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Wandern Reise Frankreich Provence Côte d'Azur

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Freitag, 10. September 2010: Cap Sicié und Notre Dame du Mai

Höhenunterschied: 350 m

Höchster Punkt: 330 m

Dauer: 4 h

Orientierung: einfach

Karte: IGN 3346 OT: Toulon

Schwierigkeit: einfach, aber lange

 

Heute zum Abschied möchte ich noch einmal das Meer sehen. Das Wetter ist sonnig, kommt mir aber recht frisch vor. Das täuscht aber, denn an der Sonne wird es schnell sehr heiß. Ich fahre nach Sanary-sur-Mer und dann weiter nach Six-Fours-les-Plages. Hier fahre ich dann in Richtung Fabrégas. Hier sind ein Kreisverkehr und die Endhaltestelle für den Bus. In unmittelbarer Nachbarschaft des Kreisverkehrs ist ein Parkplatz auf dem ich den Wagen parke. Von Kreisverkehr biegt die D 816 ab, die eigentlich für Fahrten in Richtung Cap Sicié und nach le Brusc gedacht ist. Ein Hinweisschild sagt aber, dass die Straße nach 200 m gesperrt ist, angeblich wegen Brandgefahr.

 

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Vom Parkplatz gehe ich hinab in die Bucht von Fabrégas. Dort biege ich nach rechts ab auf eine Privatstraße, die den Berg hinauf führt. Nach einiger Zeit zweigt der sentier littoral ab. Nach einiger Wegstrecke, kommt eine Absperrung: Der Weg ist gesperrt. Da ich schon meine Erfahrung mit gesperrten Wegen, insbesondere mit Wegen an der Küste gemacht habe, gehe ich weiter, es steht auch leider nicht da, was die Alternativen sind. Ich setze meinen Weg fort und komme an eine Stelle, an der schon eine Wandergruppe Halt gemacht hat. Ein Erdrutsch hat wohl den Wanderweg in Mitleidenschaft gezogen. Die Wandergruppe kehrt wohl um, ich gehe einfach über die heiklen Passagen und kann so die Wanderung fortsetzen. Nach einiger Zeit komme ich an die Absperrung von der anderen Seite, hier hängt ein Plan und eine Beschreibung, wie die heikle Stelle zu umgehen ist.

Es wäre auch mal schön, wenn die lokale Verwaltung anstatt überall nur Verbotsschilder aufzuhängen mal die Wege repariert. Auf dem Schild steht nämlich auch, dass die Gemeinde im Dezember 2008 beschlossen hat, den Weg zu sperren, und dass dieser Beschluss einen Beschluss von 2004 bestätigt: 6 Jahre hat also niemand irgendwas gemacht.

 

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Ich gehe jetzt wieder regulär auf dem sentier littoral weiter. Der Weg führt nicht direkt am Wasser, sondern in der Regel 30 m bis 50 m oberhalb der Wasserkante entlang. Besonders im Blick rückwärts bieten sich mir schöne Ausblicke auf die wellige Küste. Etwas weiter hinten sehe ich die Halbinsel von St-Mandrier.

 

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Der Weg führt schließlich auf einer breiteren Schotterpiste weiter, bis irgendwann dann der Aufstieg nach Cap Sicié beginnt. In Serpentinen geht es über 200 Höhenmeter nach oben. Die Hitze macht den Anstieg zusätzlich anstrengend. Oben am Gipfel stehen ein paar Ruinen einer alten Befestigung. Hier oben sehe ich einen Vogel der einen Kopf mit einer Art Irokesenfrisur hat. Auf einer Infotafel mit den hier heimischen Vogelarten kann ich den lustig aussehenden Vogel als huppe fasciée (zu Deutsch: Wiedehopf) identifizieren.

 

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Es gibt 2 Möglichkeiten hier weiter zu laufen, zum einen auf einem felsigen Pfad, zum anderen auf einer kleinen Schotterpiste parallel dazu. Ich laufe anfänglich auf dem Pfad, wechsle dann über zur parallel verlaufenden Schotterpiste, auf der ich laufe, bis ich an eine Straße komme, die mich bergauf zur Notre Dame de Mai führt.

Hier oben ist die Kapelle Notre Dame du Mai und ein Sendemast. Es gibt hier eine schöne Aussicht, die von La Ciotat, Bandol, Sanary-sur-Mer nach Toulon, der Halbinsel von St-Mandrier, der Halbinsel von Giens und der Insel von Porquerolles reicht. Dazwischen ist das Massiv des Ste-Baume zu sehen, daneben der Mont Caume und der Mont Faron. Es hat sich gelohnt hier herauf zu steigen. Über eine Leiter, steige ich auf einen kleinen Turm. Ich setze mich auf den Rand der Ummauerung und mache Mittagspause, während ich die herrliche Aussicht genieße.

 

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Für den Rückweg beschließe ich über den Fôret de Janas zu gehen. Dazu muss ich erst wieder zum Cap Sicié zurückgehen und dann den Hauptweg hinuntergehen, bis ich an der D 816 ankomme. Von dort geht es relativ eben durch den Wald zu einem Campingplatz, den ich links umgehe. Hier stehen eine ganze Menge Mobilhomes. Auf der anderen Seite des Campingplatzes, ist ein großer Parkplatz. Ich gehe weiter an einem Abenteuerpark vorbei in Richtung Fabrégas. Ich habe zwar schon woanders solche Parcours gesehen, diese Abenteuerparks scheinen in Frankreich ziemlich angesagt zu sein, hier kann man aber schön einsehen, was es alles für Hindernisse auf einem solchen Parcours gibt.

Ich stoße schließlich auf die D 816 und gehe dort weiter bis zum Parkplatz. Wie auf Höhe des Parkplatzes angekündigt, ist 500 m bevor ich den Parkplatz erreiche, ein Container mit einer Schranke aufgestellt. Im Container sitzt ein Arbeiter, der als sich ein Servicefahrzeug nähert, die Schranke öffnet.

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