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12. März 2012 1 12 /03 /März /2012 22:03

Ich habe eine Urlaubsgelegenheit gesucht, bei der ich am Samstag den 24. September wieder zurück bin, da an diesem Samstag ein Rennen der Trophée Lausannois in Renens stattfindet. Deshalb habe ich eine Woche Urlaub von Freitag bis Freitag gewählt. Mit den vielen Rennen ist es gar nicht so einfach einen geeigneten Urlaubstermin zu finden. Ich werde nächste Jahr wohl ein paar Rennen auslassen. Auch aus sportlichen Gründen macht es wahrscheinlich keinen Sinn so viele Läufe zu absolvieren. Mit der Tour de Pays de Vaud, die jeden Mittwochabend stattfindet und anderen Rennen, hatte ich die letzten 3 Wochen 2 Rennen pro Woche, was auf Dauer ziemlich anstrengend ist. Zum Trainieren bin ich in dieser Zeit auch nicht gekommen. Immerhin habe dieses Jahr bereits 23 Laufveranstaltungen absolviert und an 4 Mountainbike Rennen teilgenommen. Eine kleine Pause tut mir wahrscheinlich gut, um mich auf das Ende des Jahres vorzubereiten.

Am Samstag den 24. September findet dann in Renens ein 10 km Lauf im Rahmen der Trophée Lausannois statt. Bei diesem Rennen sollte ich außerdem eine gute Leistung bringen, da dieses Rennen doppelt zählt. Im Anschluss daran muss ich etwas trainieren, um mich für das Rennen Morat-Fribourg (zu Deutsch auch Murtenlauf genannt) vorzubereiten. Das Rennen ist wichtig für mich, da es mich auf längere Läufe vorbereiten soll. Der Lauf geht über 17 km und so komme ich schon langsam in den Bereich der Halbmarathonläufe. Das Wochenende darauf findet dann mit Run Evasion Rhone in Genf ein Lauf über 22 km statt, an dem ich ebenfalls teilnehmen möchte. Im Anschluss an diesen Lauf kann ich eine dreiwöchige Wettkampfpause einlegen, wo ich mich auf den Lausanne Marathon vorbereiten kann. Hier werden 3 Wettkampfstrecken angeboten: ¼ Marathon, ½ Marathon und natürlich die komplette Distanz. Ich möchte gerne am Halbmarathon teilnehmen, eine komplette Marathondistanz ist wahrscheinlich zu lange für mich. Aber wer weiß, das Training wird mir hoffentlich sagen, wo ich stehe.

Seit 3 Monaten ist dies mein erster Urlaub. Zuletzt war ich eine Woche im Juni im Vercors. Eigentlich habe ich bereits im August eine Woche Urlaub nehmen wollen. Ich habe mich aber dazu entschlossen zu arbeiten, was letztendlich keine gute Entscheidung war, da ich ständig nur irgendwelche dämlichen Anfragen beantworten musste und ich zu dem was ich eigentlich machen wollte sowieso nicht gekommen bin. Dann kam auch ab dem 10. August die Tour de Pays de Vaud dazu, so dass es auch keine Möglichkeit mehr für Urlaub gab.

Nächstes Jahr werde ich aber nicht alle Rennen der Tour laufen, so dass ich etwas flexibler werde. Ich werde in Zukunft auch ein paar Wochenend-Touren für Juli und August planen. Ich würde dann an einem Wochenende und möglicherweise auch noch am Freitag und Montag in die nähere Umgebung (bis ca. 200 km fahren), dort zelten und ein paar hübsche Wanderungen machen. Die Entscheidung erfolgt dann kurzfristig, wenn der Wetterbericht ein paar schöne Tage in Folge ansagt (ansonsten macht das Zelten keinen Spaß). Ich muss im Herbst und Winter ein paar solcher Reisemöglichkeiten erarbeiten.

Aus den oben genannten Gründen habe ich ein Mobilhome auf dem Campingplatz le Mas Fleuri in Sospel gemietet. Ursprünglich wollte ich direkt an die Côte d’Azur fahren, entweder nach Hyères oder nach St.Raphael. Als ich den Campingplatz in Sospel gefunden habe, habe ich mein Reiseziel geändert. Die Miete geht von Freitag bis Freitag und kostet etwa 350 € für eine Woche. Ich habe schon günstiger gewohnt, aber es ist preislich ist das noch in Ordnung.

Ich war bereits vor 8 Jahren in Sospel. Damals habe ich gezeltet und war auf dem Camping Ste. Madelaine. Ich war im Juni da und wollte ursprünglich nur eine Woche bleiben, um anschließend in Richtung Cannes weiterzufahren. Das Wetter war damals fantastisch. Es war einer der heißesten Sommer mit Temperaturen regelmäßig über 30 °C. Geregnet hat es auch kein einziges Mal. Der Zeltplatz war fantastisch gelegen mit einer herrlichen Aussicht auf die Berge. Da es so schön war, bin ich entgegen der ursprünglichen Planung gleich zwei Wochen geblieben.

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5. März 2012 1 05 /03 /März /2012 21:21

Um 9:15 habe ich Termin, um mein Mobilhome wieder abzugeben. Die Visite geht ziemlich zügig und um 9:20 bin ich auch schon auf dem Weg nach Hause. Das Wetter ist phantastisch. Ich fahre über die D2 in Richtung Méounes-lès-Montrieux. Auf der Straße sind ziemlich viele Radfahrer unterwegs. Die Straße ist aber auch landschaftlich sehr schön.

Weiter geht es dann in Richtung St-Maximine-la-Ste-Baume. Hier ist am Samstagmorgen immer viel Verkehr und nicht ganz einfach durchzukommen. Eine Umfahrung gibt es leider auch nicht. Bei strahlendem Sonnenschein fahre ich nachdem ich beim Aldi rechts abgebogen bin auf der D3 in Richtung Rians, Ginasservis, Vinon-sur-Verdon nach Manosque.

Ab hier geht es auf der Autobahn weiter. Nach 52 km wechsle ich hinter Sisteron auf die N75/D1075 in Richtung Laragne-Monteglin. Ich habe aber noch ausreichend Kraftstoff im Tank, so dass ich diesmal keinen Boxenstopp mache. Im Buechtal, bei der Einfahrt zu der Gorges d’Agnielles mache ich Mittagspause. Gegen 13:00 breche ich dann in Richtung Grenoble auf.

Bei Monestier-de-Clermont wechsele ich wieder auf die Autobahn und fahre bis zum IKEA nach Grenoble. Um 14.30 bin ich im Restaurant. Es gibt hier noch Mittagessen bis 15:00 (unter der Woche ist bis 14:30 offen). Danach gibt es wohl nur noch Kaffee und Kuchen. Da ich im Urlaub keine Zeit hatte, mir genauere Gedanken über mein Küchenregal zu machen, schlendere ich noch durch den Laden, kaufe aber nichts.

Nach Chambéry fahre ich über die Autobahn weiter. Es ist schon ungewohnt wie schnell es hier vorwärts geht, auf der Landstraße hätte ich mindestens doppelt so lange gebraucht. Nördlich von Chambéry fahre ich von der Autobahn in Grésy-sur-Aix ab, um noch beim Decathlon shoppen zu gehen. Der Laden liegt direkt an der Autobahnabfahrt. Anschließend fülle ich noch meine Vorräte fürs Wochenende bei Aldi in Rumilly auf, und fahre dann über die Landstraße über Frangy und dann die Autobahn bei Genf nach Hause, wo ich gegen 19:20 schließlich ankomme.

