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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 21:29

Nach Rückgabe des Mobilhome, fahre ich kurz vor 9 Uhr wieder nach Hause. Zuerst geht es über die N 85 nach Digne-les-Bains und von dort über Volonne wieder nach Sisteron. Auf der Rückfahrt möchte ich nicht die übliche Route über die N 75 nehmen, sondern über Superdévoluy und die N 85 nach Grenoble fahren. Ich fahre deshalb in Serres ab in Richtung Gap und wenige Kilometer hinter Veynes auf die D 937 in Richtung Superdévoluy. Leider ist die Strecke nach St-Disdier völlig gesperrt, so dass ich die gesamte Strecke wieder zurückfahren muss. In Veynes geht es dann über die D 994 B auf die N 75 zurück.

Der Rest der Rückfahrt ist mit der Hinfahrt identisch.

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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 21:25

Höhenunterschied: 520 m

Höchster Punkt: 1644 m

Dauer: 4 h 20 min.

Orientierung: einfach

Karte: IGN 3542 ET: Haut Estéron

Schwierigkeit: relativ lange Wanderung

 

Es gibt zwei Möglichkeiten die Wanderung über den Crête de Bauroux zu machen: Eine Variante macht den Auf- und Abstieg nördlich über Valderoure, die andere geht über Séranon und Caille. Es sind wohl beide ganz reizvoll. Ich habe mich für den Weg entschieden, der von Caille losgeht.

Zuerst gehe ich mir in Castellane ein Baguette kaufen und fahre anschließend über die D 4085 / N 85 und dann die D 81 nach Séranon und schließlich über die D 79 nach Caille. Am Ortseingang von Caille stelle ich mein Fahrzeug bei der Post neben die Straße. Heute Morgen findet hier in der Umgebung wohl ein Radrennen statt. Ständig kommen Radler und Begleitfahrzeuge vorbei. Bereits die Durchfahrt durch Séranon gestaltete sich schwierig, da alles voll von Radrennfahrern war. Aus einem Begleitfahrzeug reckt sich der Fahrer mit dem vollen Oberkörper aus seinem Fahrzeug und brüllt seinem vor ihm fahrenden Rennfahrer Anfeuerungsrufe zu. Ob das so in der Straßenverkehrsordung vorgesehen ist ?

 

2010-05-23 Caille

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In Caille


Ich gehe in der Ort von Caille bis zur Kirche, dann links ab und folge dann einem gelb markierten Feldweg, der in der Nähe des Col Bas wieder auf die Straße nach Andon trifft. Ich überquere die Straße, steige auf dem gegenüberliegenden Weg zum Col Bas hoch und setzte dann die Wanderung zum Bauroux auf einem gelb markierten Weg fort. Der Weg führt durch den Wald hinauf auf den Gipfel des Bauroux.

 

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Ich gehe dann den Kamm weiter entlang und steige kontinuierlich bergab. Der Weg führt durch den Wald, bietet aber immer wieder reizvolle Ausblicke auf beide Seiten des Kamms. Unten im Tal kann ich Séranon und Caille erblicken, hinter Caille liegt eine lange Hochebene an deren Ende Andon zu erkennen ist.

 

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Am Ende des Kamms kommt eine Kreuzung. Ich biege links auf den GR 510. Ich komme an den Ruines du Vieux Séranon und an der Kapelle Ste. Brigitte vorbei. Am Friedhof biege ich links auf einen kleinen Pfad, der an der Mairie von Séranon herauskommt. Auf dem gelb markierten Weg geht es oberhalb von Séranon wieder nach Caille zurück.

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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 21:21

Höhenunterschied: 710 m

Höchster Punkt: 1685 m

Dauer: 4 h 20 min.

Orientierung: abschnittsweise problematisch

Karte: IGN 3542 ET: Haut Estéron

Schwierigkeit: im Grunde  unproblematisch, aber großer Höhenunterschied

 

Map - Montagne de Lachens

Montagne de Lachens - Map auf calculitineraires.fr

 


Ich fahre zuerst wieder einmal zur Total Tankstelle, um zu prüfen, ob alles noch in Ordnung ist. Der Reifendruck ist aber gleich geblieben, kein Grund zur Sorge. Ich parke dann am Parking St-Michel in Castellane und laufe in den Ort, um mir ein Baguette für die Wanderung  zu kaufen. Bisher habe ich unterwegs immer von zu Hause mitgebrachtes Brot unterwegs gegessen, aber das hat mittlerweile das Haltbarkeitsdatum überschritten. Ich nehme mir eigentlich immer Brot von zu Hause mit aus purer Faulheit, jeden Morgen ein Baguette organisieren zu müssen. Am Campingplatz gibt es einen Laden, dort hätte ich mir jeden Tag ein Baguette bestellen können.

Ich fahre weiter über die N 85 / D 4085 und biege in Le-Logis-du-Pin rechts auf die D 21 Richtung Comps-sur-Artuby ab. Nach kurzer Wegstrecke erreiche ich den Ort La Bastide wo ich links dem Wegweiser zur Post folge. Bei der Kirche stelle ich dann das Fahrzeug ab.

 

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Der einzige Zug der hierher fährt


Ich habe mich entschlossen, den Aufstieg zur Montagne de Lachens heute durchzuführen, da es wohl unter der Woche am nahe gelegenen Truppenübungsplatz „Camp militaire de Canjuers“ unter der Woche etwas lauter zugehen kann.

Durch den netten Ort gehe ich zunächst bergauf der weiß-roten Markierung des GR 49 folgend. Nach kurzer Zeit zweigt links ein weiß-grün markierter Weg Richtung Ste-Madelaine ab. Der Weg ist leider nicht sehr gut markiert. Nur sehr selten ist die Markierung zu sehen. An einem Wassertank geht es in verschiedene Richtungen, nirgends ist aber eine Markierung zu sehen. Ich folge dem Weg, der mir am plausibelsten erscheint und sehe tatsächlich irgendwann auch die weiß-grüne Markierung. Ich komme schließlich bei der Ruine von Ste-Madeleine an.

