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Wandern Reise Frankreich Provence Côte d'Azur

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Samstag, 15. Mai 2010: Le Pidanoux

Höhenunterschied: 420 m

Höchster Punkt: 1235 m

Dauer: 3 h

Orientierung: problemlos; überall gelb markiert

Karte: IGN 3542 OT: Castellane

Schwierigkeit: relativ einfache Wanderung.

 

Map - Le Pidanoux

Le Pidanoux - Map auf calculitineraires.fr

 

Laut Wetterbericht soll es morgens schön sein, am Nachmittag sind allerdings Regenschauer angekündigt. Ich bin deshalb möglichst früh aufgestanden, um vom schönen Morgenwetter profitieren zu können.

Tatsächlich ist das Wetter an diesem Morgen sehr gut. Oben am Berg hängen zwar vereinzelt ein paar Dunstwolken, ansonsten ist das Wetter aber perfekt. Es ist jedoch noch relativ kühl um diese Uhrzeit.

Ich fahre über die D 955 am Ufer des Lac de Castillon nach St-Julien-du-Verdon. Im Ort ist links ein Parkplatz vor dem Hotel de Pidanoux. Gegenüber dem Parkplatz auf der anderen Seite der N 202 höre ich Schafsgeblöke aus einer Scheune kommen. Schafe kann ich aber leider keine sehen.

 

Pidanoux 

Le Pidanoux


Um 9 h gehe ich los. Der erste Teil des Weges geht entlang der N 202 in Richtung St-André-les-Alpes. Dieser Teil der Wanderung ist nicht besonders interessant, aber zum Glück auch nicht besonders lange. Es ist wahrscheinlich möglich in diesem Teil der Strecke über den Ort zu gehen, um den direkten Weg an der Hauptstraße zu meiden. In einer Linksbiegung der N 202 laufe ich geradeaus in eine kleine Straße hinein. Hier ist auch ein Wegweiser zum Pidanoux und die gelbe Markierung, der ich die ganze Wanderung folge. Die Straße geht schließlich in einen Weg über, der kontinuierlich bergan steigt. Oben angekommen macht er eine 180° Kehre in Richtung Barre de Pidanoux.

 

Lac de Castillon

Blick in Richtung St-André-les-Alpes


Auf dem Kamm oben angekommen, bietet sich eine schöne Aussicht in alle Richtungen. Die wenigen Dunstwolken, die vorher am Kamm hingen, haben sich jetzt endgültig verzogen. Ich sehe auf den Lac de Castillon, den Ort St-André-les-Alpes und auf die umliegenden Berge. Im weiteren Verlauf des Kamms taucht dann unten St-Julien-du-Verdon auf, in der Ferne ist das kleine Bergdorf Blaron zu erkennen. Überall auf dem Kammweg duftet es nach Kräutern.

 

 St-Julien-du-Verdon

Blick von oben auf St-Julien-du-Verdon 


Wer macht denn so einen Krach? Ich nähere mich der Felsklippe und sehe im Tal gegenüber dem Parkplatz eine Schafherde. Es handelt sich wohl um die Schafe, die morgens noch ungeduldig in der Scheune geblökt haben und jetzt endlich an die frische Luft gekommen sind.

 

DSC02705

DSC02706

DSC02707


Am Ende des Kamms angekommen, setze ich die Wanderung auf einer Schotterpiste fort, die mich wieder ins Tal führt. Obwohl es am Vortag heftige Schauer gegeben hat ist der Weg weitgehend trocken, lediglich beim Abstieg haben sich einige Pfützen angesammelt, die ich aber problemlos umgehe. Nach einer Spitzkehre folgt der Weg einem Bach, der lustig vor sich hin plätschert. Von links schießen gelegentlich weitere Bäche den Berg hinunter.

Der letzte Abschnitt geht leider an der N202 entlang. Unterwegs bietet sich links Einblicke in eine Schlucht, rechts gibt es einen Wasserfall, ansonsten ist die Wanderung an der Straße wenig erquickend.

 

2010-05-15 a


Kurz bevor ich den Ausgangspunkt erreiche, treibt der Schäfer seine Schafherde in Richtung See über die Hauptstraße, es ist ein Teil der Schafe, die ich von oben auf der Weide gesehen habe.

 

2010-05-15 Schafe

 

Der Rest der Schafe steht noch auf der Weide neben der Scheune. Der Schäfer ist alleine, nur sein Hund begleitet ihn. Zu zweit haben Sie Mühe die Schafherde voranzutreiben, die sich lieber in eine Seitenstraße verteilt. Außerdem blockiert die Schafherde die ganze D 955 in Richtung Castellane. Wohin genau die Schafe getrieben werden, habe ich leider nicht herausgefunden.

 

St-Julien-du-Verdon2

Zurück im Ort


Zurück am Wagen sehe ich den Rest der Schafe, die morgens schon geblökt haben. Von unten sehe ich noch einmal schön die Barre de Pidanoux. Ich fahre dann über die D 955 nach Castellane zurück. Von der Schafherde ist leider nichts mehr zu sehen.

Wieder am Campingplatz angekommen, scheint immer noch die Sonne, innerhalb einer Stunde verdunkelt sich das Wetter aber zusehends bis irgendwann am Nachmittag der obligatorische Schauer losbricht.

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