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5. März 2012 1 05 /03 /März /2012 21:15

Höhenunterschied: 350 m

Höchster Punkt: 330 m

Dauer: 4 h

Orientierung: einfach

Karte: IGN 3346 OT: Toulon

Schwierigkeit: einfach, aber lange

 

Heute zum Abschied möchte ich noch einmal das Meer sehen. Das Wetter ist sonnig, kommt mir aber recht frisch vor. Das täuscht aber, denn an der Sonne wird es schnell sehr heiß. Ich fahre nach Sanary-sur-Mer und dann weiter nach Six-Fours-les-Plages. Hier fahre ich dann in Richtung Fabrégas. Hier sind ein Kreisverkehr und die Endhaltestelle für den Bus. In unmittelbarer Nachbarschaft des Kreisverkehrs ist ein Parkplatz auf dem ich den Wagen parke. Von Kreisverkehr biegt die D 816 ab, die eigentlich für Fahrten in Richtung Cap Sicié und nach le Brusc gedacht ist. Ein Hinweisschild sagt aber, dass die Straße nach 200 m gesperrt ist, angeblich wegen Brandgefahr.

 

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Vom Parkplatz gehe ich hinab in die Bucht von Fabrégas. Dort biege ich nach rechts ab auf eine Privatstraße, die den Berg hinauf führt. Nach einiger Zeit zweigt der sentier littoral ab. Nach einiger Wegstrecke, kommt eine Absperrung: Der Weg ist gesperrt. Da ich schon meine Erfahrung mit gesperrten Wegen, insbesondere mit Wegen an der Küste gemacht habe, gehe ich weiter, es steht auch leider nicht da, was die Alternativen sind. Ich setze meinen Weg fort und komme an eine Stelle, an der schon eine Wandergruppe Halt gemacht hat. Ein Erdrutsch hat wohl den Wanderweg in Mitleidenschaft gezogen. Die Wandergruppe kehrt wohl um, ich gehe einfach über die heiklen Passagen und kann so die Wanderung fortsetzen. Nach einiger Zeit komme ich an die Absperrung von der anderen Seite, hier hängt ein Plan und eine Beschreibung, wie die heikle Stelle zu umgehen ist.

Es wäre auch mal schön, wenn die lokale Verwaltung anstatt überall nur Verbotsschilder aufzuhängen mal die Wege repariert. Auf dem Schild steht nämlich auch, dass die Gemeinde im Dezember 2008 beschlossen hat, den Weg zu sperren, und dass dieser Beschluss einen Beschluss von 2004 bestätigt: 6 Jahre hat also niemand irgendwas gemacht.

 

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Ich gehe jetzt wieder regulär auf dem sentier littoral weiter. Der Weg führt nicht direkt am Wasser, sondern in der Regel 30 m bis 50 m oberhalb der Wasserkante entlang. Besonders im Blick rückwärts bieten sich mir schöne Ausblicke auf die wellige Küste. Etwas weiter hinten sehe ich die Halbinsel von St-Mandrier.

 

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Der Weg führt schließlich auf einer breiteren Schotterpiste weiter, bis irgendwann dann der Aufstieg nach Cap Sicié beginnt. In Serpentinen geht es über 200 Höhenmeter nach oben. Die Hitze macht den Anstieg zusätzlich anstrengend. Oben am Gipfel stehen ein paar Ruinen einer alten Befestigung. Hier oben sehe ich einen Vogel der einen Kopf mit einer Art Irokesenfrisur hat. Auf einer Infotafel mit den hier heimischen Vogelarten kann ich den lustig aussehenden Vogel als huppe fasciée (zu Deutsch: Wiedehopf) identifizieren.

 

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Es gibt 2 Möglichkeiten hier weiter zu laufen, zum einen auf einem felsigen Pfad, zum anderen auf einer kleinen Schotterpiste parallel dazu. Ich laufe anfänglich auf dem Pfad, wechsle dann über zur parallel verlaufenden Schotterpiste, auf der ich laufe, bis ich an eine Straße komme, die mich bergauf zur Notre Dame de Mai führt.

Hier oben ist die Kapelle Notre Dame du Mai und ein Sendemast. Es gibt hier eine schöne Aussicht, die von La Ciotat, Bandol, Sanary-sur-Mer nach Toulon, der Halbinsel von St-Mandrier, der Halbinsel von Giens und der Insel von Porquerolles reicht. Dazwischen ist das Massiv des Ste-Baume zu sehen, daneben der Mont Caume und der Mont Faron. Es hat sich gelohnt hier herauf zu steigen. Über eine Leiter, steige ich auf einen kleinen Turm. Ich setze mich auf den Rand der Ummauerung und mache Mittagspause, während ich die herrliche Aussicht genieße.

 

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Für den Rückweg beschließe ich über den Fôret de Janas zu gehen. Dazu muss ich erst wieder zum Cap Sicié zurückgehen und dann den Hauptweg hinuntergehen, bis ich an der D 816 ankomme. Von dort geht es relativ eben durch den Wald zu einem Campingplatz, den ich links umgehe. Hier stehen eine ganze Menge Mobilhomes. Auf der anderen Seite des Campingplatzes, ist ein großer Parkplatz. Ich gehe weiter an einem Abenteuerpark vorbei in Richtung Fabrégas. Ich habe zwar schon woanders solche Parcours gesehen, diese Abenteuerparks scheinen in Frankreich ziemlich angesagt zu sein, hier kann man aber schön einsehen, was es alles für Hindernisse auf einem solchen Parcours gibt.

Ich stoße schließlich auf die D 816 und gehe dort weiter bis zum Parkplatz. Wie auf Höhe des Parkplatzes angekündigt, ist 500 m bevor ich den Parkplatz erreiche, ein Container mit einer Schranke aufgestellt. Im Container sitzt ein Arbeiter, der als sich ein Servicefahrzeug nähert, die Schranke öffnet.

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3. März 2012 6 03 /03 /März /2012 06:43

Höhenunterschied: 690 m

Höchster Punkt: 420 m

Dauer: 6 h

Orientierung: einfach

Karte: IGN 3346 OT: Toulon

Schwierigkeit: einfach, aber lange

 

Heute ist das Wetter schön, lediglich der Wind ist ziemlich stark. Ich fahre heute wieder einmal nach Ollioules. Dieses Mal geht es auf den Gros Cerveau. Man kann auf der D 20 bis zum Parkplatz am Parcours sportiv und der Kläranlage hochfahren. Ich entschließe mich jedoch vom Tal aus zu laufen.