Anschließend habe ich wieder Orientierungsprobleme. Prompt laufe ich auf dem falschen Weg den Berg hinauf. Immerhin ist dort ein Weg und auch wenn es nicht der richtige Weg ist, komme ich 200 m vom eigentlichen Weg entfernt auch auf der Forststraße an. Ich laufe links auf der Forststraße  weiter. Ein Reh flüchtet erschrocken in den Wald. Ich biege dann rechts in einen Pfad durch den Wald ein, der mich zur Straße auf den Lachens führt. Kurz darauf kommt ein kleiner Rastplatz mit Bänkchen und einem Aussichtspunkt. Ich gehe dann links von der Straße ab und den Berg hinauf. Nach kurzer Wegstrecke kreuze ich noch einmal die Straße.

Der Montagne de Lachens selbst kann nicht bestiegen werden, von der table d'orientation ergibt sich auch eine schöne Aussicht. Der Hang ist komplett mit Schafdung vollgeschissen. Da die Schafe aber nicht auf den Felsen rumkraxeln, finde ich trotzdem noch ein sauberes Plätzchen für meine Rast. Weiter unten befindet sich am Ende der Straße ein Parkplatz. Der Hang wird von allen möglichen Gleitern benutzt. Auch Segelflugzeuge umkreisen den Berg. Ursprünglich sollte hier einmal eine Skistation errichtet werden. Die Hotelruine steht heute noch ziemlich heruntergekommen da.

 

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Keine Prosperität


Über eine breite Schotterpiste gehe ich wieder den Berg hinab. Nach einem km über die Schotterpiste nimmt der Baumbestand zu. Rechts im lichten Wald tauchen auf einmal Schäfle auf. Eine ziemlich große Herde hat sich hier niedergelassen. Die meisten liegen gemütlich im Gras und genießen das Leben. Ein paar Schafe stehen herum und kosten noch etwas vom leckeren Berggras. Beine und Köpfe dieser Schafrasse sind meist braun. Schwarze Schafe gibt es nicht, dafür braune. Die Schafe scheinen hier ohne Zaun und Bewachung relativ frei in der Gegend herumzulaufen. An einige Schafe komme ich zu nahe, prompt flüchten sie.

 

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Ich verfolge den Abstieg, mache einmal rechts durch den Wald eine Abkürzung um auf den GR 49 zu kommen. Plötzlich werde ich von Hundegebell erschrocken. Es tauchen plötzlich 3 Hunde auf die bellen, aber letztendlich nicht näher kommen. Ein Herrchen haben diese Hunde hier draußen wohl nicht. Vermutlich sind es die Hunde, die auf die Schafe aufpassen sollen. Dafür sind sie aber schon relativ weit von den Schafen entfernt.

Auf dem GR 49 geht es dann weiter und vorbei an einem Steinbruch. Der GR 49 führt schließlich wieder zum Abzweig, auf dem ich am Morgen in Richtung Ste-Madeleine abgezweigt bin. Auf dem gleichen Weg wie auf dem Hinweg gehe ich wieder zum Ausgangspunkt bei der Kirche zurück.

 

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Wieder am Ausgangspunkt der Wanderung


Beim Auto angekommen höre ich ein paar Schäfchen im Tal: bäh, bäh ! Leider sind die Schafe durch das Gebüsch nur schwer zu sehen. Auf dem Rückweg fahre ich wieder den gleichen Weg zurück.

Heute setzte um 17 h 33 der Regen ein. Der Regenschauer dauert aber nur ein paar Minuten, dann kommt schon wieder die Sonne raus. Kurz vor 8 Uhr abends geht es allerdings weiter, diesmal ist der Regen ergiebiger.

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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 21:15

Höhenunterschied: 180 m

Höchster Punkt: 903 m

Dauer: 1 h 30 min.

Orientierung: einfach, beschildert, gelb markiert

Karte: IGN 3542 OT: Castellane

Schwierigkeit: einfach

 

Zuerst fahre ich zur Total Tankstelle, die an der Ortseinfahrt von Castellane etwas hinter dem Casino-Supermarkt kommt, um den Reifendruck besonders des Reserverads zu überprüfen. Der Service kostet 50 Cents, wenigstens ist das Gerät sehr leistungsfähig, insofern auch sein Geld wert im Vergleich zu manchen kostenlosen Geräten, die man an Tankstellen sonst so vorfinden kann. Auf dem Reserverad ist wirklich nicht viel Druck drauf. Ob bei BMW im Service schon mal jemand den Druck des Reserverads überprüft hat? Hätte natürlich mal selber dran denken können vor der Fahrt den Reifendruck aller Räder zu prüfen.

Wenige hundert Meter weiter kurz vor der Innenstadt von Castellanne parke ich rechts im kostenlosen Parkplatz Saint-Michel. Etwas schräg links auf der anderen Straßenseite ist dann der Ausgangspunkt der Tour-du-Roc. Die Rundstrecke ist gelb markiert und beschildert, also nicht zu verfehlen. Es geht gemächlich den Berg entlang. Von dem Weg bieten sich herrliche Ausblicke auf Castellane.

 

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Castellane

 

Gelegentlich tauchen die Stationen eines Kreuzweges auf.

 

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Oben bei der Chapelle de Notre-Dame-du-Roc gibt es eine schöne Aussicht auf Castellane. Ursprünglich wollte ich diese Wanderung an einem Abend machen. Bisher war das Wetter dazu nicht geeignet oder ich war nach der anstrengenden Wanderung des Tages nicht mehr in Stimmung. Diese Wanderung morgens zu machen hat meines Erachtens den Vorteil, dass der Ort am Morgen von dort oben schön beleuchtet ist. Am Nachmittag oder abends ist die Szenerie nur im Gegenlicht.

 

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Die Wanderung ist zwar nur etwa halb so lang wie meine üblichen Wanderungen und im Großen und  Ganzen als gemütlich zu bezeichnen, trotzdem ist sie aufgrund des schönen Lichts und der grandiosen Aussicht unbedingt empfehlenswert.

