berg herum. Auf den Berg selber kommen nur Kletterer.

Da es eine sehr lange Wanderung ist, versuche ich etwas früher aufzustehen als sonst, das gelingt mir allerdings nicht, ist aber auch egal, schließlich bin ich im Urlaub. Ich fahre mit dem Auto von Gresse en Vercors über den Col de l’Allimas nach La Batie. Kurz hinter La Batie macht die Strasse eine 90° Kurve nach links dort stelle ich meinen Wagen ab. Um 10:15 marschiere ich letztendlich ab.

In welcher Richtung sollte man die Tour du Mont Aiguille laufen? Dafür gibt es eine einfache Regel, die auf dem Sonnenstand beruht: Morgens scheint die Sonne bekanntlich aus dem Osten, deshalb sollte man in östlichen Teil der Wanderung morgens beschreiten. Am Nachmittag ist der Sonnenstand genau anders herum, man sollte also nachmittags westlich des Mont Aiguille sein. Dadurch ist der Mont Aiguille immer im richtigen Sonnenlicht. Konkret bedeutet das: Wer in La Batie losläuft sollte im Urzeigersinn laufen, wer aus dem Süden, z.B. aus Trezanne oder aus Richardière losläuft, geht gegen den Uhrzeigersinn.

Vom Parkplatz gehe ich auf der Forststraße weiter und komme zur Kreuzung Caraby. Der nächste Wegpunkt ist les Grands Clots. Es gibt hier zwei Möglichkeiten dorthin zu laufen, entweder über den direkten Weg (kürzer und steiler) oder man läuft auf der Forststraße weiter (weiter aber flacher). Ich entscheide mich für den direkten Weg. In les Grands Clots angekommen, habe ich wieder die gleiche Entscheidung zu fällen, um zum nächsten Punkt Col de Pellas zu kommen, dieses Mal gehe ich auf der Forststraße. Von hier oben bietet sich schon ein schöner Blick auf den Mont Aiguille.

 

2012-07-18 Aiguille 1


Auf der Forststraße geht es weiter zum Col de Papavet. Nach ein paar hundert Metern zweigt der Wanderweg rechts in den Wald ab, geht bergauf und geht dann wieder mit der Forststraße zusammen, die der Weg am Col de Papavet trifft. Von hier oben gibt es schöne Ausblicke ins Tal. Im Vordergrund ist der Weiler Trésanne zu sehen.

 

2012-07-18Tresanne


Für den Abstieg nach Trésanne gibt es wieder die Wahlmöglichkeit. Ich gehe über den Wanderweg über les Sagnes, les Brutinels und Seiterat nach Trésanne. Im Örtchen gibt es eine Pferdezucht und eine kleine Kirche. Der Esel hat sich bereit erklärt vor der Kulisse des Mont Aiguille zu posieren. Die nächsten 500 m gehen entlang der Straße bis zum Wegpunkt les Ruines.

 

2012-07-18Esel


Hier geht es nach rechts. Alternativ könnte man ca. 2 km auf der Straße weiterlaufen. Hier sind wahrscheinlich keine besonderen Steigungen zu bewältigen, während der Weg dem ich nach rechts folge noch 100 Höhenmeter bereitstellt. Dafür erreicht man auf diesem Weg einen prächtigen Aussichtspunkt, der die Höhenmeter schon lohnt.

 

2012-07-18 Aiguille 2


Über Aux Fontaines, Pont de Donnière komme ich schließlich nach Richardière. Hier befindet sich ein kleines Langlaufzentrum. Ein Loipenplan hängt auch aus. Etwas hinter dem Dörfchen beginnt dann der Aufstieg zum Col de l’Aupet. Der Weg steigt zunächst auf einem Pfad bergan und trifft dann auf eine Schotterstraße, der ich weiter folge. Nachdem ich etwa 100 Höhenmeter überwunden habe kommen ein paar Ruinen an denen ich eine halbe Stunde Mittagspause mache. Heute ist es schön warm. Ich ziehe mein verschwitztes Hemd aus und lege es auf einen Stein zum Trocknen, während ich mit freiem Oberkörper an der Ruine meine Brotzeit mache.

 

2012-07-18 Aiguille 3


Nachdem ich mich gestärkt habe, gehe ich auf der Schotterstraße weiter, bis diese an einem Holzplatz endet auf dem auch ein paar Autos parken. Der Wanderweg biegt jetzt rechts in den Wald ab und steigt gemütlich in Serpentinen bergan. Glücklicherweise gehen auch die verbleibenden 450 Höhenmeter mit diesem moderaten Anstieg weiter. Bei etwa 1.500 Metern verlässt der Weg den Wald. Die restlichen 150 m zum Col de l’Aupet sind dann auch gleich geschafft.

 

2012-07-18 Aiguille 4


Die Aussicht ist vom Col de l’Aupet ganz außerordentlich gut, so dass ich hier nochmal eine 15 minütige Rast einlege. Hier oben befindet sich der Mont Aiguille direkt vor meiner Nase. Es gibt Ausblick in Richtung das Tal von Richardière und auf der anderen Seite auf den Hauptkamm des Vercors.

 

2012-07-18DSC04043


Nach der kurzen Pause gehe ich wieder weiter. Der Weg steigt erst noch ein Stück bergan, bevor der Abstieg ins Tal beginnt. Der Abstieg ist dem Aufstieg auf der anderen Seite sehr ähnlich. Lediglich vor „Sous la Cascade de la Pisse“ ist ein steilerer Abschnitt. Etwas weiter kommt les Granges wo ein Baumabenteuerpark kommt, an dem sich Jung und Alt vergnügen. Ab hier geht es auf einer Schotterpiste wieder zum Ausgang der Wanderung zurück. Ich fahre auf dem direkten Weg wieder nach Gresse en Vercors zurück und mache nochmal beim Office de Tourisme halt. Am Donnerstagvormittag soll das Wetter noch gut sein, danach ziehen Wolken auf.

Bis dato verteile ich keine Bewertungen für die Wanderungen, meistens sind die Wanderungen, die ich mache auch ganz gut. Auf einer Amazon Bewertungsskala von 1 bis 5, würde diese Wanderung problemlos 5 Sterne bekommen. Wer sich die Distanz und die Höhenmeter zutraut, sollte diese Wanderung auf jeden Fall machen.

 

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