 

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Ich parke wie bei der Wanderung durch die Gorges du Destel am Parkplatz am Place Paul Lemoyne in Ollioules. Heute ist der Parkplatz ziemlich voll, allerdings finde ich gerade noch einen freien Parkplatz. Ich nehme heute ausreichend Wasser mit, insgesamt 2,5 l. Gegen 10:00 laufe ich los, zuerst geht es durch den Ort. Heute scheint Markttag zu sein. Es sind einige Obst- und Gemüsestände aufgestellt. Ich gehe bergan zur Ruine der Burg von Ollioules. Der Weg geht entlang des GR 51 und nachdem die Straße aufhört geht ein Wanderpfad weiter den Berg entlang. Ich stoße schließlich auf die D 20, der ich einige hundert Meter folge bis ich am Parkplatz des parcours sportiv ankomme, von dem ich theoretisch die Wanderung auch hätte beginnen können. Allerdings hat sich der Aufstieg hierher durchaus gelohnt. Während des Anstiegs gab es immer wieder schöne Ausblicke in Richtung Gorges d’Ollioules und Évenos. Rückwärtig zu sehen ist Ollioules mit Toulon und der Côte d’Azur im Hintergrund.

 

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Am Parkplatz biege ich links auf einen Wanderweg ein, der durch das typische Buschland der Provence führt. Nach einiger Zeit ist vom Weg aus eine schöne Aussicht auf die Côte d’Azur zu genießen. An einer Wegkreuzung geht es schließlich steil bergauf und schließlich treffe ich wieder auf die D 20 der ich einige Zeit folge, bis sie auf den GR 51 trifft.

 

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Von hier aus gehe ich auf dem GR 51 weiter bis zur Grotte de Garou. Hier mache ich Rast und besichtige die Grotte. Der Zugang zur Grotte ist nicht ganz einfach und verlangt einiges Klettergeschick. Auf dem GR 51 vor der Grotte de Garou befindet sich ein kleiner Naturlehrpfad mit einigen Schildern zur Beschreibung diverser Pflanzen.

 

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Anschließend gehe ich auf dem GR 51 wieder denselben Weg zurück. An der Kreuzung mit der D 20 steige ich jetzt auf dem GR 51 zum Gros Cerveau hinauf. Hier oben gibt es ein paar alte verfallene Festungsanlagen. Die Aussicht ist ausgezeichnet, zum einen sehe ich auf die Côte d’Azur hinab. Links ist Toulon zu sehen. Unten liegt Sanary- sur-Mer, rechts ist Bandol mit der Île de Bendor. Auf der anderen Seite liegt ein großer Steinbruch.

 

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Hinter der Festung geht der GR 51 weiter und steigt steil den Berg hinunter. Ein Jogger begegnet mir, der hier bergan läuft. Nach einer guten Wegstrecke oberhalb des Steinbruchs entlang trifft der Weg wieder auf die D 20. Es gibt hier wohl die Möglichkeit, abseits der Straße weiterzulaufen, ich entschließe mich dem GR 51 folgend auf der Straße zu laufen. Auf der Straße ist heute sowieso nichts los. Vermutlich ist sie hier gesperrt. Weiter oben auf der Straße stand nämlich, dass die Straße im Hochsommer bis zum 15. September nicht befahren werden darf. Das trifft wohl auch auf den unteren Abschnitt ab dem Parkplatz von parcours sportive zu. Wanderungen auf Straßen sind meistens langweilig, außerdem tun mir nach einiger Zeit auf dem harten Asphalt irgendwann die Füße weh. Die Wanderung auf der D 20 ist aber als sehr schön zu bezeichnen. Es gibt hier eine fantastische Aussicht in Richtung Toulon auf der gesamten Wegstrecke zu genießen.

 

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Der GR 51 biegt schließlich wieder von der Straße ab. Zuerst steigt er etwas bergan, um dann anschließend hinter einer Klärstation zum Parkplatz beim parcours sportif. anzukommen. Möglicherweise wäre der Weg über die D 20 hier ebenfalls vorteilhafter, da vermutlich die Aussicht besser sein könnte. Von hier steige ich weiter dem GR 51 folgend wieder auf dem gleichen Weg wie beim Hinweg nach Ollioules ab. Die Aussicht ist noch besser als am Morgen, wo der Blick in Richtung Toulon durch Gegenlicht gestört war. Der Aufstieg von Ollioules hat sich wirklich gelohnt.

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1. März 2012 4 01 /03 /März /2012 07:33

Höhenunterschied: 350 m

Höchster Punkt: 70 m

Dauer: 5 h

Orientierung: einfach, die ganze Strecke ist gelb markiert oder als sentier littoral ausgeschildert. Unterwegs sind Wegpunkte bezeichnet, welche die Entfernung zum Port de Bandol bzw. zum Port de Madrague anzeigen.

Karte: IGN 3245 ET: Aubagne, La Ciotat

Schwierigkeit: einfach, aber lange

 

Heute Nacht hat ein Unwetter gewütet. Gegen 3 Uhr in der Früh bin ich aufgewacht: Es regnet stark und ständig blitzt es. Ich muss die Vorhänge im Schlafzimmer, die normalerweise offen sind schließen. Der Strom ist ausgefallen. Zum Glück habe ich die Lidl Taschenlampe im Rucksack. Eine halbe Stunde später ist auch wieder Strom da. In der Früh ist zwar alles noch feucht, aber das Wetter ist viel besser. Die Sonne scheint und der Himmel ist blau. Es sind lediglich noch einige Wolken am Himmel.

Heute möchte ich eine Küstenwanderung von Saint-Cyr nach Bandol machen. Zu diesem Zweck fahre ich zuerst mit dem Auto nach Bandol. Auf den Straßen sind noch die Spuren des nächtlichen Gewitters zu sehen: teilweise liegt Geröll und Schlamm auf den Straßen. In Bandol parke ich am Parking du Centre. Dieser liegt direkt am Hafen von Bandol. Der Parkplatz ist kostenpflichtig. Ich bin leider etwas knapp dran. Um 9:20 parke ich und muss spätestens um 9:38 am Bahnhof von Bandol sein, da dann mein Zug nach Saint-Cyr fährt. Da die Wanderung nur in einer Richtung geht, muss ich die Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln absichern. Ich habe mir bereits vor der Reise, die Fahrpläne der Strecke Marseille – Toulon – Hyères aus dem Internet heruntergeladen. Es fahren auf der Linie relativ häufig Züge, leider kommt nach meinem Zug eine Lücke: der nächste Zug käme erst wieder um 11:08.

Als ich endlich am Bahnhof ankomme steht am Schalter eine Schlange. Zum Glück steht auf dem Bahnsteig ein Fahrkartenautomat, der mir problemlos eine Fahrkarte zum Preis von 1,90 € ausgibt. Es ist 9:35, ich habe meine Fahrkarte noch gestempelt und stehe abfahrbereit mit anderen Leuten am Bahnsteig in Richtung Marseille. In Frankreich herrscht übrigens Linksverkehr bei der Bahn. Nur leider kommt erst einmal kein Zug. Am Vortag war noch die große Streikwelle in Frankreich. Eigentlich soll der Streik heute vorbei sein.

Getreu dem Motto „Avec la SNCF - Tout est possible“, was man gehässig mit „bei der französischen Staatsbahn kann dir alles passieren“ übersetzen könnte, ist um 9:38 kein Zug da. Das war wohl früher mal ein Werbeslogan der Bahn in Frankreich, er war natürlich positiv auszulegen. Der Schuss ging aber bei dieser Kampagne nach hinten los. Kurz darauf fährt ein TGV durch den Bahnhof und jetzt ist klar, dass der Regionalzug wohl dahinter kommt und da er zwischen Toulon und Bandol auch noch halten muss, dürfte der Zug wohl in einigen Minuten kommen. Mit etwa 10 minütiger Verspätung trifft der Zug dann ein. Der Zug besteht aus zwei relativ neuen zweiteiligen Doppeldecker Triebwagen. Bereits bei der nächsten Station in Saint-Cyr-sur-Mer/Les Lecques steige ich wieder aus.