 

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Chapelle de Notre-Dame-du-Roc


Zurück geht es erst wieder auf dem gleichen Weg bis zu einer Gabelung. Dort gehe ich rechts und unmittelbar danach nochmal rechts immer der Beschilderung Tour-du-Roc folgend. Es geht dann wieder ins Verdontal hinab zu einer kleinen Straße. Ich gehe die Straße entlang und komme an einer alten schmalen Brücke über den Fluss vorbei. Unmittelbar dahinter komme ich wieder in Castellane an. Ich schlendere zurück durch den romantischen Ort zum Parkplatz zurück.

Pünktlich um 16 h 32 fängt es übrigens heute zu regnen an.

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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 21:04

Am Morgen hängen schon dichte Wolken am Himmel. Es sieht leider nicht sehr gut aus. Gegen 10 h kommt es tatsächlich zum Regnen. Zwischenzeitlich scheint wieder die Sonne und der blaue Himmel ist zu sehen. Gegen Mittag verdunkelt es sich allerdings wieder und es fängt wieder an zu regnen. Ich lege deshalb heute einen Ruhetag ein.

Der Ruhetag eignet sich gut zum Wäschewaschen. Ich bin dabei mir eine Strategie zu erarbeiten, wie ich unterwegs möglichst wenig Wäsche brauche. Weniger Wäsche bedeutet weniger zu packen und auch einfacher Umzug von einem Campingplatz zum nächstes. Weniger Wäsche bedeutet weniger Platzbedarf im Auto und im Mobilhome. Generell ist deshalb mein Bestreben, möglichst wenig mitzunehmen. Oftmals gibt es Sachen, die ich den ganzen Urlaub nicht benutzt habe. Das lässt sich leider manchmal nicht vermeiden. Wenn ich im Urlaub Wäsche wasche, dann kann ich doch zumindest die Zahl der Wäschestücke reduzieren, die ich mitnehmen muss. Der Einspareffekt ist natürlich bei einer einwöchigen Reise minimal. Bei einer zweiwöchigen Reise macht es sich aber schon bemerkbar. Ich habe zwar genug zum Anziehen dabei, möchte aber trotzdem testen, wie das Waschen unterwegs klappt. Grundsätzlich funktioniert das schon. Es ist allerdings zu beachten, dass die Trockenkapazität je nach Lokalität eingeschränkt ist, sofern es sich aber immer nur um ein paar Kleidungsstücke handelt, ist das aber problemlos. Ich denke es ist möglich mit maximal 4 Kleidungsstücken pro Art auszukommen. Ein Hemd dient zum Wandern, ein Hemd ziehe ich im Mobilhome an, eines wird trocknet und ein weiteres dient als Reserve. Jedes Hemd verfolgt dabei einen Zyklus. Am Anfang dient es als Mobilhome-Hemd, dann als Wanderhemd, dann wird es gewaschen und ist dann erst einmal das Reservehemd.

Ich habe auch viel zu viele Bücher mitgenommen. Zum Lesen komme ich kaum. Neben den Wanderungen muss ich noch Kochen und gelegentlich Einkaufen. Danach mache ich mein Gehirn-Jogging auf der Nintendo DS gefolgt von ein oder zwei Sudoku. Ferner surfe ich im Internet und schreibe mein Reisetagebuch. Viel Zeit zum Lesen bleibt dann leider nicht mehr.

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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 21:04

Höhenunterschied: 100 m

Höchster Punkt: 628 m

Dauer: 2 h.

Orientierung: einfach, in der Schlucht gibt es keinen anderen Weg

Karte: IGN 3442 OT: Gorges du Verdon

Schwierigkeit: einfach, dunkle Tunnel, Taschenlampe erforderlich

 

Heute war ein ereignisreicher Tag. Laut Wetterbericht sollte es morgens schön sein, gegen Nachmittag gab es ein gewisses Gewitterrisiko. Ich bin deshalb früh aufgestanden und auch schon früh abgefahren. Um 7 h 50 war ich bereits auf dem Weg in die Gorges du Verdon.

Auf einmal ist der rechte, hintere Reifen geplatzt. Nachdem ich gemerkt habe, was passiert ist, habe ich erst einmal 2 km fahren müssen, um überhaupt einen Platz zum Anhalten zu finden. Das Wechseln des völlig zerfetzten Reifens gestaltet sich nicht besonders kompliziert, nimmt aber Zeit in Anspruch. Der Schaden hält sich im Grunde in Grenzen da der Reifen sowieso schon 55000 km gelaufen ist. Die Zeit zum Auswechseln war sowieso gekommen. Es kommen einem aber ständig irgendwelche Gedanken in den Kopf: Soll ich nach Digne-les-Bains fahren und mir neue Reifen kaufen? Passt der Reifendruck im Ersatzrad? Was ist mit den anderen Reifen, die ja auch schon  ihre besten Tage hinter sich haben? Ich höre auf alle Geräusche des Wagens viel aufmerksamer und höre sprichwörtlich die Flöhe husten.

Als ich die Panne behoben habe, fahre ich über La Palud-sur-Verdon weiter zum Parking der Maireste, schließlich will ich mir von einer Panne nicht die gute Laune verderben lassen. Von dort gehe ich erstmal zum dortigen Aussichtspunkt.

 

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Die Schlucht

 

Anschließend wandere ich auf dem Sentier du Bastidon etwa 45 Minuten oberhalb des Verdons entlang und gehe dann anschließend denselben Weg zurück. Der Weg ist recht schön, entspricht aber trotzdem nicht meinen Wünschen. Ich würde gerne näher am Fluss laufen. Die Aussicht auf die Verdonschlucht von oben habe ich schon hundertmal gesehen. Ursprünglich wollte ich den Sentier du pêcheur laufen. Allerdings habe ich den Eingang nicht gefunden und bin deshalb in irgendwelchen Schluchten herum geklettert. Als ich dann wieder vom Sentier de Bastidon am Parkplatz zurück bin, sehe ich schließlich ein Hinweisschild nachdem der Sentier du pêcheur erst nach 800 m entlang der Straße Richtung Moustiers-Sainte-Marie anfängt. Schon blöd, wenn man blind ist ...

