Wandern Reise Frankreich Provence Côte d'Azur
Zum Abschluss des Sommers habe ich beschlossen noch einmal in den Süden zu fahren. Trotz Nebensaison waren einige potentielle Reiseziele schon ausgebucht oder nur noch teurere Unterkünfte zu finden. Ich habe beschlossen nach le Castellet zu fahren. Der Campingplatz liegt etwa 2 km von der Rennstrecke Paul Ricard von Le Castellet entfernt an der N 8 von Aubagne nach Toulon.
Der Campingplatz liegt vielleicht zehn Kilometer Luftlinie von der Mittelmeerküste entfernt. Die nächsten Orte am Meer sind La Ciotat und Bandol. Von hier aus bieten sich Wanderungen am Meer und im Gebirge an. Während es sich bei mir zuhause deutlich abgekühlt hat, sollte es im September im Süden Frankreichs noch ordentlich warm sein. Leider sah die Wettervorschau 2 Tage schlechtes Wetter mit Regen für die Reise voraus. Es bleibt zu hoffen, dass der Wind die Regenwolken noch abwendet.
Die Strecke ist etwa 480 km lang, bei der Fahrt auf der Landstraße, beträgt die Fahrzeit etwa 8 h 30 min. Damit die Fahrt nicht so anstrengend wird, nehme ich mir vor einige Abschnitte auf der Autobahn zu fahren. Insbesondere die kurvige Strecke in der Gegend um Frangy versuche ich zu vermeiden.
Um 9:00 fahre ich von Zuhause weg. Ich fahre auf der Autobahn bis nach Genf und überquere hinter Genf die Grenze. An der Grenze staut es sich etwas. Normalerweise finden bei der Ausreise in Richtung Frankreich keine Grenzkontrollen statt, so auch heute, trotzdem ist nur ein Fahrstreifen zur Durchfahrt geöffnet. Entgegen meines Vorsatzes verstärkt Autobahnen zu nutzen, fahre ich in Neydens ab und benutze die Landstraße, um nach Annecy zu gelangen. Die Zeitersparnis über die Autobahn beträgt maximal 10 Minuten und die neue Autobahn hat eine relativ hohe Mautgebühr (5 €). Der Verkehr läuft flüssig, hier ist nicht viel los. Ich komme recht zügig in Annecy Nord an, wo ich dann auf die Autobahn wechsle.
Ich fahre auf der Autobahn bis nach Chambéry und dort weiter in Richtung Autobahn Grenoble. An der Abfahrt 20 fahre ich wieder von der Autobahn in Richtung St. Badolph ab. Laut Navi würde ich sonst um 11:00 am IKEA in Grenoble ankommen, viel zu früh: Das Restaurant macht erst um 11:30 auf. Ich fahre auf der N 90 nach Bernin wo ich dann auf die ab hier kostenlose Autobahn wechsle. Gegen 11:25 komme ich beim IKEA an. Das Restaurant hat gerade aufgemacht.
Nach dem Mittagessen, nutze ich die Gelegenheit mich beim IKEA umzusehen. Ich möchte mir ein Regal für die Küche bauen und in die Fächer Kisten hineinstellen. Ich sehe mir beim IKEA die Kisten an, notiere Maße und Preise. Während des Urlaubs kann ich mir einige Gedanken zur Konstruktion des Regals machen, sofern ich die Zeit hierfür finde.
Um 12:20 geht es schließlich weiter. Ich benutze die Autobahn, um Vif zu umgehen, und fahre dann auf der N75 in Richtung Sisteron bis nach Laragne-Monteglin. Beim Intermarché lege ich einen Boxenstopp ein. Tanken ist hier in der Regel sehr günstig, so dass ich schon öfter bei der Anreise in Richtung Süden hier getankt habe. Weiter geht es über Sisteron, Châteaux-Arnoux, Oraison, Vinon-sur-Verdon, Rians nach St-Maximin-la-Ste-Baume. Hier stocke ich beim Aldi meine Reisevorräte auf. Nebenan hat übrigens mittlerweile LIDL ebenfalls eine Filiale aufgemacht. Über Tourves, la Roquebrussanne, Méounes-lès-Montrieux, Signes fahre ich dann weiter in Richtung Zielort. Nach etwa 45 Minuten Fahrt komme ich schließlich am Camping L’Arbois du Castellet an.
Der Campingplatz liegt mitten in der Pampa direkt an der N8. Der eigentliche Ort Le Castellet ist einige Kilometer von hier entfernt. Der Campingplatz ist voller Mobilhomes. Es gibt kaum Stellflächen für Wohnwagenfahrer. Die Mobilhomes sind alle neueren Datums. Ich selbst habe mir ein Mobilhome vom Typ Habana gemietet. Es handelt sich um eine Unterkunft für insgesamt 4 Personen. Es hat außen eine Naturholzverkleidung und besitzt eine überdachte Terrasse. Die Einrichtung innen ist ganz modern. Lediglich das Steckdosenproblem hat hier noch niemand gelöst: aus mir noch unerfindlichen Gründen, gibt es in der Nähe des Tisches keine Steckdose für den Anschluss des Netbooks. Das häufige Verreisen zahlt sich aus: um 18:30, etwa 45 nach Ankunft am Campingplatz habe ich eingecheckt und das Mobilhome komplett eingeräumt. Ein Drahtlosnetzwerk gibt es hier leider nicht. Die bloc sanitär für potentielle Camper scheinen größtenteils geschlossen zu sein. Dafür besitzt der Campingplatz ein Schwimmbad mit ein paar tollen Wasserrutschen. Leider habe ich keine Badehose dabei, sonst würde ich vielleicht eine der Wasserrutschen mal ausprobieren.
Nach dem Abendessen mache ich noch einen kleinen Erkundungsspaziergang. Eigentlich will ich mich nur ein bisschen am Campingplatz umsehen, doch dann wird es ein kleiner Abendspaziergang. Gegenüber dem Campingplatz ist eine Art Buschsteppe. Einige Wege führen durch das flache Gelände. Mein weg wird nach einem Kilometer durch einen Zaun aufgehalten. Dahinter befindet sich wahrscheinlich die Rennstrecke von Le Castellet. Leider wird das Gebiet auch als Müllhalde verwendet. Gelegentlich komme ich an Schuttabladestellen vorbei. Sogar ein ausgemusterter VW Lieferwagen steht hier.