Es ist eigentlich einmal ganz angenehm, wenn man für die Wanderungen die öffentlichen Verkehrsmittel einplanen kann. In meinem Falle ermöglicht es mir die komplette Wanderung von St-Cyr nach Bandol zu machen, ohne unterwegs umkehren zu müssen. Leider ist der öffentliche Nahverkehr in Frankreich meist nicht besonders gut, so dass sich leider solche Gelegenheiten nicht allzu häufig anbieten.

Vom Bahnhof laufe ich zuerst einmal in Richtung Plage des Lecques. Die Strecke ist leider nicht besonders schön. Auf der Avenue des Lecques gibt es noch nicht einmal einen Bürgersteig.

 

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Plage des Lecques

 

Nachdem ich endlich am Strand angekommen bin, laufe ich zuerst auf der Uferpromenade und dann auf einer Straße zum Port de la Madrague. Das Meer ist heute schön blau. Lediglich in der Nähe des Strandes ist das Wasser ziemlich braun. Das Unwetter der Nacht hat wohl einigen Schlamm ins Meer gespült. An dem kleinen Hafen von Madrague fängt schließlich der sentier littoral an, den ich im weiteren Verlauf der Wanderung begehe.

 

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Port de la Madrague


In St-Cyr gibt es in Strandnähe auch Parkplätze, allerdings ebenfalls wie mein Parkplatz in Bandol gebührenpflichtig. Allerdings kostet hier eine Stunde parken 1,60 €. Auf dem Parkplatz in Bandol sollen 7 h Parken hingegen gerade einmal 5,00 € kosten. Sofern man nicht gezielt kostenlose Parkplätze sucht und dafür einen größeren Anmarsch in Kauf nimmt, ist es also für diese Wanderung günstiger das Auto in Bandol abzustellen. In beiden Orten gibt es aber wohl kostenlose Parkplätze, solange man nur weit genug vom Strand weg parkt.

 

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Von dem Port de la Madrague gehe ich auf dem schönen Weg zur Pointe Grenier. Hier ist eine alte Gipsmine –brennerei und –verladung gewesen, von der noch einige Ruinen vorhanden sind. In unmittelbarer Nähe der Gipsmine mache ich einen Aufstieg zu einem kleinen Fort am Berg machen, von dem ich einen schönen Ausblick in Richtung St-Cyr, La Ciotat und das Massiv de la Sainte Baume habe.

 

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Am Sentier littoral steht eine Absperrung, die allerdings zur Seite geschoben wurde. Ich gehe trotzdem auf dem Weg weiter. Im weiteren Verlauf ist auch nicht erkennbar, warum diese Absperrung dort steht. Der Weg ist einwandfrei. Selbst der Orkan aus der vergangenen Nacht hat dem Weg nichts anhaben können. Es gibt auch selten Stellen, die etwas matschig sind, trotz der kräftigen Regengüsse. Ich laufe problemlos weiter zur Pointe Fauconnière. Gelegentlich werfen ein paar Wolken Schatten. Das Wetter ist aber stabil und wird eher besser. Die Wolken verziehen sich allmählich.

 

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Weiter geht es zur Pointe des Trois Fours. Hier ist eine Wohnsiedlung für Minderbemittelte und deshalb ist hier genau reglementiert, wo man laufen darf und wo nicht. Über die Pointe de Défens weiter zur Pointe d’Alon komme ich immer wieder an Häusern vorbei. Teilweise sind Häuser und Grundstücke ganz ansprechend, allerdings ist es schon verwunderlich, was für hässliche Betonblöcke sich manch einer auf sein sündteures Grundstück stellt. An der Pointe d’Alon mache ich Mittagspause.

Dieses Mal habe ich auf dem Navi nur einige wichtige Wegpunkte eingegeben. Auf der einen Seite macht der Weg so viele Windungen, dass man fast nicht so viele Wegpunkte markieren kann, auf der anderen Seite ist der sentier littoral nicht zu verfehlen, so dass es das Navi nicht braucht. Es ist allerding schön zu wissen, wo ich mich gerade aufhalte. Auf manchen Wanderungen kommen viele Punkte, Buchten usw. so dass man manchmal gar nicht genau weiß wie weit man schon gelaufen ist. Außerdem läuft beim Navi immer die Trackaufzeichnung mit, möglicherweise ist das ganz nützlich, wenn man eines Tages die Wanderung nochmal laufen will. Im Zweifel kennt auch die Trackaufzeichnung den Weg zurück.

 

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Der Weg führt schließlich bergauf und kommt an der Bahnstrecke Toulon-Marseille heraus. Der Weg führt parallel zur Bahn. Leider ist die Strecke eingezäunt, sonst würde ich versuchen, ein Foto von einem Zug zu machen. Der Weg steigt oberhalb der Bahnstrecke an. Als ich oben bin, kommt sogar ein Regionalzug in Richtung Marseille vorbei. Hier oben komme ich an Galère vorbei. Das ist eine Felsformation, die gleich an der Küste liegt und wie ein Boot aussieht. Beim Weitergehen geben die Batterien des Navis den Geist auf: das Gerät zeigt einen niedrigen Batteriestand an. Es läuft aber noch mindestens eine halbe Stunde ohne Probleme weiter.

 

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Hinter der Pointe des Engraviers, verlässt der Weg kurzzeitig die Küste und führt hinter einem Ferienblock vorbei. Jetzt führt der Weg auf einer Straße weiter in Richtung Bandol. An der Presqu’île de Capelan, mache ich noch eine letzte Pause und schalte jetzt die Trackaufzeichnung und dann das Navi ab.

Ich gehe auf der Straße bis zum Fremdenverkehrsbüro in Bandol. Bandol bildet hier eine Art Halbinsel. Ich gehe zum Strand Anse de Renécros. Ich umrunde die Ausbuchtung von Bandol ins Meer. Gegenüber liegt die Île de Bendor. Vom Hafen von Bandol gehen regelmäßig Boote zur Insel. Nachmittags hat sich das Wetter weiter stabilisiert. Allerdings ist es jetzt ziemlich windig.

 

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Am Rückweg zum Auto komme ich noch einmal am Fremdenverkehrsbüro vorbei. Dort hängt eine aktuelle Wettervorhersage, nach der die nächsten Tage weiterhin kräftig die Sonne scheinen solle. Ich habe wohl die bereits vorher angekündigte Schlechtwetterperiode ganz gut überstanden.

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28. Februar 2012 2 28 /02 /Februar /2012 06:59

Es ist heute ziemlich grau. Es tröpfelt. Ich habe die Befürchtung, dass das Wetter sich weiter verschlechtert. Der Wetterbericht im Radio sagte heute Morgen Sturm und Regen voraus. Es wird auch immer dunkler. Ich bleibe erst einmal in meinem Mobilhome. Um 11:00 fängt es stärker an zu regnen, es ist ziemlich unbeständig.

 

Höhenunterschied: 250 m

Höchster Punkt: 563 m

Dauer: 2 h 30

Orientierung: nicht immer ganz offensichtlich, teilweise sind die Wege farblich markiert, Beschilderungen fehlen völlig.