 

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In der Pampa

 

Auf der Rückfahrt halte ich am Pointe Sublime. Eigentlich möchte ich gerne einen Teil des Sentier Martel machen. Es gibt zwar viele Wege auf denen eine Aussicht auf den Verdon besteht, aber nur wenige, die den Verdon nicht nur von der Höhe sehen, sondern aus der Nähe. Der Sentier Martel dürfte hierbei der spektakulärste sein.

Vom Pointe Sublime genieße ich den Ausblick auf die Verdonschlucht und entschließe mich aber nicht von hier loszugehen, sondern über die D 23 B an den darunter liegenden Parkplatz zu fahren, nachdem ich von oben die Lage gecheckt habe. Dort unten fließt direkt der Verdon mit seinem grünen Wasser. Am Ende der D 23 B ist ein Wendeplatz. Ich wende und fahre zurück um an der Straße wie die andern Autos zu parken. Ich laufe zum Wendeplatz, wo der Einstieg in den Sentier Martel ist. Unterwegs begegne ich einem Hund, der auf der Straße im Schatten unter einem Auto liegt. Dem Hund ist es wohl heute zu heiß, um Unternehmungen zu machen. Er ist ziemlich zahm und offensichtlich ist es dermaßen brav, dass sein Herrchen ihn hier zurücklassen konnte, ohne sich Sorgen machen zu müssen. Der Hund ist auch bestens versorgt: Am Nachbarauto steht ein voller Fressnapf.

 

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Ein Hundewetter!


Vom Endpunkt der Straße geht es auf dem GR 49 über Treppen und eine Brücke zum Fluss hinab. Nach kurzer Wanderung komme ich zum ersten Tunnel. Für die Wanderung ist eine Taschenlampe erforderlich. Der Grund ist dabei nicht nur die Orientierung. Natürlich sind die Tunnel dunkel und bei den gebogenen Tunnel dringt kein Licht von der Gegenseite herein. Aber ein weiterer Grund, weshalb eine Taschenlampe erforderlich ist, sind die vielen Pfützen.

 

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Ganz schön schattig

 

Teilweise dehnt sich das Wasser über die gesamte Breite des Tunnels aus, so dass es teilweise nicht sehr einfach ist trockenen Fußes durch die Tunnel zu kommen. Möglicherweise hat der Regen der Vortage die Pfützenbildung begünstigt. Es kann von Vorteil sein, an Tagen zu gehen, bei denen es vorher nicht geregnet hat. Möglicherweise hilft das trotzdem nicht, wenn das Wasser Grundwasser ist. Außerdem besteht meist gar keine Möglichkeit so lange zu warten.

Ich habe es zwar geschafft halbwegs trocken durch die Tunnels zu kommen, aber eine andere Strategie könnte es sein mit Wandersandalen durch die Tunnel zu laufen. Dort fließt zwar das Wasser rein, aber ebenso schnell auch wieder heraus. Ich selbst bin mit mittelhohen Wanderschuhen gelaufen, die halbwegs dicht waren, obwohl ich mehrere Male mitten in eine Pfütze eingetaucht bin. Lediglich die Hosenbeine sind unten feucht geworden, aber nachher schnell an der Sonne wieder abgetrocknet.


Für die Tunnelpartien verwende ich eine Taschenlampe, die ich erst die Woche davor bei Lidl erstanden haben, ich habe eine solches Modell bei Decathlon ebenfalls gesehen. Die Taschenlampe ist ziemlich kompakt (7 cm * 4 cm * 4 cm) und besitzt eine Kurbel. Durch das Kurbeln wird der Akku der Lampe aufgeladen. Mit Hilfe der 3 LEDs der Lampe kann ich zwar nicht den Tunnel taghell ausleuchten, um aber den Pfützen auszuweichen ist das Gerät vollkommen ausreichend.

Die Stimmung in den Tunneln erinnert mich an ein Buch, dass ich gerade die Woche vor dem Urlaub ausgelesen hatte: Metro 2033. Wer wissen möchte, was Dunkelheit ist, ist auf der Wanderung genau richtig.

 

Exkurs: Metro 2033 ist ein Bestsellerroman von Dimitry Gluhkovsky und spielt in der Moskauer U-Bahn. In die Metro haben sich die letzten Überlebenden des letzten Weltkriegs zurückgezogen, der die Welt zerstört und die Oberfläche verstrahlt hat. Artjom, der Held der Geschichte bekommt eines Tages von einem Bekannten seines Stiefvaters den Auftrag die Bedrohung von den „Schwarzen“ abzuwenden, indem er zur „Polis“ geht um dort Hilfe zu erhalten. Die „Schwarzen“ sind aus Sicht der Bewohner der U-Bahn eine Bedrohung von der Oberfläche, die durch ein von Artjom offen gelassenes Tor in die U-Bahn einströmen und die es zu bekämpfen gilt. Artjom macht um Zuge seiner Mission eine recht abenteuerliche Reise. Am Ende der Geschichte stellt er jedoch fest, dass die „Schwarzen“ nicht die Bedrohung, sondern die Rettung gewesen wären, da es menschliche Mutanten sind, die durch ihre Mutationen in der Lage sind an der Oberfläche zu leben. Im Augenblick dieser Erkenntnis muss er mit ansehen, wie die „Schwarzen“ durch einen von ihm mitiniziierten Raketenangriff vernichtet werden.

