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Wandern Reise Frankreich Provence Côte d'Azur

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Sonntag, 5. September 2010: La Sainte-Baume

Höhenunterschied: 500 m

Höchster Punkt: 1148 m

Dauer: 4 h

Orientierung: problemlos; teilweise beschildert, markiert

Karte: IGN 3345 OT: Signes, Tourves

Schwierigkeit: einfache Wanderung.

 

Die Sonne scheint, morgens ist kein Wölkchen am Himmel zu sehen. Ursprünglich wollte ich am ersten Tag in der Gorges du Destel wandern, da es für die Wanderung am besten ist, wenn das Wetter schön ist und möglichst auch die Vortage nicht geregnet hat, damit die Schlucht trocken ist. In Ollioules, dem Ausgangsort der Wanderung ist diesen Sonntag allerdings Antiquitätenmarkt. Da ich nicht weiß wie es mit Verkehr und Parkplätzen bei einem solchen Ereignis aussieht, tausche ich die Wanderung einfach mit der der Wanderung am Massif de la Sainte-Baume. Am Montag ist weiterhin schönes Wetter angekündigt. Erst danach soll sich das Wetter verschlechtern.

Um 8:40 fahre ich vom Campingplatz ab. Es ist Sonntag, und der für diesen Tag übliche Autofahrer ist auch schon unterwegs. Auf der N 8 fährt er mit 60 dahin. Zum Glück muss er recht schnell abbiegen, so dass sich die Behinderung in Grenzen hält.

Ich fahre nach Gémenos und von dort durch den schmalen Ort und über die schmale D 2 nach Plan-d’Aups-Ste-Baume. Auf dieser reizvollen Gebirgsstraße sind viele Radfahrer unterwegs und trainieren. Auf einem Parkplatz stehen zwei Wohnmobile auf einem Parkplatz: Sicherlich der ideale Ort bei dieser schönen Aussicht die Nacht zu verbringen. In Plan-d’Aups-Ste-Baume begegnet mir eine andere Spezies des bereits erwähnten Autofahrertyps, diesmal ein Weibchen. Offenbar ist sie eine Suchende und hält irgendwann mitten auf der Straße an, ich fahre einfach an ihre vorbei und weiter auf der Straße bis zur Hotêllerie-de-la-Sainte-Baume. Kurz darauf, am Abzweig der Straße nach Nans-les-Pins bei les Trois Chênes befindet sich ein hübscher Parkplatz auf dem ich den Wagen abstelle.

 

DSC03168


Ich gehe zuerst auf dem gelb markierten Weg in Richtung Hotêllerie-de-la-Sainte-Baume zurück, wo ich auf den GR 9 treffe, dem ich bergauf folge. Der breite Weg ist gut ausgebaut und steigt gemächlich bergan. Bei einer Kreuzung laufe ich geradeaus auf dem GR weiter. Den steilen Weg bergauf zur Grotte lasse ich rechts liegen. Der Weg führt an der Chapelle des Parisiens vorbei zum Col du St. Pilon (952 m). Während der Aufstieg größtenteils im Wald erfolgt ist, gibt es hier oben einen schönen Ausblick.

 

DSC03171


Hier oben laufe ich den Kamm in Richtung Osten weiter. Der Weg ist gut markiert und bietet Ausblicke in beide Richtungen. Der Blick in Richtung Meer ist allerdings etwas dunstbehangen. Auf der Nordseite kann ich die im Tal liegende Hôtellerie und Nans-les-Pins sehen. Am westlichen Ende des Kamms ist der Pic der Bertagne zu erkennen.

 

DSC03170

 

Der Pfad steigt weiter an und führt über den Joux de l’Aigle (1148 m) und den Baou de Régage zum Signal de Béguines. Hier oben wachsen seltsame etwa 1 m hohes dornige und vertrocknete Pflanzen. Die Pflanzen sehen wenig gemütlich aus, so dass ich noch ein Stück weiter laufe und dann meine Mittagspause mache. Anschließend folge ich dem GR 9 bis zu einer Abzweigung am Pas de Villecroze. Der Kamm ist dort zu Ende. Geradeaus führt der GR 9 bergab nach Signes. Ich biege jedoch nach links auf den gelb markierten Weg zum Pas de l’Ai ab. Hier führt der Weg wieder nach unten. Über den Sentier Merveilleux, der durch den Wald unterhalb des Kamms stetig bergab führt, komme ich wieder zum Parkplatz zurück.

Für die Rückfahrt habe ich mir eine Strecke ausgesucht, die das Sainte-Baume Massiv auf der anderen Seite umrundet. Ich bin damit einmal um das Bergmassiv herumgefahren. Ich fahre durch den etwas verwinkelten Ort Mazaugues. Das Navi schlägt mir eine Offroad-Strecke zur Weiterfahrt vor. Ich fahre jedoch über Roquebrussane und Signes ähnlich wie bei meiner Anreise vom Vortag zum Campingplatz zurück.

Eigentlich habe ich mir gezielt einige Touren für den Nachmittag herausgesucht. Aufgrund der langen Fahrt, komme ich aber erst kurz nach 15:00 wieder beim Campingplatz an. Ich bin leider zu müde, um noch Lust auf eine weitere Wanderung zu haben.

Am Abend widme ich mich meinem vor dem Urlaub erstandenen Garmin eTrex Vista HCx. Vor dem Urlaub hatte ich kaum die Möglichkeit, mich mit dem Gerät näher zu befassen. Jetzt gebe ich zum Test Wegpunkte der geplanten Wanderung in die Gorges du Destel ein. Auf die IGN Karten ist ein UTM-Gitter gelegt. Im Abstand von einem Kilometer ist hier ein Netz von blauen Linien gelegt. Oben und seitlich sind die Linien mit dem Gittermaß beschriftet. Um einzelne Wegpunkte zu bestimmen, messe ich für jeden Punkt den Abstand vom Gitter in der x- und y-Achse. Da die Karte im Maßstab 1:25.000 ist, muss ich die gemessenen Werte nur noch in Meter umrechnen. Die Werte trage ich in das Garmin-Navi ein. Bei einer Skala von 1 mm beträgt dann die Genauigkeit der Navigation etwa 25 m. Im freien Gelände ist das durchaus ausreichend. Außer der groben Übersichtskarte, die auf dem Navi vorinstalliert ist, habe ich leider keine Zeit gehabt mir Karten zu besorgen. Mit der beigelieferten Software könnten dann Wegpunkte und Routen einfach per Mausklick auf der Karte eingetragen werden. Die manuelle Eingabe der Wegpunkte in das Navi ist sonst doch eher mühsam, vor allem wenn man bedenkt, dass man pro Wanderung problemlos 15 Wegpunkte braucht.

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