Karte: IGN 3245 ET: Aubagne, La Ciotat

Schwierigkeit: einfach

 

Nach dem Mittagessen beschließe ich noch eine kleine Wanderung zu machen. Das Wetter hat sich seit über 2 Stunden trocken gehalten. Ich fahre also nach les Bastides bei Roquefort, um auf den Montounier zu steigen. Vorher habe ich noch die Wegpunkte der Wanderung in das Navi eingetragen. Auf der Fahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung fängt es zu tröpfeln an, allerdings nicht stark genug, um mich zur Umkehr zu motivieren.

Die Strecke führt steil bergan. Als ich den Berg hinaufsteige, fängt es an zu tröpfeln. Nachdem ich die Kapelle St-André erreicht habe, gehe ich weiter bergan. Es tröpfelt etwas stärker, so dass ich jetzt mit Regenschirm weiterwandere. Die Wegfindung ist nicht ganz einfach, das liegt auch daran, dass der Weg auf dem ich gehen wollte hinter einem Schotterwall abzweigt und deshalb nicht sofort zu sehen ist. Ich laufe auf dem größten Weg und bin prompt falsch. Das Navi zeigt mir immer größere Abweichungen von Zielpunkt an. Da das Navi nur den Luftlinienweg zum nächsten Wegpunkt anzeigt und der Weg laut Karte doch einige Kurven hat und so von der Ideallinie abweicht, war mir die fehlerhafte Route anfangs nicht aufgefallen. Schließlich komme ich an eine Kreuzung, bei der ich auf einen GR stoße. Nachdem ich meine aktuelle Standortposition mit der Karte vergleiche, stelle ich fest, dass ich schon am Montounier angekommen bin. Auch der Höhenmesser bestätigt meine Position. Ich bin also den Weg gelaufen, den ich eigentlich am Rückweg nehmen wollte. Dies ist nicht weiter schlimm, hier oben ist auch das Wetter auf einmal besser. Gelegentlich blickt sogar die Sonne durch.

 

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Nach einer kurzen Pause laufe ich auf dem GR in Richtung Süden wieder den Berg hinab. Unten ist jetzt auch das Meer und la Ciotat zu erkennen. Bei der Kreuzung zwischen GR 98 und GR 51 gehe ich nach rechts und komme zur Cabanon du Marquis. Das Wetter hält sich freundlich. Kurz nach der Hütte gehe ich rechts auf einen Pfad ab, der mich wieder zurück zur Chapelle St-André bringt.

 

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Von hier steige ich wieder auf dem gleichen Weg wie auf dem Hinweg bergab.

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27. Februar 2012 1 27 /02 /Februar /2012 22:07

Höhenunterschied: 600 m

Höchster Punkt: 370 m

Dauer: 5 h

Orientierung: problemlos; teilweise wäre es vorteilhaft, wenn die Markierungen etwas besser sichtbar wären. Teilweise gibt es Weggabelungen aber keine Markierung.

Karte: IGN 3346 OT: Toulon

Schwierigkeit: Hardcore, die Wanderung hat einige knackige Kletterpassagen

 

Heute Morgen ist es schön, der Himmel ist blau. Es ist der ideale Tag in die Gorges du Destel zu wandern. Wenn es die nächsten Tage regnet, gäbe es sonst keine Möglichkeit mehr diese Wanderung zu machen. Ich fahre um 8:40 nach Ollioules ab, und parke dort am Parkplatz am Place Paul Lemoyne. Es gibt hier zwar einige Parkplätze, jedoch ist die Auslastung des Parkplatzes doch ganz ordentlich. Wäre ich gestern als der Antiquitätenmarkt in Ollioules war hierher gefahren, wäre es unter Umständen schwierig für mich geworden, einen Parkplatz zu finden.

Ich gehe durch den Ort, um zum Ausgangspunkt der Wanderung in Bonnefort (53 m) bei der Brücke über den Fluss Reppe zu kommen. Dabei komme ich am Fremdenverkehrsbüro vorbei. Draußen hängt ein Wetterbericht, allerdings völlig veraltet vom Donnerstag letzter Woche. Um 9:30 bin ich schließlich da und beginne die Wanderung.

Heute habe ich als Wanderunterstützung und Test mein neues Garmin eTrex Vista HCx dabei. Am Vorabend habe ich bereits 9 Wegpunkte anhand der IGN Karte programmiert. Als ersten Wegpunkt gehe ich das Plateau de Taillan (232 m) an. Anhand der IGN-Karte ist dieser Punkt eigentlich ziemlich einfach zu finden. Mein Garmin Navi hat aber eindeutig Orientierungsprobleme. Zwar zeigt es gut die Entfernung zum Wegpunkt an und da ich mich kontinuierlich annähere, bin ich offensichtlich auf dem richtigen Weg, nur zeigt der Pfeil auf dem Kompass-Menu mit der Weg Richtung genau in die falsche Richtung. Das Navi sollte doch eigentlich wissen wo es langgeht? Knapp vor dem ersten Wegpunkt, finde ich eine Funktion zur Kalibrierung des Kompasses. Ich muss mich dazu 2-mal mit dem Navi um die eigene Achse drehen, und tatsächlich weiß das Gerät jetzt in welche Richtung wir laufen müssen.

 

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Beim Aufstieg zum Plateau de Taillan kann ich nach Ollioules hinab sehen. Auf dem gegenüberliegenden Hügel liegt die Ruine der Burg von Ollioles. Als ich am Plateau de Taillan ankomme, macht das Navi einen kleinen Pieps, um mir zu signalisieren, dass ich am Wegpunkt angekommen bin. Da ich die Wegpunkte zu einer Route zusammengefasst habe, wählt das Gerät auch sofort den nächsten Wegpunkt an, der mich nach links wieder bergab in die Gorges d’Ollioules (75 m) führt. Das Wetter ist ziemlich warm, es weht auch kein Wind, so dass ich jetzt schon völlig durchgeschwitzt bin.

Ich gehe etwa 300 m in der Gorges d’Ollioules weiter. In der Schlucht verläuft auch die N 8 auf der anderen Seite des Bachs. Schließlich geht es rechts in die Gorges du Destel. Der Weg führt meist auf dem Bachbett entlang, darum ist klar, dass diese Wanderung nur bei trockenem Wetter gemacht werden sollte. Das Bachbett ist mit großen Felsbrocken gefüllt.

 

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Am Anfang ist die Wanderung durch die Schlucht auch noch vergleichsweise einfach. Nach und nach kommen aber immer schwierigere Stellen. Teilweise sind Ketten gespannt, die den Aufstieg über die Felsstufen erleichtern sollen. Vereinzelt haben sich im Bachbett in dem durch den Bach ausgehölten Fels Tümpel gebildet. Kurz vor den Cuves du Destel geht es nicht weiter: senkrecht steigt das Bachbett an einem Strudeltopf hier mehrere Meter an. Ein großer gelber Pfeil zeigt nach rechts.