 

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Die Verdon-Schlucht von unten


Nachdem die Tunnel vorbei sind, gehe ich weiter auf dem Sentier Martel am Verdon entlang. Eine Stunde vom Ausgangspunkt entfernt kehre ich wieder um. Diese mal strenge ich mich auf dem Weg durch die Tunnel besonders an. Mit der Taschenlampe leuchte ich genau den Boden und die Pfützen ab, um den besten Weg zu finden. Bei den Pfützen, welche die komplette Tunnelbreite abdecken, gehe ich auf Felsstücken, die jemand in die Pfützen geworfen hat und stütze mich an der Tunnelwand ab. Durch diese Technik und durch die Erfahrungen aus dem Hinweg komme ich heil durch die Tunnel.

 

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So sehen die Tunnel mit Licht aus


Als ich wieder zum Auto zurückgehe, liegt der Hund immer noch da, er hat sich aber jetzt mitten auf die Fahrbahn in die Sonne gelegt. Ein faules Leben! Er hebt müde seinen Kopf als ich vorbeigehe und ein Foto mache, und schläft dann weiter. Hoffentlich überfährt ihn niemand.

 

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Als ich wieder zurück nach Castellane fahre, wollen ein paar Anhalter mitgenommen werden. Die Wanderung in der Verdon-Schlucht ist eigentlich als Wanderung vom Chalet de la Maline zu dem Parkplatz vorgesehen. Die Wanderer müssen also wieder zum Chalet de la Maline zurückkommen. Da ich aber in die entgegengesetzte Richtung fahre, kann ich sie leider nicht mitnehmen.

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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 20:57

Höchster Punkt: 1511 m

Dauer: 4 h 30 min.

Orientierung: einfach, beschildert, anfangs gelb-roter Markierung folgen, dann der gelbem und schließlich wieder der gelb roten Markierung

Karte: IGN 3441 OT: Barrême, Die Karte deckt die Wanderung nicht 100 % ig ab. Besser ist wahrscheinlich die Karte 3440 ET Digne-les-Bains, aber die Karte hatte ich nicht.

Schwierigkeit: lange Wanderung mit großen Höhenunterschied, ansonsten einfach.

 

Die Hinfahrt nach Entrages, dem heutigen Ausgangspunkt der Wanderung, gestaltet sich sehr abenteuerlich. Ich fahre zuerst von Castellane über die D 955 und die N 202 nach St.André-les-Alpes. Von dort geht in Richtung Digne-les-Bains über Barrême nach Chaudon-Norante. Dies ist zwar ein Umweg im Vergleich zur direkten Strecke, aber ich will etwas abwechseln, da ich bei der Rückfahrt bereits die direkte Strecke wähle.

In Chaudon-Norante zweigt die D 20 nach Digne-les-Bains ab. Auf der Straßenkarte ist die Straße als einspurig ausgewiesen. Manchmal hat das aber nichts zu bedeuten, dann heißt das einfach nur, dass die Straße etwas schmaler ist, vielfach kommen aber 2 Autos problemlos aneinander vorbei. Diese Strecke ist wirklich einspurig und leider ist sie auch nicht immer gut einzusehen, Ausweichstellen gibt es auch nicht viele. Bis zum Örtchen Chaudon kommt mir zum Glück  niemand entgegen. Ab dann wird die Straße wieder etwas breiter und deshalb komfortabler zu fahren. Schließlich geht es links auf die D 120 nach Entrages. Die Strecke ist ähnlich schmal wie die D 20 zu Beginn. Oben im Ort ist eine Baustelle mit einem Bagger und einem Lastwagen, wie die wohl die enge Straße hier hinaufgekommen sein mögen? Die Ortsdurchfahrt ist nämlich noch schmaler als die Zufahrtsstraße.

Endlich im Ort Entrages angekommen, geht es durch den Ort durch und hinter der Kirche befindet sich ein Parkplatz. Direkt neben dem Parkplatz ist eine Weide auf der gleich zwei Esel herankommen. Etwas weiter weg stehen noch zwei Pferde und ein schwarzes und ein braunes Alpaka auf derselben Weide. Auf einer benachbarten Weide steht etwas weiter weg eine Schafherde. Der Ort ist an einen kleinen Hügel angelehnt, vom Parkplatz sieht man schön auf die Häuser am Hügel.

 

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In guter Gesellschaft


Nach der relativ langen Fahrt von Castellane geht es um 10 h 50 endlich los. Zuerst geht es einen gelb-rot markierten Weg Richtung Westen und dann links den Berg hinauf. Der Wanderweg zieht sich langsam den Berg hinauf bis zum Pas d'Entrages. Dort geht es dann links auf dem gelb markierten Pfad nach St-Michel de Cousson. Es ist mittlerweile ziemlich heiß geworden und die Anstrengung vom Vortag steckt mir noch immer in den Beinen, so dass der Anstieg unerwartet anstrengend wird. Ich glaube ich muss im Sommer ein wenig für meine Fitness tun. Einige Runden auf dem Vitaparcours sollten es schon sein. Ferner nehme ich mir vor ein paar Berge mit einem Höhenunterschied von mindestens 1200 m in diesem Sommer zu besteigen. Die gegenüberliegende Seite des Genfer Sees und der Wallis bieten hier ein reichhaltiges Angebot.

 

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Kapelle St-Michel der Cousson


Schließlich erreiche ich die Kapelle St-Michel der Cousson. Sie steht auf einem Fels mitten über dem Abgrund. Von hier bietet sich eine herrliche Aussicht. Ich gehe auf dem Kamm weiter. Vom südlichen Gipfel des Cousson bietet sich ein schöner Panoramablick ins Tal, nach Digne-les-Bains und auf die umliegenden Berge.

 

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Innenansicht der Kapelle

 

Der Abstieg folgt einem Wäldchen, hier gibt es immer wieder schöne Ausblicke auf Digne-les-Bains. Schließlich kommt Hautes Bâties. Hier stehen ein verlassenes Haus und ein Brunnen. Von hier geht es wieder bergauf durch den Wald zum Pas d'Entrages zurück.

Von hier geht es auf dem bereits vom Aufstieg bekannten weg wieder zum Ausgangspunkt zurück. Beim Abstieg hat man einen schönen Ausblick auf den Ort. Die Esel sind immer noch da.

 

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Der Ausgangsort der Wanderung von oben


Zurück fahre ich wieder über die D 120 und die D 20 nach Digne-les-Bains. Es ist wohl zu empfehlen für diese Wanderung von Digne-les-Bains anzufahren, auch wenn die von mir gewählte Anfahrt über Chaudon letztendlich ganz reizvoll war. In Digne-les-Bains gehe ich bei Carrefour günstig tanken. In unmittelbarer Nähe gehe ich dann auch zum Aldi einkaufen (Noblesse oblige). Die Rückfahrt nach Castellane unternehme ich auf dem direkten Weg.

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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 20:54

Höhenunterschied: 630 m

Höchster Punkt: 1161 m

Dauer: 4 h 30 min.

Orientierung:

Karte: IGN 3442 OT: Gorges du Verdon

Schwierigkeit: lange Wanderung mit großem Höhenunterschied

 

 

Zum ersten Mal auf der Reise ist es so warm, dass ich zum Wandern keine Jacke benötige. Der Ausgangsort Trigance ist ein schmuckes Dorf, das an einem Bergrücken liegt. Oberhalb des Ortes liegt eine Burg. Bereits auf der Hinfahrt, konnte ich das schöne Dorf bewundern. Am Ortseingang befindet sich ein Parkplatz. Vom Parkplatz gehe ich durch den romantischen Ort.

 

Trigance

Der Ausgangsort der Wanderung: Trigance


Die Wanderung führt entlang einer Schotterpiste aussichtsreich den Berg hinauf. Direkt oberhalb des Ortes liegt ein kleine Burganlage.

 

 Chateau de Trigance

Château de Trigance


Die Schotterpiste geht ziemlich gegen Ende in einen Waldweg über, der anfangs flach wie ein Balkon oberhalb des Verdon liegt. Auf der anderen Seite am Berg ist der Ort Rougon zu erkennen. Ich folge dem gelb markierten Weg bis zu einer Schranke. Dort geht es zunächst auf dem weiß-rot markierten GR 49 bergabwärts. Als der GR 49 nach einigen hundert Metern nach rechts abbiegt, gehe ich geradeaus weiter in Richtung Bélvèdere de Rancoumas.

 

 

An der Bélvèdere de Rancoumas angekommen, bietet sich ein phantastischer Blick in die Verdonschlucht. Der Aussichtspunkt ist der Höhepunkt der Wanderung. Gegenüber ist eine senkrechte Felswand mit mehreren hundert Metern Höhe. Zwei Kletterer sind gerade dabei sie zu bezwingen. Oberhalb der Schlucht dreht ein Geier seine Kreise und ist auf der Suche nach totem Fleisch. In der Tiefe fließt der Verdon. Etwas erhöht vom Fluß ist tief unten im Tal der Sentier Martel zu erkennen.

 

2010-05-17 Gorges du Verdon a

2010-05-17 Gorges du Verdon b

Gorges du verdon

Die Schlucht


Für den Rückweg gehe ich erst den gleichen Weg bis zur Schranke und und folge dann rechts dem GR 49. Er führt zu der ziemlich abgeschiedenen Siedlung von Entreverges.

 

2010-05-17 Entreverges

Entreverges

 

Ich gehe links weiter auf dem GR 49 zurück Richtung Trigance. Fast am Ausgangspunkt zurück, genieße ich die Aussicht auf Trigance und schlendere noch ein bisschen durch das Dorf.


2010-05-17 Trigance 

Trigance-village

Im Dorf von Trigance


Wieder beim Wagen angekommen, fahre ich auf der D 90 in Richtung D 71 weiter und biege auf die D 71 nach links Richtung Comps-sur-Artuby ab. Nach ca. 3 km kommt rechts ein Parkplatz auf dem ich den Wagen abstelle. Ich gehe dann in Richtung Comps gesehen links eine Forststraße hinauf, bis ich zu einer Pylone komme. Dort ist der Siounet mit einer Höhe von etwa 1046 m und stellt einen schönen Aussichtspunkt dar. Ich gehe wieder zum Parkplatz zurück. Der kleine Abstecher dauert etwa eine halbe Stunde und hat etwa 60 m Höhenunterschied.

Ich fahre dann weiter nach Comps-sur-Artuby und über die D 21 nach Logis-du-Pin und hier über die N 85 / D 4085 wieder nach Castellane zurück.

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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 20:46

Höhenunterschied: 380 m

Höchster Punkt: 1642 m

Dauer: 3 h 30 min.

Orientierung: problemlos; überall gelb markiert; beschildert

Karte: IGN 3542 ET: Haut Estéron

Schwierigkeit: keine

 

Der Wetterbericht kündigt für diesen Morgen schönes Wetter an, am Nachmittag kann es wieder regnen. Im Grunde war der Wetterbericht die letzten drei Tage immer derselbe, und kurz nach 3 Uhr nachmittags hat es dann meist auch mehr oder weniger stark angefangen zu regnen. Es lohnt sich also mal wieder früh unterwegs zu sein.

Von Castellane nehme ich die D4085 (früher N85) Richtung Grasse bis nach Séranon. Von dort fahre ich über Caille nach Andon, wo ich zur Skistation von Audibergue hinauffahre. An der Skistation gibt es einen großen Parkplatz. Die Skistation liegt auf 1341 m Höhe, ich spare mir also eine Menge Höhenmeter im Gegensatz zum Anstieg von Andon und kann bereits jetzt die schöne Aussicht genießen. Das Wetter ist schön, auf der Hinfahrt sah es manchmal etwas bewölkt, zumindest dunstig aus, an der Station angekommen, ist das  Wetter jedoch perfekt.