 

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Hier zweigt ein Weg ab, mit dem die Cuves de Destel umgangen werden können. Weg? Habe ich Weg geschrieben? Naja, so ganz richtig ist das nicht. Es geht fast senkrecht den Fels hinauf. An einigen Stellen finden sich Seile bzw. Ketten, aber nicht alle Kletterpassagen sind so luxuriös ausgestattet. Ich muss mindestens 70 m quasi im free solo nach oben klettern. Oben angekommen geht es wieder bergab in die Schlucht. Von hier sieht man eine Straße oberhalb und auf der anderen Seite der Schlucht. Wahrscheinlich wird von hier der Schrott, den man in der Schlucht finden kann, abgeladen. Nach rechts führt ein Weg bergan, mit dem man den Rundweg abkürzen kann und am Höhenweg für den Rückweg ankommt.

 

Der Weg bergab enthält eigentlich keine Kletterpassagen mehr. Leider verpasse ich den korrekten Abzweig und gehe zu früh bergab. Hier muss ich teilweise bergab klettern. Der Schlucht Grund ist wieder in Sicht. Allerdings ist der letzte Abschnitt doch relativ weit um dort hinunterzuklettern. Ein Seil wäre hier hilfreich. Mit Mühe steige ich den Fels bergab, das letzte Stück verliere ich die Bodenhaftung und schlittere einen halben Meter bergab. Leider weiß ich noch nicht, dass ich hier falsch bin und in einem der Cuves de Destel hinabgestiegen bin. Hier führt nämlich kein Weg weiter. Die Wand ist zu hoch. Zuerst versuche ich seitlich an der Wand hoch zu klettern. Das ist allerdings zu schwierig, da ich keinen richtigen Halt mit den Händen finde. Außerdem hat der Fels einen leichten Bauch über den ich erst mal drüber kommen müsste. Alternativ bietet sich der Rückweg auf dem gleichen Weg an, es ist aber auch hier nicht ganz einfach herauszusteigen. Immerhin gibt es hier einen senkrechten Spalt im Fels an dem ich mich gut festhalten kann. Allerdings ist die Bodenhaftung meiner Wanderschuhe auf dem steilen und glatten Fels nicht optimal. Trotzdem schaffe ich es wieder nach oben.

Ich klettere weiter nach oben, bis ich an dem Abzweig ankomme, an dem ich eigentlich geradeaus hätte laufen müssen, anstatt in die Schlucht hinab zu klettern. Der Weg führt mich nun an der richtigen Stelle in die Schlucht hinab. Insgesamt wird die Wanderung durch die Schlucht deutlich schwieriger als noch vor den Cuves de Destel. Es kommen noch einige deftige Kletterpassagen bis ich am Eingang der Schlucht ankomme.

 

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Nun geht es aber oberhalb der Schlucht auf relativ einfachen Wegen wieder zurück. Leider ist das Wasser ziemlich knapp. Wie bei jeder Wanderung habe ich 1,5 l Wasser dabei. Da die Wanderung anstrengend und schweißtreibend ist und auch kaum ein Wind weht, habe ich hier schon fast mein ganzes Wasser aufgebraucht. Ich muss deshalb leider bei der Rückwanderung mit dem Wasser haushalten. Ich mache unterwegs eine kurze Pause und esse etwas. Irgendwann stoße ich auf den GR 51 und komme schließlich wieder am Plateau de Taillan an. Ich laufe jetzt wieder denselben Weg hinab, den ich heute Morgen erklommen habe, um schließlich wieder  in Ollioules herauszukommen.

Bei Rückweg komme ich wieder am Office de Tourisme vorbei, mittlerweile hängt hier ein aktueller Wetterbericht da. Leider verheißt die Prognose nichts Gutes: für die nächsten 2-3 Tage sind Sturm und Regen angekündigt. Am Auto angekommen, gibt es endlich wieder etwas zu trinken, die erste Halbliterflasche mit Wasser trinke ich auf ex und fange gleich eine zweite an. Auf dem Rückweg trinke ich auch die aus. Unterwegs halte ich noch am Casino-Supermarkt in le Beausset an und kaufe ein paar Kleinigkeiten ein, unter anderem ein Lineal, damit ich die Karten richtig vermessen kann, um die Wegpunkte optimal programmieren zu können. Eigentlich möchte ich noch Tanken, leider frisst die Tanksäule nur lokale Kartenprodukte. Die Kasse soll um 15:30 aufmachen, als ich um 15:39 mit meinem kleinen Einkauf fertig bin, ist die Kasse an der Tankstelle immer noch nicht besetzt. Ich habe es zum Glück nicht eilig, da ich noch ausreichend Sprit für die nächsten Tage habe, es wäre halt eine ganz günstige Möglichkeit zum Tanken gewesen.

 

Die Arbeit mit dem Garmin Navi hat sich trotz einiger Anfangsschwierigkeiten bewährt. Die Wanderung mit Hilfe der Wegpunkte funktioniert sehr gut. Zum ersten Mal weiß ich wenn ich an einem Punkt bin, dass ich tatsächlich dort angekommen bin und dass ich genau hier abzweigen muss. Die Bestimmung der Wegpunkte dank der IGN-Karte funktioniert auch sehr gut, die Präzision der 1:25.000 Karten ist dazu völlig ausreichend. Wenn ich in der Nähe eines Wegpunkts angekommen bin, ihn aber nicht genau erreiche und weiterlaufe, wählt das Navi automatisch den nächsten Wegpunkt an. Auch ohne Karte auf dem Display funktioniert das Wandern mit dem Navi ganz gut. Es ist allerdings auch klar, dass eine Wanderung und insbesondere die Wanderplanung noch einfacher werden, wenn das elektronische Kartenmaterial zur Verfügung steht. Möglicherweise kann man aus dem Internet Karten oder Wanderrouten für das Garmin herunterladen. Endlich machen jetzt auch Wanderbeschreibungen Sinn, in den steht „200 m vor Punkt xyz nach rechts abbiegen“. Nur mit dem Navi kann man wissen, dass es noch 200 m sind. Ohne Navi müsste man erst zum Punkt xyz gehen und dürfte dann die 200 m zum Abzweig wieder zurücklaufen.

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24. Februar 2012 5 24 /02 /Februar /2012 21:46

Höhenunterschied: 500 m

Höchster Punkt: 1148 m

Dauer: 4 h

Orientierung: problemlos; teilweise beschildert, markiert

Karte: IGN 3345 OT: Signes, Tourves

Schwierigkeit: einfache Wanderung.

 

Die Sonne scheint, morgens ist kein Wölkchen am Himmel zu sehen. Ursprünglich wollte ich am ersten Tag in der Gorges du Destel wandern, da es für die Wanderung am besten ist, wenn das Wetter schön ist und möglichst auch die Vortage nicht geregnet hat, damit die Schlucht trocken ist. In Ollioules, dem Ausgangsort der Wanderung ist diesen Sonntag allerdings Antiquitätenmarkt. Da ich nicht weiß wie es mit Verkehr und Parkplätzen bei einem solchen Ereignis aussieht, tausche ich die Wanderung einfach mit der der Wanderung am Massif de la Sainte-Baume. Am Montag ist weiterhin schönes Wetter angekündigt. Erst danach soll sich das Wetter verschlechtern.

Um 8:40 fahre ich vom Campingplatz ab. Es ist Sonntag, und der für diesen Tag übliche Autofahrer ist auch schon unterwegs. Auf der N 8 fährt er mit 60 dahin. Zum Glück muss er recht schnell abbiegen, so dass sich die Behinderung in Grenzen hält.