 

Station de l'Audibergue

Ausgangspunkt an der Skistation


Um 9:30 laufe ich los. Ich laufe von der Skistation links den Hang entlang zum Kamm. Es führt hier zum Teil ein Weg, teilweise gehe ich auch Querfeld ein. Es ist hier kein ausgeschilderter Wanderweg, darum ist hier etwas Improvisation angesagt. Das Gelände ist offen, der Kamm ist gar nicht zu verfehlen. Während des Aufstiegs sehe ich zu meiner Linken die schneebedeckten Gipfel der Alpen. Beim Blick zurück sehe ich die Ausläufer von Andon und die Skistation.

 

2010-05-16 Station de l'Audibergue

2010-05-16 Station de l'Audibergue Andon


Auf dem Kamm angekommen, bietet sich eine phantastische Aussicht. War der Aufstieg schon mit schönen Ausblicken mit auf die hinter mir liegenden Berge belohnt, so bietet sich jetzt der Ausblick auf die Côte d'Azur. Vor mir liegt in ca. 30 km Entfernung Cannes, ein wenig zu meiner Rechten liegt St. Raphael. Das Esterel Gebirge sowie der Lac de St. Cassien sind klar zu erkennen. Ich laufe auf dem Grat weiter Richtung Westen, links das Panorama der Cote d'Azur, rechts die schneebedeckten Berge der Alpen.

 

Audibergue - Cannes

Der Aufstieg wird durch die Aussicht belohnt, die bis zu den Filmfestspielen nach Cannes reicht


Unten am Fuß der des steil nach Süden abfallenden Kamms liegt eine Bergerie, aber wo sind die Schafe? Knapp 200 Meter weiter sehe ich sie im Tal stehen, etwa 500 m weiter steht eine weitere Herde.

 

2010-05-16 Schafe

 

Wer nahe genug an den Abgrund herantritt, kann sie unten blöken hören. Am Kamm herrscht eifriges Vogelgezwitscher, aber von den Vögeln ist nichts zu sehen, wahrscheinlich verstecken sie sich in den wenigen Büschen und Bäumen, die hier auf dem Kamm stehen, der ansonsten ziemlich steinig und karg ist. Ich steige zur Audibergue auf, an der zwei Schlepplifte ankommen, und wandere dann weiter den Kamm entlang.

 

2010-05-16 Audibergue Fels 

Audibergue

Auf der Montagne de l'Audibergue


Kurz vor Beendigung der Kammwanderung komme ich zum Sessellift de la Moulière. Zu meinem Erstaunen ist er heute im Betrieb. Ich habe mich schon bewundert, wo die vielen Leute auf der Audibergue herkommen. Normalerweise bin ich gewohnt, dass die Sessellifte an den Skistationen im Sommer höchstens zur Hauptsaison im Juli und August in Betrieb sind. Wie ich später erfahren werde, ist der Lift im Mai, Juni und September am Wochenende von 10 h bis 18 h im Betrieb, im Juli und August sogar die ganze Woche.

Der Lift wird neben einigen Wanderern hauptsächlich von Montainbikern genutzt. Auf dem Berg sind hier einige Strecken ausgewiesen. Ferner geht es in einigen halsbrecherischen Abfahrten durch den Wald steil ins Tal bergab. Da das Wetter schön ist, sind heute viele dieser Radsportler unterwegs.

 

Telesiège Moulière

Ja, wir sind mit'm Radl da


Bevor es wieder ins Tal zurückgeht, lohnt es sich noch einmal die Aussicht zu genießen. Vor mir liegt in virtueller Verlängerung des Kamms die Montagne de Lachens, ein für die folgenden Tage geplantes Wanderziel. Der Berg ist anhand der dort aufgestellten Pylonen einfach zu erkennen. Die  table d'orientation erleichtert ebenfalls die Orientierung.

 

la Moulière

La Moulière

 

Man erkennt recht gut die Montagne de Cheiron, ein Berg, den ich bereits im letzten Jahr bestiegen habe. Es handelt sich ebenfalls um eine Wanderung, die um eine Skistation, nämlich die von Gréolieres-les-Neiges herumführt, allerdings etwas länger ist. In der Ferne ist der Cime de Diable zu erkennen, der noch unter Schnee liegt, und den ich bereits 2003 bestiegen habe. Oberhalb dieses Aussichtspunkts drehen ein paar Greifvögel ihre Kreise. Unten im Tal ist der kleine Weiler la Moulière mit einigen Chalets zu erkennen.

  

Exkurs: Montagne de Cheiron: Der Montagne de Cheiron ist ein Berg, der in der Nähe von Audibergue steht und gewisse Ähnlichkeiten mit der hier beschriebenen Wanderung hat. Er gehört zur Skistation von Gréolières-les-Neiges und bietet einen hervorragenden Ausblick auf die Côte d'Azur. Bereits im Jahre 2003, als ich 2 Wochen in Sospel gezeltet habe, wollte ich diesen Berg besteigen. Dabei ging leider alles schief. Zum einen war ich viel zu spät dran: die Anfahrt über das Hinterland von Nizza dauert doch ziemlich lange, zum anderen habe ich mich verlaufen. Im Juni 2009 habe ich den Berg endlich bezwungen und die Schmach war endgültig beseitigt.

 

Exkurs: Cime du Diable: Diesen Berg habe ich Jahr 2003 relativ spontan bestiegen. Ich hatte von diesem Berg bis dahin weder etwas gehört noch tauchte eine Wanderung dorthin in einem meiner wenigen Wanderführer auf. Vom Col de Turini aus führt eine touristische Straße auf einem Hochplateau im Kreis herum und ist ein Muss für alle Urlauber, die dort vorbeikommen. Als ich dann am Pointe de Trois Communes stand, habe ich den Berg entdeckt. Vom der Pointe de Trois Communes führte offensichtlich ein Wanderweg entlang eines Kamms geradeaus zu diesem Berg. Am nächsten Tag habe ich mir dann eine Karte von diesem Gebiet besorgt und habe dann den Teufelsberg erklommen.

 

Nachdem ich diesen Ausblick genossen habe, gehe ich wieder nach unten ins Tal. Parallel zur Seilbahn führt ein Weg zum Parkplatz am Fuße des Sessellifts. Unterwegs ist Vorsicht geboten, um nicht von einem Radler überfahren zu werden, die sich teilweise mit hoher Geschwindigkeit den Berg hinunter stürzen. Teilweise laufen die Abfahrten mitten durch den Wald und kreuzen den Gehweg, hier ist besondere Vorsicht geboten.

Im Tal angekommen, gehe ich über einen Waldweg zum Ausgangspunkt zurück, wo ich gegen 13 h  ankomme.

Für die Rückfahrt entscheide ich mich etwas anders zu fahren. Zuerst kehre ich wieder nach Andon zurück. Von dort geht es über die D 79 und die D 5 zur D2 unterhalb von Thorenc. Auf der D 5 gibt es in 1248 m Höhe noch einen schönen Aussichtspunkt auf die dort umliegenden Berge.

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19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 20:40

Höhenunterschied: 420 m

Höchster Punkt: 1235 m

Dauer: 3 h

Orientierung: problemlos; überall gelb markiert

Karte: IGN 3542 OT: Castellane

Schwierigkeit: relativ einfache Wanderung.

 

Map - Le Pidanoux

Le Pidanoux - Map auf calculitineraires.fr

 

Laut Wetterbericht soll es morgens schön sein, am Nachmittag sind allerdings Regenschauer angekündigt. Ich bin deshalb möglichst früh aufgestanden, um vom schönen Morgenwetter profitieren zu können.

Tatsächlich ist das Wetter an diesem Morgen sehr gut. Oben am Berg hängen zwar vereinzelt ein paar Dunstwolken, ansonsten ist das Wetter aber perfekt. Es ist jedoch noch relativ kühl um diese Uhrzeit.

Ich fahre über die D 955 am Ufer des Lac de Castillon nach St-Julien-du-Verdon. Im Ort ist links ein Parkplatz vor dem Hotel de Pidanoux. Gegenüber dem Parkplatz auf der anderen Seite der N 202 höre ich Schafsgeblöke aus einer Scheune kommen. Schafe kann ich aber leider keine sehen.

 

Pidanoux 

Le Pidanoux


Um 9 h gehe ich los. Der erste Teil des Weges geht entlang der N 202 in Richtung St-André-les-Alpes. Dieser Teil der Wanderung ist nicht besonders interessant, aber zum Glück auch nicht besonders lange. Es ist wahrscheinlich möglich in diesem Teil der Strecke über den Ort zu gehen, um den direkten Weg an der Hauptstraße zu meiden. In einer Linksbiegung der N 202 laufe ich geradeaus in eine kleine Straße hinein. Hier ist auch ein Wegweiser zum Pidanoux und die gelbe Markierung, der ich die ganze Wanderung folge. Die Straße geht schließlich in einen Weg über, der kontinuierlich bergan steigt. Oben angekommen macht er eine 180° Kehre in Richtung Barre de Pidanoux.

 

Lac de Castillon

Blick in Richtung St-André-les-Alpes


Auf dem Kamm oben angekommen, bietet sich eine schöne Aussicht in alle Richtungen. Die wenigen Dunstwolken, die vorher am Kamm hingen, haben sich jetzt endgültig verzogen. Ich sehe auf den Lac de Castillon, den Ort St-André-les-Alpes und auf die umliegenden Berge. Im weiteren Verlauf des Kamms taucht dann unten St-Julien-du-Verdon auf, in der Ferne ist das kleine Bergdorf Blaron zu erkennen. Überall auf dem Kammweg duftet es nach Kräutern.

 

 St-Julien-du-Verdon

Blick von oben auf St-Julien-du-Verdon 


Wer macht denn so einen Krach? Ich nähere mich der Felsklippe und sehe im Tal gegenüber dem Parkplatz eine Schafherde. Es handelt sich wohl um die Schafe, die morgens noch ungeduldig in der Scheune geblökt haben und jetzt endlich an die frische Luft gekommen sind.

 

DSC02705

DSC02706

DSC02707


Am Ende des Kamms angekommen, setze ich die Wanderung auf einer Schotterpiste fort, die mich wieder ins Tal führt. Obwohl es am Vortag heftige Schauer gegeben hat ist der Weg weitgehend trocken, lediglich beim Abstieg haben sich einige Pfützen angesammelt, die ich aber problemlos umgehe. Nach einer Spitzkehre folgt der Weg einem Bach, der lustig vor sich hin plätschert. Von links schießen gelegentlich weitere Bäche den Berg hinunter.

Der letzte Abschnitt geht leider an der N202 entlang. Unterwegs bietet sich links Einblicke in eine Schlucht, rechts gibt es einen Wasserfall, ansonsten ist die Wanderung an der Straße wenig erquickend.

 

2010-05-15 a


Kurz bevor ich den Ausgangspunkt erreiche, treibt der Schäfer seine Schafherde in Richtung See über die Hauptstraße, es ist ein Teil der Schafe, die ich von oben auf der Weide gesehen habe.

 

2010-05-15 Schafe

 

Der Rest der Schafe steht noch auf der Weide neben der Scheune. Der Schäfer ist alleine, nur sein Hund begleitet ihn. Zu zweit haben Sie Mühe die Schafherde voranzutreiben, die sich lieber in eine Seitenstraße verteilt. Außerdem blockiert die Schafherde die ganze D 955 in Richtung Castellane. Wohin genau die Schafe getrieben werden, habe ich leider nicht herausgefunden.

 

St-Julien-du-Verdon2

Zurück im Ort


Zurück am Wagen sehe ich den Rest der Schafe, die morgens schon geblökt haben. Von unten sehe ich noch einmal schön die Barre de Pidanoux. Ich fahre dann über die D 955 nach Castellane zurück. Von der Schafherde ist leider nichts mehr zu sehen.

Wieder am Campingplatz angekommen, scheint immer noch die Sonne, innerhalb einer Stunde verdunkelt sich das Wetter aber zusehends bis irgendwann am Nachmittag der obligatorische Schauer losbricht.

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