Ich fahre nach Gémenos und von dort durch den schmalen Ort und über die schmale D 2 nach Plan-d’Aups-Ste-Baume. Auf dieser reizvollen Gebirgsstraße sind viele Radfahrer unterwegs und trainieren. Auf einem Parkplatz stehen zwei Wohnmobile auf einem Parkplatz: Sicherlich der ideale Ort bei dieser schönen Aussicht die Nacht zu verbringen. In Plan-d’Aups-Ste-Baume begegnet mir eine andere Spezies des bereits erwähnten Autofahrertyps, diesmal ein Weibchen. Offenbar ist sie eine Suchende und hält irgendwann mitten auf der Straße an, ich fahre einfach an ihre vorbei und weiter auf der Straße bis zur Hotêllerie-de-la-Sainte-Baume. Kurz darauf, am Abzweig der Straße nach Nans-les-Pins bei les Trois Chênes befindet sich ein hübscher Parkplatz auf dem ich den Wagen abstelle.

 

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Ich gehe zuerst auf dem gelb markierten Weg in Richtung Hotêllerie-de-la-Sainte-Baume zurück, wo ich auf den GR 9 treffe, dem ich bergauf folge. Der breite Weg ist gut ausgebaut und steigt gemächlich bergan. Bei einer Kreuzung laufe ich geradeaus auf dem GR weiter. Den steilen Weg bergauf zur Grotte lasse ich rechts liegen. Der Weg führt an der Chapelle des Parisiens vorbei zum Col du St. Pilon (952 m). Während der Aufstieg größtenteils im Wald erfolgt ist, gibt es hier oben einen schönen Ausblick.

 

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Hier oben laufe ich den Kamm in Richtung Osten weiter. Der Weg ist gut markiert und bietet Ausblicke in beide Richtungen. Der Blick in Richtung Meer ist allerdings etwas dunstbehangen. Auf der Nordseite kann ich die im Tal liegende Hôtellerie und Nans-les-Pins sehen. Am westlichen Ende des Kamms ist der Pic der Bertagne zu erkennen.

 

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Der Pfad steigt weiter an und führt über den Joux de l’Aigle (1148 m) und den Baou de Régage zum Signal de Béguines. Hier oben wachsen seltsame etwa 1 m hohes dornige und vertrocknete Pflanzen. Die Pflanzen sehen wenig gemütlich aus, so dass ich noch ein Stück weiter laufe und dann meine Mittagspause mache. Anschließend folge ich dem GR 9 bis zu einer Abzweigung am Pas de Villecroze. Der Kamm ist dort zu Ende. Geradeaus führt der GR 9 bergab nach Signes. Ich biege jedoch nach links auf den gelb markierten Weg zum Pas de l’Ai ab. Hier führt der Weg wieder nach unten. Über den Sentier Merveilleux, der durch den Wald unterhalb des Kamms stetig bergab führt, komme ich wieder zum Parkplatz zurück.

Für die Rückfahrt habe ich mir eine Strecke ausgesucht, die das Sainte-Baume Massiv auf der anderen Seite umrundet. Ich bin damit einmal um das Bergmassiv herumgefahren. Ich fahre durch den etwas verwinkelten Ort Mazaugues. Das Navi schlägt mir eine Offroad-Strecke zur Weiterfahrt vor. Ich fahre jedoch über Roquebrussane und Signes ähnlich wie bei meiner Anreise vom Vortag zum Campingplatz zurück.

Eigentlich habe ich mir gezielt einige Touren für den Nachmittag herausgesucht. Aufgrund der langen Fahrt, komme ich aber erst kurz nach 15:00 wieder beim Campingplatz an. Ich bin leider zu müde, um noch Lust auf eine weitere Wanderung zu haben.

Am Abend widme ich mich meinem vor dem Urlaub erstandenen Garmin eTrex Vista HCx. Vor dem Urlaub hatte ich kaum die Möglichkeit, mich mit dem Gerät näher zu befassen. Jetzt gebe ich zum Test Wegpunkte der geplanten Wanderung in die Gorges du Destel ein. Auf die IGN Karten ist ein UTM-Gitter gelegt. Im Abstand von einem Kilometer ist hier ein Netz von blauen Linien gelegt. Oben und seitlich sind die Linien mit dem Gittermaß beschriftet. Um einzelne Wegpunkte zu bestimmen, messe ich für jeden Punkt den Abstand vom Gitter in der x- und y-Achse. Da die Karte im Maßstab 1:25.000 ist, muss ich die gemessenen Werte nur noch in Meter umrechnen. Die Werte trage ich in das Garmin-Navi ein. Bei einer Skala von 1 mm beträgt dann die Genauigkeit der Navigation etwa 25 m. Im freien Gelände ist das durchaus ausreichend. Außer der groben Übersichtskarte, die auf dem Navi vorinstalliert ist, habe ich leider keine Zeit gehabt mir Karten zu besorgen. Mit der beigelieferten Software könnten dann Wegpunkte und Routen einfach per Mausklick auf der Karte eingetragen werden. Die manuelle Eingabe der Wegpunkte in das Navi ist sonst doch eher mühsam, vor allem wenn man bedenkt, dass man pro Wanderung problemlos 15 Wegpunkte braucht.

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24. Februar 2012 5 24 /02 /Februar /2012 21:30

Hallo zusammen!

Vor gut einer Woche habe ich meinen Blog hier bei Over-Blog aufgemacht. Es ist ganz schön anstrengend. Zum Glück hatte ich einen grossen Teil der Texte vorher schon geschrieben gehabt. Immerhin mache ich seit fast zwei Jahren meine Urlaubsaufzeichnungen. Ich habe jetzt 32 Artikel gepostet. Ich habe die Texte reinkopiert und dann die Bilder eingebunden. Die Bilder werde ich aber noch einmal überarbeiten und Bilduntertexte anfügen, ausserdem werde ich die Texte auch nochmal querlesen. Es ist eine sehr interessante Sache einen Blog zu schreiben, leider habe ich gerade nicht allzu viel Zeit: Ich muss arbeiten, am Wochenende gehe ich gerne zum Skifahren, hobbymässig nehme ich ausserdem an Volksläufen teil, so dass ich eigentlich mal trainieren sollte. Anhand der Reiseaufzeichnungen und Fotos aus Urlauben der Jahre 2008 und 2009 sollte ich auch noch Reiseberichte für diese Urlaube schreiben, was natürlich zeitaufwendiger ist als wenn man die Berichte direkt im Urlaub am Abend schreibt. Letztendlich kommen auch neue Urlaube hinzu: Im April möchte ich 2 Wochen auf der Presqu’île de Giens verbringen. Es wird also noch Zeit vergehen bis der Blog seine volle Grösse erreicht hat.

Ich würde gerne auch noch kleine Kärtchen der Wanderungen beifügen, ich weiss aber noch nicht genau wie ich das mache. Meine Urlaubsbericht enthalten ja nicht wirklich genaue Beschreibungen der Wanderungen, da diese in den Wanderführern meist sowieso viel besser beschrieben sind, nichtsdestotrotz wäre eine kleine Skizze schon sinnvoll, so dass ein Nachwandern auch nicht allzu kompliziert ist, wenn man eine IGN Karte hat.

Unmittelbar hatte ich noch Sorgen bezüglich der Findbarkeit meines Blogs im Internet, ich habe mich dann mit SEO beschäftigt (SEO = search engine optimisation, auf Deutsch: Suchmaschinenoptimierung; ein Wort, das ich vor einigen Tagen noch gar nicht kannte). Schliesslich soll die ganze Arbeit nicht ganz umsonst sein, es wäre doch schön wenn der eine oder andere Leser sich interessante Anregungen für seine eigenen Urlaube holen könnte. Ich habe gerade mit der SEO angefangen und noch gar nicht alle die Möglichkeiten ausgeschöpft. Ich hoffe deshalb, dass sich bald die ersten Besucher auf meiner Seite einstellen.

Zur Ergänzung der Reiseberichte arbeite ich ausserdem noch an einer Reisecheckliste. Ich benutze eine solche Checkliste bereits, damit das Packen einfacher fällt und ich nichts vergesse, ich muss die Liste aber einmal überarbeiten. Ausserdem möchte ich eine Liste meiner Wanderführer einstellen.

Have a nice day !

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23. Februar 2012 4 23 /02 /Februar /2012 21:50

Zum Abschluss des Sommers habe ich beschlossen noch einmal in den Süden zu fahren. Trotz Nebensaison waren einige potentielle Reiseziele schon ausgebucht oder nur noch teurere Unterkünfte zu finden. Ich habe beschlossen nach le Castellet zu fahren. Der Campingplatz liegt etwa 2 km von der Rennstrecke Paul Ricard von Le Castellet entfernt an der N 8 von Aubagne nach Toulon.

Der Campingplatz liegt vielleicht zehn Kilometer Luftlinie von der Mittelmeerküste entfernt. Die nächsten Orte am Meer sind La Ciotat und Bandol. Von hier aus bieten sich Wanderungen am Meer und im Gebirge an. Während es sich bei mir zuhause deutlich abgekühlt hat, sollte es im September im Süden Frankreichs noch ordentlich warm sein. Leider sah die Wettervorschau 2 Tage schlechtes Wetter mit Regen für die Reise voraus. Es bleibt zu hoffen, dass der Wind die Regenwolken noch abwendet.

 

Die Strecke ist etwa 480 km lang, bei der Fahrt auf der Landstraße, beträgt die Fahrzeit etwa 8 h 30 min. Damit die Fahrt nicht so anstrengend wird, nehme ich mir vor einige Abschnitte auf der Autobahn zu fahren. Insbesondere die kurvige Strecke in der Gegend um Frangy versuche ich zu vermeiden.

Um 9:00 fahre ich von Zuhause weg. Ich fahre auf der Autobahn bis nach Genf und überquere hinter Genf die Grenze. An der Grenze staut es sich etwas. Normalerweise finden bei der Ausreise in Richtung Frankreich keine Grenzkontrollen statt, so auch heute, trotzdem ist nur ein Fahrstreifen zur Durchfahrt geöffnet. Entgegen meines Vorsatzes verstärkt Autobahnen zu nutzen, fahre ich in Neydens ab und benutze die Landstraße, um nach Annecy zu gelangen. Die Zeitersparnis über die Autobahn beträgt maximal 10 Minuten und die neue Autobahn hat eine relativ hohe Mautgebühr (5 €). Der Verkehr läuft flüssig, hier ist nicht viel los. Ich komme recht zügig in Annecy Nord an, wo ich dann auf die Autobahn wechsle.

Ich fahre auf der Autobahn bis nach Chambéry und dort weiter in Richtung Autobahn Grenoble. An der Abfahrt 20 fahre ich wieder von der Autobahn in Richtung St. Badolph ab. Laut Navi würde ich sonst um 11:00 am IKEA in Grenoble ankommen, viel zu früh: Das Restaurant macht erst um 11:30 auf. Ich fahre auf der N 90 nach Bernin wo ich dann auf die ab hier kostenlose Autobahn wechsle. Gegen 11:25 komme ich beim IKEA an. Das Restaurant hat gerade aufgemacht.

Nach dem Mittagessen, nutze ich die Gelegenheit mich beim IKEA umzusehen. Ich möchte mir ein Regal für die Küche bauen und in die Fächer Kisten hineinstellen. Ich sehe mir beim IKEA die Kisten an, notiere Maße und Preise. Während des Urlaubs kann ich mir einige Gedanken zur Konstruktion des Regals machen, sofern ich die Zeit hierfür finde.

Um 12:20 geht es schließlich weiter. Ich benutze die Autobahn, um Vif zu umgehen, und fahre dann auf der N75 in Richtung Sisteron bis nach Laragne-Monteglin. Beim Intermarché lege ich einen Boxenstopp ein. Tanken ist hier in der Regel sehr günstig, so dass ich schon öfter bei der Anreise in Richtung Süden hier getankt habe. Weiter geht es über Sisteron, Châteaux-Arnoux, Oraison, Vinon-sur-Verdon, Rians nach St-Maximin-la-Ste-Baume. Hier stocke ich beim Aldi meine Reisevorräte auf. Nebenan hat übrigens mittlerweile LIDL ebenfalls eine Filiale aufgemacht. Über Tourves, la Roquebrussanne, Méounes-lès-Montrieux, Signes fahre ich dann weiter in Richtung Zielort. Nach etwa 45 Minuten Fahrt komme ich schließlich am Camping L’Arbois du Castellet an.

Der Campingplatz liegt mitten in der Pampa direkt an der N8. Der eigentliche Ort Le Castellet ist einige Kilometer von hier entfernt. Der Campingplatz ist voller Mobilhomes. Es gibt kaum Stellflächen für Wohnwagenfahrer. Die Mobilhomes sind alle neueren Datums. Ich selbst habe mir ein Mobilhome vom Typ Habana gemietet. Es handelt sich um eine Unterkunft für insgesamt 4 Personen. Es hat außen eine Naturholzverkleidung und besitzt eine überdachte Terrasse. Die Einrichtung innen ist ganz modern. Lediglich das Steckdosenproblem hat hier noch niemand gelöst: aus mir noch unerfindlichen Gründen, gibt es in der Nähe des Tisches keine Steckdose für den Anschluss des Netbooks. Das häufige Verreisen zahlt sich aus: um 18:30, etwa 45 nach Ankunft am Campingplatz habe ich eingecheckt und das Mobilhome komplett eingeräumt. Ein Drahtlosnetzwerk gibt es hier leider nicht. Die bloc sanitär für potentielle Camper scheinen größtenteils geschlossen zu sein. Dafür besitzt der Campingplatz ein Schwimmbad mit ein paar tollen Wasserrutschen. Leider habe ich keine Badehose dabei, sonst würde ich vielleicht eine der Wasserrutschen mal ausprobieren.

Nach dem Abendessen mache ich noch einen kleinen Erkundungsspaziergang. Eigentlich will ich mich nur ein bisschen am Campingplatz umsehen, doch dann wird es ein kleiner Abendspaziergang. Gegenüber dem Campingplatz ist eine Art Buschsteppe. Einige Wege führen durch das flache Gelände. Mein weg wird nach einem Kilometer durch einen Zaun aufgehalten. Dahinter befindet sich wahrscheinlich die Rennstrecke von Le Castellet. Leider wird das Gebiet auch als Müllhalde verwendet. Gelegentlich komme ich an Schuttabladestellen vorbei. Sogar ein ausgemusterter VW Lieferwagen steht hier.


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